Web Push Notifications ist eine Opt-In-Technologie mit Zukunft, weil man dem Kunden die Entscheidung überlässt, ob er informiert werden möchte oder nicht. Bunte und blinkende Werbebanner oder Popups zeigen heute oft keine Wirkung mehr – zu aufdringlich, zu undifferenziert, zu unpersönlich. Die Web-Push-Benachrichtigung kann hier auftrumpfen, vorausgesetzt die marktbestimmenden Webbrowser unterstützen die Push API – und das tun sie auch. Die Frage ist aber wie?
Richtig eingesetzt haben Web-Push-Benachrichtigungen das Potenzial sogar das E-Mail Marketing zu ersetzen oder wenigstens es signifikant zu erweitern. Die großen datenschutzrechtlichen Vorteile gegenüber Opt-Out-Verfahren mit Cookies, mit denen man die Kunden im Internet verfolgt bzw. private Daten sammelt und speichert, um Kundenprofile zu erstellen, liegen klar auf der Hand. Die „Belohnung“ dafür sind sehr hohe Klickraten und eine wesentlich höhere Akzeptanz.
Ein sehr interessanter Vergleich ist die Implementierung der Push API in Google Chrome und in Firefox. Viele surfen im Internet im Inkognitomodus (Chrome) oder im Privatmodus (Firefox). Damit speichern die Browser keine Cookies und andere Webinhalte, die für eine Profilerstellung oder gezielte Werbung erforderlich sind. Ein Blockieren der Web-Push-Benachrichtigung als Opt-In-Technologie dürfte davon ausgenommen werden, da der Kunde jedes Mal selbst entscheiden kann, ob er die Nachricht sehen will oder nicht. Während Firefox im Privatmodus die Benachrichtigungen erlaubt, blockiert Chrome im Inkognitomodus komplett die Benachrichtigung und stellt diese Technologie der Opt-Out-Technologien gleich. Warum? Vielleicht weil Web Push Notifications bereits eine potenzielle Gefahr für die bezahlte Werbung sind?
Priv.-Doz. Dr. Dimiter Nasev
Dr. Nasev RTC
Hauptstraße 182
D-79576 Weil am Rhein
Tel.: +49 1577 7295981
contact@next-rtc.com
www.next-rtc.com
