Dr. Caroline Dostal

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„Ich habe ein reines Gewissen“ sagt Jens Spahn im Interview mit Dunja Hayali. Im Raum stehen mehrere Milliarden Steuergelder, die im Rahmen der Maskenbeschaffung während der Pandemie vom damaligen Gesundheitsminister im Zweifel verschwendet wurden.

Wie es scheint, hat Herr Spahn seine Machtposition genutzt, um Deals zu machen, die sich jenseits der rechtmäßigen und üblichen Verwaltungswege bewegten. Sein Umgang mit Interessenkonflikten oder Fragen von Integrität erscheinen einem demokratischen Rechtsstaat nicht wirklich angemessen.

Das ist ein Problem, denn eine Demokratie, zumal eine Demokratie,  die wie aktuell massiv herausgefordert wird, braucht Menschen mit Haltung und Werten. Vor allem dann, wenn sich diese Menschen in Macht- und Entscheiderpositionen befinden. Denn an diesen Positionen haben sie vor allem auch eines: die Macht der Worte, die sie als prominente Rednerinnen und Redner nutzen können.

Der ehemalige Verfassungsrichter Ernst-Wolfgang Böckenförde sagte: „Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann.“

Das heißt: er kann nicht einfordern, Leute, seid religiös, Leute habt Anstand, Leute, denkt an unsere humanistischen Werte.

Womit man bei der wesentlichen Herausforderung ist, vor der jede Demokratie und die in ihr gemachte Politik steht:

Demokratie zu wollen und zu leben ist letztlich eine emotionale Entscheidung. Es ist eine Frage von eigener Haltung und Werten. Es ist die Lust, sich dem Leben aktiv zu stellen. Mit dem echt gemeinten Interesse an einer Gesellschaft, die alle mit gestalten können, jenseits von persönlich getriebenen Machtinteressen. Es ist die Freude, mit seinen Mitmenschen in den echten Austausch zu gehen.

Kurz: Demokratie und die Lust auf Freiheit und eigene Gestaltungsmacht ist eine Sache des Herzens. Eine gut funktionierende Demokratie ist daher existenziell auf Herzensbildung angewiesen.

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Seit der Deutschen Klassik ist die Herzensbildung in unserem Land allerdings weit in den Hintergrund gerückt. Der Duden definiert Herzensbildung als einen durch Erziehung erworbenen Besitz einer reichen und differenzierten Gefühls- und Empfindungsfähigkeit.

Und das ist genau das, was gerade fehlt und das ist fatal. In den Keynotes der mitreißenden Rednerin Dr. Caroline Dostal über Macht, Politik, Demokratie und Freiheit geht es daher genau darum: in ihren empowernden Vorträgen eröffnet sie die Dimension und vor allem die Bedeutung von Empathie, Emotion, emotionaler Intelligenz und damit Herzensbildung. Sie verdeutlicht, wie uns Herzensbildung ermöglicht, im guten Sinne Macht auszuüben. Vor allem auch in den Bereichen Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Herzensbildung ist gerade in herausfordernden Zeiten besonders wichtig, denn der gute Umgang mit Macht und der verantwortungsvolle Umgang mit Freiheit können nur gelingen, wenn wir mit dem Herzen dabei sind. Unser Verstand als alleiniger Kompassgeber ist in einer komplexen, herausfordernden und zunehmend von KI geprägten Welt nicht ausreichend.

Wir dürfen eines auf keinen Fall vergessen: unsere freiheitliche Demokratie, unser damit verbundene Rechtsstaat und gerade auch die in Deutschland aber auch Europa damit einhergehenden sozialen Standards sind unser wichtigstes Zukunftskapital. Vor allem dann, wenn wir nicht das Recht des Stärkeren und ausufernden Machtmissbrauch etablieren wollen. Wir sollten alles daran setzen, diese Standards zu erhalten und nicht denen zu opfern, die sich zu den Handlangern derer machen, die für eigene Machtinteressen unsere Demokratie zu Fall bringen wollen.

Wir gestalten heute die Welt von morgen. Es gibt viel Zukunftsweisendes zu tun. Also machen wir das doch einfach!

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Dr. jur. Caroline Dostal ist Keynote-Speakerin und Vortragsrednerin zu den Themen Macht, Demokratie, Politik und Freiheit. Im Sinne des Empowerments und der Future Skills spricht sie über Resilienz, Souveränität und Durchsetzungskraft und wie es gelingt, im Arbeits- und privaten Umfeld in herausfordernden Zeiten in die gute Richtung zu schauen.

Dabei greift sie auf einen reichen, praktisch erprobten Wissensschatz aus mehr als 20 Jahren (inter)nationaler Politik- und Verhandlungserfahrung zurück. Sie war als Französische Botschaftsrätin bei der OECD tätig, im Krisenmanagement der Bundesregierung während der Finanzkrise 2008, hat die Bundesregierung im Deutschen Bundestag vertreten und als Führungskraft ihre berufliche Laufbahn bei der NS-Verfolgtenentschädigung begonnen.

Caroline Dostal ist Juristin, Master of European Governance, Mediatorin, Psychotherapeutischer HP, Coach und Weltreisende.

Pressekontakt:

Dr. Caroline Dostal
E-Mail: office@carolinedostal.de
www.carolinedostal.de