Ein versteinertes Gesicht sagt oft das Gegenteil aus

Warum der erste Eindruck trügt

Kolmmunikation ist fehleranfällig

Die fränkische Expertin und Rednerin für Menschenkenntnis Ute Herzog erklärt, wie schnell wir uns bei der Deutung von Mimik täuschen – und wie man genauer hinsieht.

Nürnberg, 30. Juli 2026. Eine Frau in der ersten Reihe, versteinerte Miene, keine Regung. U te Herzog, Rednerin und Trainerin für Menschenkenntnis, Empathie und Körpersprache, war während ihres Vortrags in Leipzig überzeugt: Dieser Zuhörerin gefällt gar nichts. Ein Irrtum, wie sich nach dem Vortrag herausstellte. Die Frau hatte schlicht hoch konzentriert zugehört – und war begeistert.

„Solche Fehldeutungen passieren uns allen, jeden Tag”, sagt Herzog, die als „Die Menschenleserin aus Franken” bekannt ist. „Der erste Eindruck ist zwar schnell, aber selten fair.” In Sekundenbruchteilen lesen wir Gesichter und handeln danach – im Meeting, im Bewerbungsgespräch, am Schalter, im Kundenkontakt, bei jedem Dialog. Und liegen dabei erstaunlich oft daneben.

Der Grund ist, dass ein neutraler oder angespannter Gesichtsausdruck leicht falsch gedeutet wird. Konzentration, Schüchternheit, Müdigkeit oder einfach die natürliche Mimik eines Menschen sehen der Ablehnung zum Verwechseln ähnlich. Wer sich allein auf den ersten Eindruck verlässt, verurteilt sein Gegenüber oft, bevor das erste Wort gefallen ist.

Vier Hinweise, mit denen man laut Ute Herzog genauer hinsieht:

1. Erst prüfen, dann urteilen. Der erste Eindruck ist eine Hypothese, keine Tatsache. Fragen Sie sich bewusst: Was könnte dieser Gesichtsausdruck noch bedeuten?

2. Im Dialog auf Bündel achten, nicht auf Einzelsignale. Eine hochgezogene Augenbraue allein sagt wenig. Erst das Zusammenspiel aus Mimik, Haltung und Stimme ergibt ein Bild.

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3. Den Kontext mitlesen. Müdigkeit, Nervosität oder Konzentration sehen der Ablehnung oft täuschend ähnlich.

4. Im Zweifel nachfragen. Ein einziger Satz – „Wie geht es Ihnen mit dem Thema?” – ersetzt jede Spekulation.

„Wer sich klarmacht, dass der erste Eindruck täuschen kann, trifft im Beruf wie privat deutlich bessere Entscheidungen über Menschen”, so Herzog. Es sei, wie sie mit dem Titel ihres Buchs augenzwinkernd sagt, eben nicht immer das Gegenüber schwierig – manchmal ist es nur unser voreiliger Blick.

Über Ute Herzog

Ute Herzog ist Rednerin, Trainerin und Coach für Menschenkenntnis, Körpersprache und Face Reading – bekannt als „Die Menschenleserin aus Franken”. Seit 2014 zeigt sie Menschen in Unternehmen, Verwaltung und Sozialwirtschaft, wie sie ihr Gegenüber besser verstehen und souveräner mit schwierigen Situationen umgehen. Sie verfügt über die Ausbildereignung (AEVO), ist zertifizierter Business Coach (EMCC) und Autorin des Buchs „Schwierig sind immer die Anderen – Eine Einführung ins Menschenlesen”. Mehr unter uteherzog.de.

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Nur wer Menschen versteht, kann sie begeistern.

Als erfahrene Keynote-Speakerin und Expertin für Menschenkennntis und Empathie bringt Ute Herzog ihre einzigartigen Einsichten und Strategien in Ihre Organisation.

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