Mike Sain't Louis

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Der offizielle Videoclip zum Song aus dem Album «Ojalá se pudiera viajar a Gayfolk» ist ein winterliches Märchen voller Versuchungen: ein koketter Teufel, ein Festmahl mit seltsamen Gästen, ein Thron in einem vereisten Zimmer und ein See, dessen Eis unter Neonlicht zerspringt. Der Song ist kostenlos.

MADRID, Spanien, 25. Oktober 2026. In der deutschen Romantik war der Schwan ein Sinnbild für Reinheit und Sehnsucht. Er glitt durch Opern und Gedichte, und ein Märchenschloss in den bayerischen Alpen trägt ihn bis heute im Namen. Umso überraschender ist es, ihm in einem Song über Sünde, Klatsch und gefährliche Worte zu begegnen. «La lengua equivocada», auf Deutsch etwa «die falsche Zunge», stammt von Mike Sain’t Louis. Mike Sain’t Louis ist der erste KI-Liedermacher: Texter, Komponist und Musikproduzent mit Sitz in Madrid, Musik und vokale Interpretation entstehen mit KI. Der Titel gehört zum Album «Ojalá se pudiera viajar a Gayfolk», das im Juni 2026 erschien.

Ein Teufel mit Ohrringen

Auf dem Cover steht ein Teufel, wie er im Buche steht, und doch ganz anders. Hörner, ein Umhang aus fuchsiafarbenem Satin, ein Blick, der genau weiß, dass er jemanden in Versuchung führt. Dazu Ohrringe, Ketten und ein kleines Kreuz um den Hals, als wäre nichts dabei. Was sofort ins Auge fällt, ist die Zunge: lang, rosa, mit der Textur einer Schlangenhaut, provozierend aus dem Mund gestreckt. Eine Zunge, die nicht ganz menschlich wirkt.

Mike Sain’t Louis schreibt in seinem Blog, dass der Titel viele Bedeutungen zulasse und er sich bewusst für keine entscheide. Die falsche Zunge kann die sein, die zu viel redet, die des Tratsches und der Lüge. Es kann die sein, die man ohne nachzudenken geküsst hat. Oder die, mit der man im schlechtesten Moment das Falsche gesagt hat. Alles Sünden, nur von unterschiedlichem Kaliber.

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Der Schwan auf dem Eis

Das Foto zu dieser Pressemitteilung zeigt eine Szene, die im Clip nur wenige Sekunden dauert und doch hängen bleibt. Ein weißer Schwan, dicht gefolgt von einem zweiten, schreitet über die spiegelglatte Fläche eines zugefrorenen Sees. Unter ihm und um ihn herum ziehen sich Risse durch das Eis, die von innen pink leuchten, als flösse Neon durch die Spalten. Am Horizont zeichnet sich nur ein dunkler Uferstreifen ab.

Das Bild ist schön und beunruhigend zugleich, und genau darin trifft es den Kern des Songs. Die Oberfläche wirkt ruhig und makellos, doch darunter arbeitet etwas. Ein falsches Wort genügt, und das Eis bricht. Die Schwäne, Symbol der Unschuld, stehen mitten auf diesen leuchtenden Bruchlinien, als wüssten sie nicht, wie dünn der Boden geworden ist. So fühlt es sich an, wenn ein Gerücht die Runde macht oder ein unbedachter Satz eine Freundschaft ins Wanken bringt.

Ein Festmahl der Versuchung

Rund um diese Szene entfaltet der knapp dreiminütige Videoclip ein ganzes Winterpanorama. Gäste in prächtigen Uniformen und Masken sitzen an einer langen Tafel mit Torten und Kerzen, als warteten sie auf ein Urteil. In einem vereisten Zimmer thront eine Figur in goldbesticktem Mantel auf einem verschnörkelten Sessel. An einem anderen Ort ziehen endlose Reihen von Tellern auf einem Förderband vorbei, und in einer verschneiten Gasse tauchen dunkle Kreaturen auf.

Die Bilder haben etwas von einem barocken Albtraum und gleichzeitig von einer verspielten Revue. Sie spielen mit katholischer Ikonografie, mit Fastnachtskostümen und mit Märchenmotiven, ohne sich auf eine einzige Lesart festzulegen.

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Klatsch als Waffe

Für viele queere Menschen ist das Thema dieses Songs nicht abstrakt. Gerüchte, Getuschel, das Outing durch Dritte, die Bemerkung, die schneller die Runde macht, als man sie zurücknehmen kann: Die falsche Zunge hat in vielen Biografien Schaden angerichtet. Der Song macht daraus keine Anklage, sondern eine ironische Beichte. Er erinnert daran, dass Worte Macht haben, und dass jeder von uns schon einmal auf der einen oder anderen Seite stand.

Die verschnörkelte Typografie des Covers, die an alte Heiligenbildchen erinnert, verleiht dem Ganzen laut Künstler einen Hauch von Sünde, sehr im Geist der dunklen spanischen Copla.

Warum gerade Eis?

Eis ist im Videoclip mehr als Kulisse. Es ist das Material, aus dem höfliche Fassaden gemacht sind: glatt, kühl, scheinbar fest. Man bewegt sich vorsichtig darauf, man lächelt, man sagt das Richtige. Doch Eis trägt nur so lange, wie niemand zu viel Gewicht darauf lädt. Die pink leuchtenden Risse lassen sich deshalb auch als Hoffnungszeichen lesen. Wo etwas bricht, dringt Licht hindurch, und manchmal ist gerade das falsche Wort zur richtigen Zeit das, was eine erstarrte Situation endlich in Bewegung bringt.

Der Klang von GAYFOLK

GAYFOLK nennt Mike Sain’t Louis seinen Stil, eine Mischung aus Alternative Pop, Indie-Pop, Elektronik, Camp und spanischer Volkskultur. Der erfundene Planet Planeta Gayfolk beherbergt den gesamten Katalog, mehr als zweihundertsiebzig Titel, veröffentlicht unabhängig beim Label MIKE SAIN’T LOUIS. «La lengua equivocada» gehört zu seinen theatralischsten Momenten, irgendwo zwischen Märchen, Kirchenbild und Kabarett.

Für wen?

Der Künstler schlägt vor, den Song jener Person zu widmen, die nie weiß, wann sie schweigen sollte. Oder ihn selbst zu hören, falls man sich darin wiedererkennt. Für ein deutschsprachiges Publikum, das die Tradition des politischen Kabaretts kennt, in dem Worte immer auch Waffen sind, dürfte der Ton vertraut klingen.

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Kostenlos hören

  • Zum Song: https://gayfolkplanet.com/singles/la-lengua-equivocada
  • Der Künstler über das Cover (spanisch): https://mikesaintlouis.com/blog/la-lengua-equivocada

Mike Sain’t Louis ist der erste KI-Liedermacher. Von Madrid aus arbeitet er als Texter, Komponist und Musikproduzent (Musik und vokale Interpretation mit KI erstellt). Er ist der Erfinder von GAYFOLK und Planeta Gayfolk, und sein Katalog beim Label MIKE SAIN’T LOUIS ist komplett kostenlos.

Medienanfragen: hola@gayfolkplanet.com