Vitamin K könnte bei Alzheimer, Organverletzungen und weiteren Erkrankungen eine Schlüsselrolle spielen

Vitamin K: Schlüssel zum Zellschutz

Vitamin K: Schlüssel zum Zellschutz

Lindenberg, 20. Mai 2026. Vitamin K kann offenbar weit mehr als Blutgerinnung. Wissenschaftler von Helmholtz Munich haben eine Schutzfunktion des Vitamins entschlüsselt – und damit möglicherweise den Weg für neue Therapien bei schweren degenerativen Erkrankungen geebnet.

Vitamin K ist vor allem als essenzieller Nährstoff für die Blutgerinnung bekannt. Die Studie eines internationalen Forscherteams unter Leitung von Helmholtz Munich zeigt: In seiner vollständig reduzierten Form wirkt Vitamin K als starkes fettlösliches Antioxidans und schützt Zellen aktiv vor sogenannter Ferroptose – eine natürliche Form des Zelltods.

Ferroptose wird zunehmend mit schweren Erkrankungen wie der Alzheimer-Krankheit, akuten Organverletzungen und weiteren degenerativen Prozessen in Verbindung gebracht.

Vitamin K stoppt den Zelltod

Ferroptose beschreibt einen natürlichen, aber zerstörerischen Prozess, bei dem Zellmembranen durch oxidative Schäden regelrecht “zerstört” werden. Eisen spielt dabei eine zentrale Rolle. In den vergangenen Jahren hat sich diese Form des Zelltods zu einem der spannendsten Forschungsfelder entwickelt, da sie als möglicher Auslöser zahlreicher Krankheiten gilt.

Die Forschenden untersuchten systematisch verschiedene natürlich vorkommende Vitamine und deren Derivate, um neue Schutzstoffe gegen Ferroptose zu identifizieren. Das überraschende Ergebnis: Sowohl Vitamin K1 als auch Vitamin K2 konnten Zellen und Gewebe wirksam vor diesem Prozess bewahren.

Jahrhundert-Rätsel gelöst: Das lange gesuchte Vitamin-K-Enzym entdeckt

Neben der neuen Schutzfunktion gelang den Forschenden ein weiterer wissenschaftlicher Durchbruch: Sie identifizierten das Protein FSP1 als das lange gesuchte Enzym, das Vitamin K in seine aktive, schützende Form umwandelt.

Mehr als ein halbes Jahrhundert war die Existenz eines solchen Enzyms bekannt – seine genaue Identität blieb jedoch ungeklärt.

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Die Forschenden zeigten, dass FSP1 Vitamin K effizient zu Vitamin-K-Hydrochinon reduziert. Diese aktive Form wirkt als lipophiles Antioxidans, fängt aggressive Sauerstoffradikale in Zellmembranen ab und verhindert so die Ferroptose.

Besonders spannend: FSP1 arbeitet unabhängig von Warfarin – einem der weltweit am häufigsten eingesetzten Blutverdünner. Damit liefert die Studie auch eine Erklärung dafür, warum Vitamin K bei einer Überdosierung von Warfarin als Gegenmittel eingesetzt werden kann.

Neue Perspektiven für Medizin und Therapie

Die Entdeckung verbindet zwei bislang weitgehend getrennte Forschungsfelder: die Vitamin-K-Biologie und die Ferroptoseforschung. Das eröffnet völlig neue Ansätze für die Entwicklung innovativer Therapien.

Darüber hinaus vermuten die Wissenschaftler, dass Vitamin K eine der ältesten natürlich vorkommenden antioxidativen Schutzsubstanzen in der Evolution des Lebens sein könnte.

(Quelle: Vitamin K verhindert Zelltod: Forscher entdecken neue Funktion eines lange bekannten Moleküls, Helmholtz Zentrum München Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Informationsdienst Wissenschaft (idw))

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