Eberhard Seiffe

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Paukenschlag zur Neugründung: Liberale Senioren im Rhein-Sieg-Kreis formieren sich – und fordern per Sofort-Initiative das Ende der Hitze-Doppelmoral in Pflegeheimen

KÖNIGSWINTER / RHEIN-SIEG-KREIS. Der Rhein-Sieg-Kreis ist um eine starke liberale Stimme reicher: Am heutigen Mittwoch haben sich in Königswinter die Liberalen Senioren (LiS) Rhein-Sieg offiziell als neuer Kreisverband gegründet. Die neue Vorfeldorganisation der FDP will künftig die Interessen der älteren Generation im Kreis konsequent vertreten. Doch statt sich bei der Gründung mit reinen Personaldebatten aufzuhalten, setzt der frisch gewählte Vorstand sofort ein dickes inhaltliches Ausrufezeichen.

Mit einer direkt verabschiedeten politischen Initiative fordert der Kreisverband den FDP-Landesverband sowie die FDP-Landtagsfraktion in Düsseldorf zu einer radikalen Kehrtwende beim Hitzeschutz im Gesundheitswesen auf. Hintergrund sind die dramatischen Vorfälle der Rekord-Hitzewelle vor einer Woche, bei der auch in Nordrhein-Westfalen unklimatisierte Pflegeheime evakuiert werden mussten.

 

„Menschenwürde ist nicht verhandelbar“

 

„Hitzeschutz für Pflegebedürftige und Patienten ist für uns keine wohlfeile soziale Geste, sondern eine Kernfrage der persönlichen Freiheit und der verfassungsmäßigen Menschenwürde“, erklärt der neugewählte Vorstand der Liberalen Senioren Rhein-Sieg. „Es ist unerträglich, dass der Staat private Heimbetreiber mit drakonischen Haftungsdrohungen überzieht, wenn Bewohner in überhitzten Zimmern kollabieren, die Einrichtungen im bürokratischen Dickicht von Bau-, Steuer-und Denkmalschutzrecht aber völlig allein lässt. Diese staatliche Doppelmoral muss enden.“

 

Die Liberalen Senioren fordern in ihrem Gründungsantrag die gesetzliche Verankerung einer maximal zulässigen Raumtemperatur von 26 Grad Celsius im Wohn- und Teilhabegesetz (WTG NRW) – formuliert als technologieoffenes Schutzziel. Wie die Betreiber dies lösen (ob über klassische Klimaanlagen, Wärmepumpen oder moderne Erdwärmekühlung), soll dem Markt und dem Erfindergeist überlassen bleiben. Um den Umbau im Rhein-Sieg-Kreis und in ganz NRW massiv zu beschleunigen, fordert die LiS ein radikales bürokratisches „Fast-Track-Verfahren“ für Genehmigungen sowie steuerliche Erleichterungen wie eine bundesweite 50-prozentige Super-Abschreibung für resiliente Kühlsysteme.

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Staat muss bei eigenen Kliniken vorangehen

 

Gleichzeitig nimmt die Initiative das Land NRW als Eigentümer in die Pflicht. Über ein

„Sofortprogramm Landesklimatisierung“ sollen alle landeseigenen Einrichtungen – wie Universitätskliniken, Landeskrankenhäuser und der Justizvollzug – unverzüglich mit sauberer, solarbetriebener Kühltechnik nachgerüstet werden. Das Geld hierfür sei vorhanden und müsse aus

 

dem dem Land zustehenden Anteil des 100-Milliarden-Infrastruktur-Sondervermögens des Bundes umgeschichtet werden.

 

Auch vor Ort im Rhein-Sieg-Kreis sieht die LiS akuten Handlungsbedarf. Da der Kreis über die Heimaufsicht (WTG-Behörde) die Aufsicht über die rund 45 Pflegeheime im Kreisgebiet führt, fordern die Liberalen Senioren hier ein radikales Umdenken: ‚Die Heimaufsicht muss vom bürokratischen Kontrollmonster zum unterstützenden Schutzorgan werden‘, so der neugewählte Vorstand. Statt Pflegekräfte mit Dokumentationspflichten zu belasten, müsse die Behörde den Heimen bei der unbürokratischen Umsetzung von Kühlmaßnahmen helfen. Zudem fordert der Kreisverband Landrat Sebastian Schuster (CDU) auf, über den Katastrophenschutz des Kreises ein Notfall-Lager für mobile Kühlgeräte einzurichten, um im Ernstfall Heime im Kreisgebiet aktiv unterstützen zu können, statt hilflos auf Evakuierungen warten zu müssen.“ [1, 2]

 

„Gerade bei uns im Rhein-Sieg-Kreis mit seiner alternden Bevölkerung im ländlichen und städtischen Raum brauchen wir endlich Taten statt leerer politischer Hitze-Leitfäden“, so der Vorstand abschließend. „Wir widmen diesen Antrag der Gründung unseres Kreisverbandes als inhaltliches Fundament. Wir werden als Liberale Senioren keine Ruhe geben, bis die FDP-Fraktion diesen Vorstoß im Düsseldorfer Landtag zur Abstimmung stellt. Wer Leben schützen will, muss Investitionen entfesseln, statt den Mangel ideologisch zu verwalten.“

Der neue Vorstand wurde im Rahmen der Gründungsversammlung am Mittwoch, 8. Juli 2026 in Königswinter gewählt: Er besteht aus der Vorsitzenden Rosemarie Benn, dem Stellvertreter Peter Aßmann und dem Schriftführer Eberhard Seiffe.

 

 

Über die Liberalen Senioren (LiS):

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Die Liberalen Senioren sind die Vertretung der älteren Generation innerhalb der FDP-Familie. Sie setzen sich für ein selbstbestimmtes Leben im Alter, Generationengerechtigkeit, den Abbau von Altersdiskriminierung und die Nutzung des Erfahrungsschatzes älterer Menschen in Wirtschaft und Gesellschaft ein.

Pressekontakt und Rückfragen:

Liberale Senioren (LiS) Rhein-Sieg

Ansprechpartner:

Vorsitzende:           Rosemarie Benn,   +49 152 33574434, fdp-benn@web.de

Pressesprecher:     Eberhard Seiffe,     +49 163 2345528,   fdp.seiffe@web.de