Arbeiten mit den Werkzeugen der Natur: mit Bakterien, Enzymen und Sauerstoff

Gewässer nachhaltig sanieren, Klärteiche entschlammen

Zubereitete Bakterien und Enzyme werden 2023 für die Behandlung des Horlachgrabens verladen (Bildquelle: BluePlanet Germany GmbH)

“Die nachgewiesene Schlammreduktion umfasste mehr als das Doppelte der im Rahmen des Pilotprojektes angestrebten Reduktion von 20 cm Schlamm”, schreibt das Ingenieurbüro BGS Wasser im Monitoringbericht zum Pilotprojekt der Gewässersanierung des Horlachgraben, Becken 5, in Rüsselsheim. Innerhalb von anderthalb Monaten, in denen die Wirksamkeit des Verfahrens der BluePlanet Germany nachgewiesen werden sollte, wurden 45 cm des Schlammes abgebaut. In der Zusammenfassung des Berichtes schreibt die BGS Wasser weiter: “Unter dem Vorbehalt, dass sich das Makrozoobenthos nicht nachhaltig negativ verändert hat (wovon im Moment nicht auszugehen ist), kann die Behandlung mit Bakterien an den anderen Becken des Horlachgrabens auch in finanzieller Hinsicht empfohlen werden.” Für 2024 plant die Stadt Rüsselsheim, die Becken 1 bis 3 des Horlachgrabens mit dem rein biologischen Verfahren der BluePlanet Germany GmbH zu entschlammen. Die Einsparung beträgt mehrere Millionen Euro bei einem gleichzeitig schonenden Umgang mit Flora und Fauna. Es ist keine schwere Technik wie Bagger notwendig, eine Entsorgung der Schlämme ist nicht erforderlich. Zum Einsatz kommen ausschließlich Bakterien, Enzyme und Sauerstoff in Form von Nanobubbels. “Während der Behandlung der drei Becken von Anfang Mai bis Ende September ist eine enge Zusammenarbeit mit der Hochschule RheinMain geplant”, berichtet Uwe E. Nimmrichter, Geschäftsführer der BluePlanet Germany GmbH, und betont gleichzeitig: “Die Zusammenarbeit mit Universitäten und Hochschulen ist uns ein wichtiges Anliegen. Möglicherweise entsteht eine Bachelor- oder Masterarbeit zu unserem Verfahren und zur Behandlung des Horlachgrabens in Rüsselsheim.”

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Fortgesetzt werden ebenfalls die Arbeiten zur Entschlammung von Klärteichanlagen in Schleswig-Holstein. Nach dem erfolgreichen Auftakt in Ulsnis mit einer Schlammreduktion von bis zu 78 % im vergangenen Jahr gibt es zahlreiche Kommunen und Abwasserzweckverbände, die das Verfahren ebenfalls nutzen und den Abwasserkunden hohe Kosten für eine mechanische Entschlammung sparen möchten. Bei den Projekten ist eine umfassende Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Hamburg und mit dem Landesamt für Umwelt geplant. Die Entschlammung wird von einem umfangreichen Beprobungs- und Analysekonzept begleitet.

Ende vergangenen und Anfang dieses Jahres hat die BluePlanet Germany GmbH zwei Webinare zur nachhaltigen Gewässersanierung durchgeführt. Mehr als 200 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz waren dabei, als Dr. Thomas Fester, Heiner Dominick und Uwe E. Nimmrichter das in Deutschland noch weitgehend unbekannte Verfahren anhand von zahlreichen Beispielen vorstellten. Von beiden Veranstaltungen stehen Aufzeichnungen im Webinarportal www.landwirtschaft.edudip.com zur Verfügung.

Die BluePlanet Germany GmbH kümmert sich um Lösungen für die Abwasserbehandlung, Schadstoffsanierung, für die Landwirtschaft und Aquakulturen bei einer deutlichen Senkung der Kosten. Zum Einsatz kommen Bakterien, Enzyme und Sauerstoff, um gesunde Pflanzen wachsen zu lassen, Teiche und Seen zu reinigen, Böden zu sanieren und Klärschlämme deutlich zu reduzieren. Die Technologie ist einzigartig in Europa. Im Mittelpunkt stehen Systemlösungen für die Wiederherstellung der natürlichen Gleichgewichte und der natürlichen Funktionen im Boden und im Wasser. Grundlage sind das Wissen und die Erfahrungen von Experten aus fünf Kontinenten.

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