Marlo Friederike Wulf

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Steigender Strombedarf durch KI – mechanische und elektrische Defekte bleiben die größten Schadenursachen

FRANKFURT A.M. / JOHNSTON, R.I., USA, 15. Juli 2026 – Alternde Anlagen, lange Wiederbeschaffungszeiten und verschiedene Schwachstellen im Risikomanagement gefährden nach einem neuen Bericht des Industriesachversicherers FM die zuverlässige Deckung des weltweit steigenden Strombedarfs, der durch KI-Rechenzentren und die fortschreitende Elektrifizierung angetrieben wird.

Der Bericht „Energieerzeugung im Fokus: Schadentrends und prädiktive Analysen“ beschreibt die größten Schwachstellen von Systemen für die Energieerzeugung, die häufigsten Schadenursachen sowie bewährte Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz.

„Die Energieerzeugung ist eine tragende Säule der US-amerikanischen und der globalen Sicherheit“, so Stuart Keller, Chief Engineer bei FM. „Schäden in diesem Sektor wirken sich weit über einzelne Anlagen hinaus aus und beeinflussen die gesamtwirtschaftliche Leistungsfähigkeit, die Energieversorgung und die Resilienz kritischer Infrastrukturen. Mit steigender Nachfrage und zunehmender Systemkomplexität sind die Aufrechterhaltung der betrieblichen Effizienz und ein proaktives Risikomanagement entscheidend.“

Wo die größten Schwachstellen liegen

Mechanische und elektrische Defekte sind die wesentlichen Schadenursachen in der Energieerzeugung. Laut dem Bericht entfallen auf sie mehr als 70 % aller Schäden sowie jährlich über 80 % der gesamten finanziellen Auswirkungen in diesem Sektor. Gasturbinen stellen im Bereich der Energieerzeugung die größte einzelne Quelle von Sachschäden dar. Gasturbinen und Transformatoren zählen zu den wichtigsten Treibern von Schäden durch Betriebsunterbrechungen. Für Ersatzaggregate müssen Unternehmen häufig mit Lieferzeiten von mehreren Jahren rechnen.

Der Bericht basiert auf Schadendaten von FM Kunden aus der Energieerzeugung, die über einen Zeitraum von sieben Jahrzehnten erhoben wurden.

Allein zwischen 2021 und 2025 verzeichneten FM Kunden 427 Schäden in der Energieerzeugung mit einem Bruttoschadenvolumen von rund 3,7 Mrd. USD. Dampf- und Gasturbinen erwiesen sich dabei durchgängig als die schwerwiegendsten und kostenintensivsten Schadenquellen.

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Zu den Ursachen für Schäden zählen unter anderem:

  • Brände infolge elektrischer und mechanischer Defekte oder Heißarbeiten
  • Hohe Belastung von Transformatoren, Schaltanlagen und Kühlsystemen in KI-Rechenzentren durch konzentrierte Hochlastdichten
  • Betriebsunterbrechungen infolge der Abhängigkeit von einzelnen kritischen Anlagenkomponenten, deren Ersatz Jahre dauern kann

Auswirkungen der Schadenverhütung

Mehr als ein Viertel der Schäden von FM Kunden (rund 27 %) entfällt auf die 2 % der Kundenstandorte, die bereits zuvor als besonders schadengefährdet identifiziert worden waren. Um solche Schäden zu vermeiden, unterstützt FM seine Kunden mit strategischer Risikomanagement-Beratung auf Basis von Forschung, Engineering-Expertise, Standortbegehungen, enger OEM-Zusammenarbeit sowie Schadendaten und prädiktiven Analysen.

Der Bericht verdeutlicht zudem den geschäftlichen Mehrwert eines vorausschauenden Risikomanagements. Hierzu gehören proaktive Inspektionen, Prüfungen, Zustandsüberwachung, Instandhaltung, Ordnung und Sauberkeit sowie eine wirksame Notfallplanung und szenariobasierte Schulungen.

„Unsere Erfahrungen zeigen eindeutig, dass proaktive Schadenverhütung nicht nur die Anzahl der Schäden, sondern auch deren Schwere deutlich reduziert“, so Keller. „Unternehmen stärken dadurch nicht nur ihre operative Resilienz, sondern sichern zugleich ihre langfristige Zuverlässigkeit und Rentabilität.“

Den vollständigen Bericht finden Sie auf der Website von FM.

 

Über FM

FM ist ein führender Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit und wurde vor fast zweihundert Jahren gegründet. Seit nahezu fünfzig Jahren verfügt das Unternehmen über eine Niederlassung in Deutschland. Das Kapital, die wissenschaftliche Forschung und das umfangreiche Fachwissen der Versicherung im Bereich Engineering dienen ausschließlich dem Risikomanagement und der Resilienz der Kunden des Unternehmens, die zugleich Miteigentümer von FM sind. Sie teilen dessen Meinung, dass die meisten Schäden vermeidbar sind. Zu den Versicherungsnehmern zählen viele der weltweit größten Organisationen, u. a. ein Viertel der Fortune-500-Unternehmen. Sie kooperieren mit FM, um ein besseres Verständnis für die Gefahren zu erlangen, die ihren Geschäftsbetrieb beeinträchtigen könnten, und um kosteneffektive Entscheidungen in Bezug auf ihr Risikomanagement treffen zu können, die auf einer Kombination aus Schadenverhütung und Versicherungsschutz beruhen.

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