Der offizielle Videoclip zum Song aus dem Album «El día de la liberación» führt durch eine regennasse Neonstadt, von der Theke einer pinken Bar bis auf ein Hochhausdach, über dem ein riesiges Vampirgesicht leuchtet. Der Song ist kostenlos zum Streamen und Herunterladen.
MADRID, Spanien, 25. Oktober 2026. Als Friedrich Wilhelm Murnau 1922 «Nosferatu» in die Kinos brachte, schuf er eine der bekanntesten Figuren des deutschen Films: einen Schatten, der durch Türen gleitet und seinen Opfern still die Lebenskraft nimmt. Hundert Jahre später ist der Vampir längst zur Metapher geworden. Wer heute von einem «Energievampir» spricht, meint keinen Grafen aus Transsilvanien, sondern einen Menschen aus dem eigenen Alltag, nach dessen Besuch man sich leer und müde fühlt. Genau davon handelt «Vampiro emocional», ein Song von Mike Sain’t Louis. Mike Sain’t Louis ist der erste KI-Liedermacher: Texter, Komponist und Musikproduzent mit Sitz in Madrid; Musik und vokale Interpretation entstehen mit KI. Der Titel erschien im Juni 2026 auf dem Album «El día de la liberación» und wird hier zum ersten Mal der Presse vorgestellt.
Ein Cover in Rot
Das Cover setzt auf eine einzige Farbe. Roter Hintergrund, roter Hals. Ein junger Mann hält die Augen geschlossen und neigt den Kopf, während ein anderer hinter ihm die Zähne knapp unter dem Kiefer ansetzt. Ein Tropfen läuft zur Brust hinunter, wo ein Herz mit Flügeln tätowiert ist. Mike Sain’t Louis beschreibt das Bild in seinem Blog als «sinnlich und beunruhigend zugleich» und bringt den Kern des Songs auf eine einfache Formel: Ein emotionaler Vampir beißt nicht wirklich. Er ernährt sich von deiner Aufmerksamkeit, deiner Zeit, deiner Lust auf das Leben. Nach jeder Begegnung hast du ein bisschen weniger Kraft als vorher.
Gerade weil das Motiv so wörtlich genommen wird, funktioniert es. Der Horrorfilm liefert die Bilder für ein Gefühl, das sonst schwer zu benennen ist: Man mag jemanden, man sucht seine Nähe, und erst spät merkt man, dass diese Nähe einen austrocknet.
Eine Nacht in der Neonstadt
Der offizielle Videoclip, knapp vier Minuten lang, erzählt die Geschichte als nächtlichen Streifzug. Er beginnt an der Theke einer Bar, in der alles pink und violett leuchtet. Zwei Männer stehen einander gegenüber, sehr nah, die Gesichter im Gegenlicht von Neonröhren. Es ist der Moment der Verführung, der Anfang, in dem alles noch nach Abenteuer aussieht.
Danach wechselt das Bild auf die Straße. Es hat geregnet, der Asphalt spiegelt die Leuchtreklamen, Rollläden sind heruntergelassen, irgendwo blinkt ein Schild mit der Aufschrift BAR. Zwei Gestalten gehen hintereinander, dann laufen sie, dann rennen sie. Ob es Flucht ist oder Verfolgung, bleibt offen, und das ist klug gewählt: In solchen Beziehungen weiß man oft selbst nicht mehr, wer wem hinterherläuft.
Das Foto: ein leeres Fenster mit Herz
Das Bild zu dieser Pressemitteilung stammt aus einer ruhigen Sekunde des Clips. Es zeigt die Außenseite eines Lokals bei Nacht: große Fenster, hinter denen pinkes Licht glüht, eine Zimmerpflanze im Halbdunkel, zwei leere Barhocker auf dem nassen Boden und in der Mitte ein Neonherz. Niemand ist zu sehen. Gerade diese Leere erzählt viel. Das Herz leuchtet weiter, auch wenn längst niemand mehr dasitzt. So sieht ein Ort aus, an dem jemand zu viel gegeben hat.
Auf dem Dach
Später führt der Clip auf ein Hochhausdach über der Stadt. Die Skyline glitzert, der Mond hängt tief, und hinter einer einsamen Figur erhebt sich ein riesiges Gesicht mit roten Augen und spitzen Zähnen, halb Plakat, halb Albtraum. Die Figur steht ihm gegenüber, später sitzt sie in einer Pfütze, in der sich das Monster spiegelt. Fledermausflügel aus Neon tauchen an einer Bar auf, und in einer letzten Sequenz kommt es tatsächlich zum Biss.
Diese Bilder sind übertrieben, bewusst camp, mit dem Pathos alter Gruselfilme. Doch unter dem Kostüm liegt eine sehr nüchterne Beobachtung: Das Gefährliche wirkt am Anfang fast immer anziehend. Erst wenn man oben auf dem Dach steht, allein, sieht man die ganze Größe dessen, was einen ausgesaugt hat.
Den Biss erkennen
Mike Sain’t Louis schreibt seit Jahren über psychische Gewalt, über Manipulation und über die lange Zeit danach. «Vampiro emocional» nennt niemanden beim Namen und zeigt mit dem Finger auf keine bestimmte Person. Der Song ist eher ein Werkzeug zum Wiedererkennen. Im Blog schlägt der Künstler zwei Arten vor, ihn zu hören: Man kann ihn der Person widmen, die einem die Freude genommen hat. Oder man hört ihn für sich selbst, um den Biss beim nächsten Mal früher zu bemerken.
Hinter der Ironie steht immer eine ausgestreckte Hand. Wer sich in diesen Geschichten wiederfindet, muss da nicht allein durch. Ein Gespräch mit einer vertrauten Person oder mit Fachleuten ist oft der erste Schritt zurück zu eigener Kraft. In Spanien bietet die Línea 024 rund um die Uhr kostenlos Unterstützung; in Deutschland ist die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222 erreichbar, ebenfalls kostenlos und anonym.
Der Klang von Planeta Gayfolk
Musikalisch gehört der Song zu dem Stil, den der Künstler GAYFOLK nennt: Alternative Pop und Indie-Pop mit Synthesizern, ein großer Hang zum Camp und Wurzeln in der spanischen Volkskultur. Planeta Gayfolk ist der erfundene Planet, auf dem der gesamte Katalog zu Hause ist, mehr als zweihundertsiebzig Titel, unabhängig veröffentlicht beim Label MIKE SAIN’T LOUIS. Dort stehen Tanznummern für den Pride-Umzug neben bissigen Satiren und dunkleren Stücken wie diesem.
«Vampiro emocional» hat den Puls eines Clubtracks und die Stimmung eines nächtlichen Spaziergangs durch eine Stadt, die nie schläft. Er passt in die Kopfhörer auf dem Heimweg nach einer langen Nacht, aber auch in einen Abend mit Freundinnen und Freunden, die gerade dabei sind, eine schwierige Beziehung zu verstehen.
Für das deutschsprachige Publikum
Wer mit Murnaus Stummfilm, mit den Vampirgeschichten der Romantik oder mit der Berliner Clubkultur aufgewachsen ist, wird in diesem Clip viele vertraute Elemente finden: Licht und Schatten, Verführung und Angst, Neon im Regen. Neu ist der Blick. Hier ist der Vampir kein Fremder aus einem fernen Schloss, sondern jemand, mit dem man an derselben Theke steht.
Hören und herunterladen
Der Song ist kostenlos, ohne Registrierung und ohne Bezahlung, im Stream wie als Download. Die Seite auf Planeta Gayfolk und der Blogtext des Künstlers ergänzen die Geschichte.
- Kostenlos hören und herunterladen: https://gayfolkplanet.com/singles/vampiro-emocional
- Die Geschichte des Songs, erzählt vom Künstler (auf Spanisch): https://mikesaintlouis.com/blog/vampiro-emocional
Mike Sain’t Louis ist der erste KI-Liedermacher: Texter, Komponist und Musikproduzent mit Sitz in Madrid (Musik und vokale Interpretation mit KI erstellt). Er hat den Stil GAYFOLK und das Universum Planeta Gayfolk erfunden und veröffentlicht unabhängig beim Label MIKE SAIN’T LOUIS. Der gesamte Katalog ist kostenlos.
Pressekontakt: hola@gayfolkplanet.com
