Snus stammt aus Schweden und bezeichnet rauchfreien Tabak zur oralen Anwendung. Diesen Tabak gibt es in Portionen oder lose.

Snus stammt aus Schweden und bezeichnet rauchfreien Tabak zur oralen Anwendung. Diesen Tabak gibt es in Portionen oder lose. Der Snus wird unter die Oberlippe gelegt. Wer den losen Tabak verwendet, entscheidet selbst, wie groß und wie stark die Portion sein soll. Beim losen Snus wird die gewünschte Menge Tabak aus der Dose entnommen und eine sogenannte Prilla geformt. Diese bezeichnet eine kleine Portion, welche ebenfalls unter der Oberlippe platziert wird. Wichtig zu wissen ist, dass Snus weder gekaut noch ausgespuckt wird. Der Export von Snus ist durch die Gesetzgebung der EU offiziell verboten. Die Alternative sind Chewing Bags. Bei der Herstellung von Chewing Bags werden die Tabakblätter geschnitten, bei Snus werden sie gemahlen.

Die Geschichte des Snus

Anfang des 19. Jahrhunderts wurde in Schweden Tabak mit Aromen, Salz und Wasser gemischt. Dieses Produkt wurde unter der Oberlippe befestigt. Vor 200 Jahren wurde in Schweden hochwertiger Tabak angebaut. Die Qualität des Tabaks und der Wunsch nach einem leistbaren Produkt führten zur Entstehung von Snus. Da der schwedische Tabak leicht krümelte, wenn man ihn zu Kautabak verarbeitete, wurde versucht, ihn zu Pulver zu zermahlen und mit Wasser zu vermischen. Schließlich kam Salz für die bessere Haltbarkeit und Aromen für den besseren Geschmack dazu. Vor etwa 200 Jahren war Snus vor allem in der Mittel- und Oberschicht nicht sehr beliebt. Zur Klasse eines Gentlemans gehörte es, nach wie vor Tabak zu rauchen. Erst in den 60iger Jahren wurde aufgrund der gesundheitlichen Risiken Snus eine akzeptable Alternative zum herkömmlichen Tabak.

Snus und seine tabakfreie Alternative

Die Zutaten sind noch immer die gleichen, damals wie heute. Das Herstellungsverfahren hat sich allerdings verfeinert. Snus-Hersteller verwenden den besten Tabak, um ein hochwertiges Snus zu kreieren. Eine Revolution war die Erfindung der sogenannten Nicotine Pouches. Diese stellen die tabakfreie Variante des Snus dar. Snus und Nicotine Pouches sind die rauchfreie Alternative zu herkömmlichen Tabakprodukten. Wer jedoch ganz tabakfrei genießen möchte, sollte sich die Nicotine Pouches einmal genauer anschauen. Anstatt Tabak sind Nicotine Pouches mit Pflanzenfasern gefüllt. Da Nicotine Pouches den traditionellen Tabakgeschmack eines Snus nicht aufweisen, gibt es unendlich viele Aromen und Geschmacksrichtungen. Nicotine Pouches gibt es auch in vielen unterschiedlichen Stärken.

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Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Nicotine Pouches und Snus

Grundsätzlich gilt, dass im schwedischen Snus der Tabak den Grundbestandteil darstellt. Je nach Sorte kommt das Nikotin in den Tabakblättern von 0,5 Prozent bis 7,5 Prozent vor. Das Nikotin wird aus der Nicaciana tabacum-Pflanze gewonnen. Die Bestandteile der Nicotine Pouches sind Nikotin, Naturfasern, frische Aromen und ein kleiner Anteil an Kaugummibasis. Im Gegensatz zum schwedischen Snus sind die Nicotine Pouches tabakfrei, sie verfärben die Zähne nicht und weisen eine längere Haltbarkeit auf. Nicotine Pouches werden, wie Snus, unter der Oberlippe fixiert. Das Nikotin wird wie beim Snus oral über die Mundschleimhaut aufgenommen. Snus und Nicotine Pouches werden für 15 bis 60 Minuten im Mund behalten. Nach dieser Zeitspanne werden die Aromen und Wirkung allmählich schwächer.

Die Wirkung von Snus und von Nicotine Pouches

Wer Snus oder Nicotine Pouches konsumiert, nimmt das Nikotin über die Mundschleimhaut in den Blutkreislauf auf. Schließlich gelangt das Nikotin in das Gehirn. Dort kann es eine Vielzahl von physiologischen Reaktionen auslösen. Die Substanz Dopamin hat einen stimulierenden Effekt auf den Körper, gleichzeitig werden negative Gefühle wie Unsicherheit, Angst, Nervosität und Stress für eine kurze Zeit unterdrückt.

 

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