Kunst, Forschung & Naturschutz: die modernen Strandräuber von Texel

Auf der niederländischen Insel wird eine alte Tradition in vielen Facetten gelebt

Kunst, Forschung & Naturschutz: die modernen Strandräuber von Texel

Viele Jahrhunderte lang war die Strandräuberei unverzichtbar für die Bewohner von Texel. Um ihr geringes Einkommen zu ergänzen, suchten sie an den kilometerlangen Stränden nach brauchbaren Gegenständen wie z.B. angespültes Holz, das sie zum Bau von Häusern sowie zum Heizen verwenden konnten. Dank moderner Kommunikationstechnologie und dem modernen Schiffsbau kommt heutzutage kaum noch wertvolle Fracht am Strand von Texel an. Die Tradition der Strandräuberei – auf Niederländisch “jutten” – lebt hier dennoch in vielen modernen Formen weiter.

Treibgut-Kunst
Wenn Door Dogger zu ihren täglichen Strandraubzügen aufbricht, hofft auch sie auf den ganz großen Fang. Doch der sieht ganz anders aus, als man es erwarten würde. Denn während die Jutter von damals vor allem nach wertvollen Stücken suchten, haben es ihr die wertlosen Dinge besonders angetan: angespülte Netze und Taue aber auch Plastikgranulat, Federn und Treibholz. In ihrem Atelier in Oudeschild haucht sie dem “Müll” vom Strand neues Leben ein und verwandelt ihn in einzigartige Kunstwerke in Form von Collagen, Objektschränken oder der “Wäscheleineninstallation” in einem Strandhaus. Ihr Ziel: Den angespülten Müll aus dem Meer zu etwas Positivem verwenden.

Tropisches Saatgut
Auch der Meeresbiologe Gerhard Cadee ist in höchstem Maße daran interessiert, was an den Stränden von Texel angespült wird. Sein Strandräuberherz schlägt höher, wenn er das Saatgut von Pflanzen findet. Hält er einen solchen Fund in Händen, gilt es herauszubekommen, um welche Pflanze es sich dabei handelt. Häufig trifft er dabei auf Mangokerne, Hasel- und Paranüsse aber auch auf die Samen von Meerkohl und Meersenf. Seine größte Hoffnung gilt jedoch dem Saatgut tropischer Pflanzen, das mit dem Golfstrom bis nach Europa getragen wird. Sein größter Coup bisher: der Fund einer tropischen Juckbohne.

Gelebter Naturschutz
Die Tradition der Strandräuberei greift auch die Initiative MyBeach auf. Sie wirbt bei den Strandbesuchern für einen 100% abfallfreien Strand. Dazu gehört, nicht nur den eigenen Müll wegzuräumen, sondern auch das aufzuheben, was vom Meer angespült wird. Denn der ist nicht nur unschön anzusehen, sondern stellt für die Meeresbewohner eine große Gefahr dar. Nicht wenige halten Kunststoffteilchen fälschlicherweise für Futter, verheddern sich in Plastik oder quetschen sich mit Seilen ganze Körperteile ab. Insgesamt fünf Strandpavillions sind auf Texel Pate der jährlich wiederkehrenden Strandräuber-Aktion.

Kuriose Sammlung
Was ein echter Strandräuber im Laufe seines Lebens findet, können Inselbesucher im “Schipbreuk- en Juttersmuseum Flora” bestaunen. Hier hat Jan Uitgeest alles zusammengetragen, was er in rund 70 Jahren am Strand von Texel eingesammelt hat. Die bunte Vielfalt der angespülten Schätze reicht von typischen Kleinteilen wie Flaschen, Netze und Rettungsbojen über Anker, Ruder und Motoren bis hin zum Steuerhaus eines Fischkutters und einem richtigen Leuchtturm. Das Museum ist Montag bis Samstag in der Zeit von 10 bis 17 Uhr geöffnet ( www.juttersflora.nl ).

Über Texel:
Die westfriesische Nordseeinsel Texel gehört zu den beliebtesten Tourismuszielen der nördlichen Niederlande. Rund 4 km vor der Küste der Provinz Nordholland gelegen, ist die Insel über den Hafen Den Helder in nur 20 Minuten per Fähre ( www.teso.nl ) erreichbar. Unter dem Motto “ganz Holland auf einer Insel” wartet Texel mit einem überraschend vielfältigen Landschaftsbild auf: lange Sandstrände, Dünen, Heide- und Waldlandschaften, weiträumige Poldergebiete, Deiche sowie das Eiszeitrelikt “Hoge Berg”. Neben ihrer reichhaltigen Natur bietet die Insel auch in punkto Sport und Kultur ein abwechslungsreiches Angebot wie z.B. kilometerlange Rad- und Wanderwege, einen Flugplatz mit Fallschirmsprungschule, ein Walfischfängerhaus und ein Strandräubermuseum sowie das Zentrum für Watt und Nordsee “Ecomare”. Des Weiteren ist Texel Austragungsort zahlreicher Events wie das Katamaranrennen “Runde um Texel” oder das Schlemmerfestival “Texel Culinair”. Für Anfragen zu Ferienunterkünften und Informationen zur Insel bietet der VVV Texel in Den Burg eine zentrale Anlaufstation ( www.texel.net ).

Texelkalender 2014 (Auszug):

Wann?Was?Wo?
4.-5. Okt.Drachen- & Kitefestival WINDDe Koog
10.-12. Okt. Texel Blues FestivalDen Burg
15. Nov.Ankunft Sinterklaas auf TexelHafen Oudeschild
21.-23. Nov. Struun Texel – kulturelles und kulinarisches Festival mit KinderprogrammDen Burg

Mehr Infos unter:
Anke Piontek
forvision
Beratung für Marketing, PR und TV
Lindenstr. 14
50674 Köln
tel: 0221-92 42 81 4 -0
fax: 0221-92 42 81 4- 2
mail: piontek@forvision.de
http://www.forvision.de

Im Auftrag des VVV Texel ( www.texel.net )

Über Texel:
Die westfriesische Nordseeinsel Texel gehört zu den beliebtesten Tourismuszielen der nördlichen Niederlande. Rund 4 km vor der Küste der Provinz Nordholland gelegen, ist die Insel über den Hafen Den Helder in nur 20 Minuten per Fähre (www.teso.nl) erreichbar. Unter dem Motto “ganz Holland auf einer Insel” wartet Texel mit einem überraschend vielfältigen Landschaftsbild auf: lange Sandstrände, Dünen, Heide- und Waldlandschaften, weiträumige Poldergebiete, Deiche sowie das Eiszeitrelikt “Hoge Berg”. Neben ihrer reichhaltigen Natur bietet die Insel auch in punkto Sport und Kultur ein abwechslungsreiches Angebot wie z.B. kilometerlange Rad- und Wanderwege, einen Flugplatz mit Fallschirmsprungschule, das Walfischfänger- und Strandräubermuseum und die Seehundeaufzuchtstation Ecomare. Des Weiteren ist Texel Austragungsort zahlreicher Events wie das Katamaranrennen “Runde um Texel” oder das Musikfestival “Island Samba”. Für Anfragen zu Ferienunterkünften und Informationen zur Insel bietet der VVV Texel in Den Burg eine zentrale Anlaufstation (www.texel.net).

Firmenkontakt
VVV Texel
Frau Yvonne de
Büro Emmalaan 66
1791 AV Den Burg Postbus 3
+31 (0)222-314741
secretariaat@texel.net
http://www.texel.net

Pressekontakt
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Frau Anke Piontek
Lindenstrasse 14
1791 Koeln
0221-92 42 81 40
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