Britta Kummer

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Spannend und mystisch geht es in „Mystica Venezia“ zu. Treffen die Prophezeiungen der Hexe ein? Existiert der uralte Orden noch? Eine spannende Geschichte, die einen Einblick in das Mittelalter und die Neuzeit gewährt.

Leseprobe:
Chiara fühlte die warmen Sonnenstrahlen auf ihrer Haut, trügerisch, verspielt, denn noch war der Sommer nicht da,
und dennoch genoss sie es und atmete die herbe Morgenluft in vollen Zügen.
Es war ein seltsamer Drang gewesen, in der Frühe schon hierher zu kommen, ein Drang, den sie in letzter Zeit öfter
verspürte. Friedliche Stille lag über dem Garten und dem Plateau mit der Staffelei. Mit zusammengezogenen Augenbrauen lauschte die blinde Malerin dem Vogelgezwitscher in den Bäumen, ein sanfter Windzug spielte mit ihren offenen braunen Haaren. So ruhig und harmonisch schien alles in diesem Moment. Langsam und mit einer Sicherheit, wie sie nur Menschen zuteil ist, die schon lange nicht mehr sehen können, griff sie nach einem Pinsel. Vor ihr auf dem kleinen Tisch neben der Staffelei waren die Farbtöpfe in ordentlicher Reihe nebeneinander aufgebaut. Doch noch wartete sie, das Gesicht mit der schmalen Nase witternd in die Luft erhoben, mit geschlossenen Augen.
Und plötzlich entstand ein Bild vor ihrem inneren Auge. Sie ließ es auf sich wirken, in jeder Facette. Dann nach geraumer Zeit nickte sie zustimmend mit dem Kopf und tauchte den Pinsel zielsicher in einen Topf mit roter Gouachefarbe. Pinselstrich um Pinselstrich übertrug sie das, was sie sah, auf die grundierte Leinwand. Chiara war in ihr Bild versunken.
Für kurze Zeit verdunkelte eine Wolke das Sonnenlicht, und die junge Künstlerin zog fröstelnd ihre Schultern hoch.
Sie arbeitete konzentriert und hörte auch nicht damit auf, als das Hausmädchen vor die Tür trat und zum Mittagessen rief. Sie wollte und musste die Inspiration jetzt nutzen.
Erst als sich Schritte näherten, hob sie zögernd den Kopf.
„Vater?”
„Ja, Chiara, ich wollte …” Die Worte erstarben auf seinen Lippen. Fassungslos schaute er auf die Leinwand. Es war wieder diese seltsame Mauer dort unten mit dem Zeichen zu sehen, die seine Tochter schon einmal gemalt hatte.
Aber diesmal war das Bild mehr als beunruhigend. Etwas Dunkles durchbrach die Mauer von der anderen Seite, eine wabernde Masse, die etwas zutiefst Bedrohliches an sich hatte…
© Christine Erdiç

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Buchbeschreibung:
Eine verschwundene Braut, ein Sensenmann als Gondoliere, eine blinde Malerin, ein seltsames Zeichen an einer Mauer und ein geheimnisvoller Orden, Guido hat sich seine Hochzeitsreise nach Venedig dann doch etwas anders vorgestellt. Verzweifelt macht er sich gemeinsam mit seiner Schwägerin Ana Karina in den Wirren des Karnevals, der durch die engen Gassen der Lagunenstadt tobt, auf die fast aussichtslose Suche nach Christina Maria und stößt dabei auf eine uralte Legende.

Zum Buch geht es hier:
https://www.karinaverlag.at/p/mystica-venezia/

Produktinformation:
Taschenbuch: 264 Seiten
ISBN-13: 978-3903056701
Auch als E-Book erhältlich!

Mehr über die Autorin unter:
http://christineerdic.jimdofree.com/
https://literatur-reisetipps.blogspot.de/

Firmeninformation:
Britta Kummer wurde 1970 in Hagen (NRW) geboren. Heute lebt sie im schönen Ennepetal und ist gelernte Versicherungskauffrau.
Die Freude am Schreiben hat sie im Jahre 2007 entdeckt und seit dieser Zeit bestimmt es ihr Leben.
Sie schreibt Kinder-, Jugend- und Kochbücher. Zusätzlich gibt es auch zwei Bücher zum Thema MS. Diese sind aber keine Fachbücher über die Krankheit MS (Multiple Sklerose), sondern die MS-Geschichte der Autorin.
https://brittasbuecher.jimdofree.com/