Endlich wieder genießen

Gute Nerven statt nervöse Essstörung

Endlich wieder genießen

Foto: Plassen-Verlag (No. 6011)

sup.- Richtig essen zu wollen, kann zur Verzweiflung führen. Eine inflationäre Ernährungs-Aufklärung verdirbt vielen Menschen den Appetit. Cholesterin in Eiern, so wurde jahrelang behauptet, kann zum frühen Tod führen. Inzwischen gibt es mangels wissenschaftlicher Beweise Entwarnung. Fleisch soll aggressiv und Weizen dumm machen. Fett, Salz und Zucker sollen die Gesundheit gefährden. Dann gibt es die vielen Intoleranzen: gegen Laktose, Histamine, Gluten. Sollen wir vegetarisch essen oder eine Paleo-Diät machen wie in der Steinzeit? Und gibt es bald vielleicht auch noch Lebensmittel-Ampeln und Strafsteuern für verdächtige Produkte?

Das Lebensmittelangebot in Deutschland war nie zuvor so vielfältig und auf so hohem Qualitätsniveau. Eigentlich geht es uns gut. Aber die Verunsicherung raubt die Freude am Essen. Die Fixierung auf ein vermeintlich gesundes und moralisch korrektes Essen kann dabei zwanghafte Züge annehmen. Orthorexia nervosa heißt die Krankheit, deren Zunahme die Mediziner seit Jahren beobachten. Eigentlich ist es eine Angststörung, nämlich die irrationale Angst um die Gesundheit, die zur tatsächlichen Essstörung wird.

Beruhigung für die Nerven bringt jetzt ein Buch, das über die Hintergründe von Organisationen und angeblichen Experten informiert, die immer wieder mit neuen Angriffen auf die Nahrungsmittel die Freude am Essen nehmen. In „Schluss mit Essverboten“ (Plassen-Verlag) macht der Publizist Detlef Brendel transparent, welche Absichten und Umsatzinteressen hinter vielen Ratschlägen, Forderungen und Empfehlungen stehen. Der permanente Psychostress der Ernährungsattacken, um einen gewaltigen Markt in Schwung zu halten, wird nicht gebraucht. Das zu wissen, beruhigt die Nerven und macht wieder Appetit auf Genuss. Dabei gilt immer noch das unstrittige Konzept der Ernährungswissenschaft: Ausgewogen und vielseitig essen und dabei auf eine gute Balance zwischen den aufgenommenen Kalorien und dem Verbrauch durch körperliche Aktivität achten.

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Redaktion Andreas Uebbing

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