Runderneuerte Reifen – ein Muss für kommunale Entsorgungsbetriebe wie die GOA
Willich/Mögglingen, 12. August 2025. Die Gesellschaft im Ostalbkreis für Abfall-bewirtschaftung mbH (GOA) ist seit 1992 ein starker, zertifizierter Partner für die vorbildliche Abfallbewirtschaftung. Ganz im Sinne des Kreislaufwirt¬schaftsgesetzes versteht die GOA Abfälle als Rohstoff und trägt mit der umwelt¬gerechten Einsammlung und Entsorgung von Haushaltsmüll, Sperrmüll und Altmetall zur Schonung der natürlichen Ressourcen bei. Ein eindrucks¬volles Beispiel für diese ganzheitliche Denkweise ist der konsequente Einsatz runderneuerter Reifen im gesamten Fuhrpark der GOA – mittlerweile rund 120 Fahrzeuge stark. Alle Fahrzeuge fahren sicher und zuverlässig auf runderneuerten Reifen – für GOA-Geschäftsführer Siegfried Gstöttner eine Selbstverständlichkeit: „Als kommunaler Entsorgungsbetrieb sehen wir uns in einer Vorbildfunktion. Wo immer wir Abfall vermeiden können, tun wir das konsequent.“
Die GOA geht bereits seit 1992 täglich mit gutem Beispiel, vollem Einsatz und frischen Ideen voran. Das Unternehmen unterstützt Menschen in der Region Ostalb im Süden Deutschlands dabei, Abfälle aller Art der umweltgerechten Entsorgung und Weiterverwertung zuzuführen. Grün- und Bioabfälle, Wert- und Schadstoffe werden zuverlässig separiert und der bestmöglichen nachhaltigen Weiterverarbeitung zugeführt. Mit ihren Dienstleistungen für Privathaushalte, Industrie und Gewerbe sorgt die GOA für eine saubere Umwelt und leistet in der Region Ostalb einen wertvollen Beitrag für ein besseres Leben.
Runderneuerte Reifen – für kommunale Entsorgungsbetriebe eigentlich ein Muss
Auch bei der nachhaltigen Bereifung der rund 120 Fahrzeuge des eigenen Fuhrparks mit runderneuerten Reifen geht die GOA ökologisch vorbildlich und klimagerecht voran. Runderneuerte Reifen sind keine neue Erfindung – die in Deutschland entwickelte Technologie existiert seit über 100 Jahren. Der wesentliche Bestandteil des Reifens, die sogenannte Karkasse, wird nach Abnutzung des Profils abgeraut und durch einen neuen Profilstreifen ersetzt. Dieser wird im Runderneuerungsprozess nach gründlicher Prüfung aufgebracht und per Vulkanisation fest verbunden.
Dieser Prozess kann bei Nutzfahrzeugreifen bis zu dreimal durchgeführt werden. Das spart wertvolle Ressourcen und Energie, reduziert CO₂-Emissionen um bis zu 63 % und vermeidet tonnenweise Abfall. Die Ökobilanz der Runderneuerung wurde 2022 vom Fraunhofer-Institut UMSICHT in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt erstellt.
AZuR-Interview mit Siegfried Gstöttner, Geschäftsführer der GOA
AZuR: Herr Gstöttner, die GOA setzt schon seit vielen Jahren auf runderneuerte Reifen – und das, lange bevor Kreislaufwirtschaft ein politisches Schlagwort wurde. Was war der Beweggrund?Siegfried Gstöttner: Als kommunaler Entsorgungsbetrieb sehen wir uns in einer Vorbildfunktion. Wo immer wir Abfall vermeiden können, tun wir das konsequent. Runderneuerte Reifen sind für uns daher keine Option, sondern eine Selbstverständlichkeit.
AZuR: Wie ist die Nutzung im Betrieb konkret organisiert?
Siegfried Gstöttner: Unser Fuhrparkleiter ist dafür verantwortlich, dass die Reifen auf den 120 Fahrzeugen regelmäßig geprüft werden. Sobald die Restprofiltiefe erreicht ist, werden die Reifen demontiert und durch runderneuerte ersetzt. Die abgefahrenen Reifen werden gesammelt und zu unserem Runderneuerungspartner RIGDON in Günzburg gebracht. Idealerweise holen unsere Fahrer dort bei der nächsten Tour die bereits runderneuerten Reifen der letzten Charge ab – so optimieren wir sogar die Logistik.
AZuR: Können alle Reifen grundsätzlich runderneuert werden?
Siegfried Gstöttner: In der Regel lassen sich Karkassen ein- bis zweimal runderneuern. RIGDON prüft jede einzelne sorgfältig. Nur wenn die Karkasse einwandfrei ist, wird sie weiterverwendet. Ungeeignete Reifen führen wir der mechanischen Verwertung zu.
AZuR: Wie schneiden runderneuerte Reifen im Vergleich zu Neureifen hinsichtlich Laufleistung ab?
Siegfried Gstöttner: Unsere Erfahrungswerte sind durchweg positiv. Da Neufahrzeuge ab Werk mit Neureifen ausgeliefert werden, können wir sehr gut vergleichen – und stellen keinen Unterschied bei Laufleistung oder Qualität fest.
AZuR: Setzen Sie runderneuerte Reifen mittlerweile auf allen Achsen ein?
Siegfried Gstöttner: Ja, inzwischen auf allen Achsen – auch auf der Lenkachse. Früher wurde davon abgeraten, aber das war eher eine historische Vorsichtsmaßnahme. Seit rund zwei Jahren nutzen wir runderneuerte Reifen auf allen Achspositionen und haben keinerlei Probleme.
AZuR: Die Fraunhofer-Studie zeigt: Runderneuerte Reifen sind ein ökologisch und technologisch sinnvolles Produkt. Doch wie sieht es mit der Wirtschaftlichkeit aus?
Siegfried Gstöttner: Auch ökonomisch ist das Modell sehr attraktiv. Wenn wir hochwertige Basisreifen verwenden, die ein- bis zweimal runderneuert werden können, sparen wir pro Reifen rund 90 Euro. Zudem vermeiden wir Entsorgungskosten. Bei der Anzahl an Reifen, die wir jährlich im Einsatz haben, summiert sich das zu einer erheblichen Einsparung.
AZuR: Ein überzeugendes Modell also – sowohl ökologisch als auch ökonomisch. Vielen Dank für das Gespräch.
Runderneuerung erfüllt hohe Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen
Bei der Runderneuerung werden mit Hightech-Maschinen nur die Lauffläche und die Seitenwände des hochwertigen Reifenunterbaus (Karkasse) mit Gummimischungen hoher Qualität erneuert. Runderneuerte Reifen werden für fast alle Fahrzeugarten und Einsatzbereiche hergestellt. Ihre Laufflächenprofile entsprechen denen von Neureifen. Sie durchlaufen zahlreiche Sicherheits- und Qualitätskontrollen und erfüllen die hohen Anforderungen der ECE R109/108. Die Profilvarianten decken alle Einsatzbereiche und Achspositionen ab. Reifen für Nfz können bis zu dreimal runderneuert werden und
senken die Reifen-Betriebskosten um bis zu 30%.
Über die Allianz Zukunft Reifen (AZuR)
AZuR engagiert sich seit dem Jahr 2020 europaweit für eine nachhaltige Reifen-Kreislaufwirtschaft. Gebrauchte Reifen sollen möglichst zu 100 Prozent wiederverwendet oder verwertet werden, um Abfälle zu vermeiden, CO2-Emissionen zu senken, natürliche Ressourcen zu schonen und Mensch wie Umwelt zu schützen.
Über 90 AZuR-Partner aus Industrie, Mittelstand, Handel und Wissenschaft decken alle Sektoren der nachhaltigen Circular Economy von Reifen ab – von der nachhaltigen Neureifen-Herstellung und zertifizierten Sammlung gebrauchter Reifen über die Reparatur und Runderneuerung von Pkw- und Nfz-Reifen, bis hin zur stofflichen und chemischen Verwertung der in Altreifen enthaltenen Rohstoffe.
Im interdisziplinären Teamwork werden neue Wege und Lösungen für einen ökologisch wie ökonomisch sinnvollen Reifen-Kreislauf entwickelt. Dabei kommt den Universitäten im AZuR-Netzwerk eine besondere Bedeutung zu. Diese liefern mit wissenschaftlich fundierten Studien und Forschungen wertvolle Impulse, um den Stoffkreislauf zu schließen.
Im November 2023 erhielt AZuR für die Studie zur positiven Ökobilanz der Runderneuerung den „Europäischen Transportpreis für Nachhaltigkeit 2024“. AZuR-Netzwerk-Koordinatorin Christina Guth wurde mit dem Recircle Award 2025 in der Kategorie Women’s Award for the Tyre Retreading Sector ausgezeichnet. Mehr über AZuR: https://azur-netzwerk.de
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GOA-Geschäftsführer Siegfried Gstöttner (links im Bild): „Als kommunaler Entsorgungsbetrieb sehen wir uns in einer Vorbildfunktion. Wo immer wir Abfall vermeiden können, tun wir das konsequent. Runderneuerte Reifen sind für uns daher keine Option, sondern eine Selbstverständlichkeit. Und unsere Erfahrungswerte sind durchweg positiv.“ Bild: GOA.
