Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg haben die Verwertung kommunal gesammelter Metalle für die Jahre 2027 und 2028 ausgeschrieben. Die geplanten Mengen zeigen, welche wirtschaftliche Bedeutung Altmetall für die Stadt besitzt.
Duisburg, 4. November 2026. Alte Fahrräder, ausgediente Heizkörper, Metallkonstruktionen und gewerbliche Produktionsreste: In Duisburg entstehen erhebliche Mengen Metallschrott. Wie diese Materialien künftig verwertet werden sollen, ist Gegenstand eines Vergabeverfahrens der Wirtschaftsbetriebe Duisburg (WBD). Die Ausschreibung mit der Kennung 2026-0439 betrifft die Vermarktung, Vergütung und ordnungsgemäße Verwertung von Metallschrott für den Zeitraum vom 1. Januar 2027 bis zum 31. Dezember 2028.
Rund 4.600 Tonnen als Kalkulationsgrundlage
Aus den veröffentlichten Vergabeunterlagen geht hervor, dass die Wirtschaftsbetriebe für den zweijährigen Leistungszeitraum mit rund 4.600 Tonnen Metallschrott kalkulieren.
Davon entfallen ungefähr 3.600 Tonnen auf Materialien aus Recyclinghöfen, Sperrgutabfuhr, Umladestellen und innerbetrieblichen Anfallstellen.
Weitere rund 1.000 Tonnen werden dem gewerblichen Bereich zugeordnet.
Bei diesen Angaben handelt es sich ausdrücklich um Schätzwerte. Sie stellen keine verbindlich zugesagten Mengen dar.
Die Ausschreibung wurde im Juli 2026 veröffentlicht. Die Angebotsfrist endete am 25. August. Im Oktober wurde eine Bekanntmachung über vergebene Aufträge veröffentlicht.
Damit erhält die Organisation der kommunalen Metallverwertung eine neue Grundlage für die kommenden Jahre.
Vier Recyclinghöfe als wichtige Sammelstellen
Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg erfassen Metallschrott an mehreren Stellen im Stadtgebiet.
Dazu gehören die vier kommunalen Recyclinghöfe sowie die Sperrgutabfuhr und weitere betriebliche Einrichtungen.
Gesammelt werden unter anderem metallische Gegenstände aus privaten Haushalten.
Hinzu kommen gewerbliche Metallreste und ausgediente betriebliche Konstruktionen.
Auch komplette Stahlabsetz- und Stahlabrollcontainer können Bestandteil der erfassten Materialien sein.
Der gesammelte Schrott wird in dafür vorgesehenen Containern gelagert und anschließend zu Verwertungsunternehmen transportiert.
Diese übernehmen die weitere Behandlung entsprechend den vereinbarten Anforderungen.
Warum Fremdstoffe eine wichtige Rolle spielen
Eine besondere Herausforderung bei der Metallverwertung sind Materialien, die nicht aus Metall bestehen.
In den Ausschreibungsunterlagen wird mit Fremd- und Störstoffanteilen von ungefähr acht bis zehn Gewichtsprozent gerechnet.
Dazu können Holz, Kunststoffe, Gummi, Textilien oder Betonreste gehören.
Solche Bestandteile müssen bei der Aufbereitung berücksichtigt und gegebenenfalls entfernt werden.
Dadurch entstehen zusätzliche Arbeitsschritte und Kosten.
Die tatsächlich verwertbare Metallmenge kann deshalb geringer ausfallen als das ursprüngliche Gesamtgewicht.
Der Vorgang verdeutlicht, warum eine möglichst saubere Trennung von Materialien bereits bei der Sammlung sinnvoll ist.
Duisburgs Industriegeschichte als Hintergrund
Die Metallwirtschaft besitzt in Duisburg traditionell eine besondere Bedeutung.
Stahlwerke, Hafenanlagen, Maschinenbau und zahlreiche Handwerksbetriebe prägen das Stadtbild bis heute.
In Ruhrort und entlang der Hafenanlagen treffen Logistik und industrielle Verarbeitung aufeinander.
In Hamborn und Meiderich ist die Entwicklung der Stadt eng mit der Stahlindustrie verbunden.
Rheinhausen steht für den Wandel ehemaliger Industrieflächen zu modernen Gewerbe- und Logistikstandorten.
Auch in Hochfeld, Wanheimerort und im Duisburger Süden entstehen bei Reparaturen und Modernisierungen metallische Reststoffe.
Die kommunale Sammlung ist damit nur ein Teil eines größeren regionalen Rohstoffkreislaufs.
Was bedeutet das für private Haushalte?
Wer in Duisburg alte Metallgegenstände entsorgen möchte, kann die kommunalen Annahmemöglichkeiten nutzen.
Dabei gelten die jeweiligen Bedingungen der Wirtschaftsbetriebe.
Nicht alle Abfallarten dürfen gemeinsam abgegeben werden.
Insbesondere Elektrogeräte, Batterien und gefährliche Abfälle benötigen geeignete Entsorgungswege.
Bei größeren Mengen verwertbarer Metalle kann auch ein gewerblicher Ankauf infrage kommen.
Das betrifft beispielsweise ausgebaute Kupferrohre, Messingarmaturen, Aluminiumprofile oder sortierten Kabelschrott.
Entscheidend ist, ob das Material für einen Ankauf geeignet ist und welche Menge vorliegt.
Gewerblicher Schrottankauf als ergänzende Dienstleistung
Neben der kommunalen Entsorgung arbeiten in Duisburg private Unternehmen, die sich auf den Ankauf und die Abholung geeigneter Metallbestände konzentrieren.
Ein Beispiel ist Schrottankauf Duisburg von Schrott Ideal.
Das Unternehmen bietet nach eigenen Angaben mobilen Metallankauf für Privatkunden, Handwerksbetriebe und gewerbliche Auftraggeber an.
Zum Angebot gehören Kupfer, Messing, Aluminium, Edelstahl, Kabelschrott und weitere verwertbare Metalle.
Abholungen werden in den sieben Duisburger Stadtbezirken vereinbart, darunter Walsum, Hamborn, Meiderich/Beeck, Homberg/Ruhrort/Baerl, Duisburg-Mitte, Rheinhausen und Duisburg-Süd.
Die Bewertung erfolgt nach Materialart, Gewicht, Reinheit und aktuellen Marktbedingungen.
Eine Beteiligung des Unternehmens am Vergabeverfahren der Wirtschaftsbetriebe Duisburg wird damit nicht behauptet.
Warum Wiegescheine wichtig sind
Die kommunalen Vergabeunterlagen enthalten konkrete Anforderungen an die Dokumentation der angelieferten Metallmengen.
Dazu gehören Angaben über das Datum der Anlieferung, das Fahrzeug, die Herkunft des Materials und die jeweilige Abfallart.
Auch Brutto- und Nettogewicht müssen nachvollziehbar erfasst werden.
Diese Daten bilden eine wichtige Grundlage für die Abrechnung.
Bei gewerblichen Metallgeschäften spielt die Dokumentation ebenfalls eine wesentliche Rolle.
Sie ermöglicht eine nachvollziehbare Zuordnung der Materialien und erleichtert die Kontrolle von Mengen und Zahlungen.
Recycling beginnt mit der richtigen Erfassung
Metalle können nach geeigneter Aufbereitung erneut als industrielle Rohstoffe eingesetzt werden.
Dafür müssen unterschiedliche Materialarten erkannt, sortiert und gegebenenfalls von Fremdstoffen getrennt werden.
Kupfer, Aluminium, Messing und Stahl besitzen unterschiedliche Eigenschaften und benötigen entsprechende Verarbeitungsschritte.
Eine getrennte Sammlung kann die anschließende Aufbereitung erleichtern.
Bei größeren Mengen lassen sich dadurch auch Transport und Lagerung besser organisieren.
Für Handwerksbetriebe und Unternehmen kann es deshalb sinnvoll sein, Metallreste bereits während laufender Arbeiten nach Sorten zu erfassen.
Kommunale und gewerbliche Verwertung unterscheiden sich
Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg übernehmen Aufgaben der kommunalen Abfallwirtschaft.
Gewerbliche Schrotthändler konzentrieren sich dagegen insbesondere auf die Erfassung und wirtschaftliche Bewertung geeigneter Metalle.
Beide Bereiche erfüllen unterschiedliche Funktionen.
Nicht jeder Gegenstand, den ein Recyclinghof annimmt, eignet sich für einen gewerblichen Metallankauf.
Umgekehrt können sortenreine Metallbestände für einen Verkauf interessant sein.
Welche Lösung sinnvoll ist, hängt vom Material, der Menge und den rechtlichen Rahmenbedingungen ab.
Ausblick auf die Jahre 2027 und 2028
Mit der ausgeschriebenen Verwertung für die kommenden beiden Jahre setzen die Wirtschaftsbetriebe auf eine organisierte Weiterbehandlung der gesammelten Metallmengen.
Die geschätzten 4.600 Tonnen verdeutlichen die Größenordnung des kommunalen Materialstroms.
Ob die tatsächlichen Mengen diesen Erwartungen entsprechen, wird sich erst während des Leistungszeitraums zeigen.
Für Duisburg bleibt die fachgerechte Metallverwertung jedenfalls ein wichtiger Bestandteil der Kreislaufwirtschaft.
Die Aufgabe besteht darin, vorhandene Rohstoffe möglichst sinnvoll zu erfassen, aufzubereiten und erneut nutzbar zu machen.
https://www.schrottankauf.org/schrottankauf-duisburg
Unternehmensinformation
Schrott Ideal bietet mobilen Schrottankauf und Altmetallabholung in Duisburg und weiteren Städten Nordrhein-Westfalens an. Das Unternehmen richtet sich an Privatpersonen, Handwerksbetriebe und gewerbliche Kunden.
Telefon: 0163 2283706
E-Mail: kontakt@schrottankauf.org
Quellen:
- Wirtschaftsbetriebe Duisburg AöR: Vergabeverfahren 2026-0439, Vermarktung, Vergütung und Verwertung von Metallschrott.
- Öffentliche Auftragsbekanntmachung vom Juli 2026 und Vergabebekanntmachung vom Oktober 2026.
