User Experience (UX) und Suchmaschinenoptimierung (SEO)

User Experience (UX) und Suchmaschinenoptimierung (SEO)

User-Experience und Suchmaschinenoptimierung sind im Onlinemarketing nicht mehr wegzudenken. Beide Bereiche werden zunehmend umfangreicher und es entwickelten sich immer mehr spezialisierte SEO- und UX-Experten. In diesem Blogbeitrag klären wir die Zusammenhänge zwischen User-Experience und Suchmaschinenoptimierung und nehmen Bezug auf das Customer-Engagement. Wir zeigen Dir, inwiefern die drei Disziplinen einander beeinflussen. Zusätzlich erhältst Du fünf UX-Hacks, mit denen auch Deine Website in den Suchmaschinen steigen kann.

Was bedeutet User Experience?

User-Experience bzw. UX-Design befasst sich mit dem Erlebnis, das der Anwender mit Produkten und Dienstleistungen hat. Dies beinhaltert die Pre-Sale-Phase, die tatsächliche Nutzung und die After-Sales-Phase. Im Onlinemarketing bezieht sich User-Experience auf die Pre-Sale-Phase und somit auf die Customer Journey der Konsumenten. Es handelt sich um ein sehr komplexes Thema, da die Nutzererfahrung in jede Phase der Customer Journey bezüglich der Touchpoints analysiert werden muss. Die User-Experience soll die Erfahrungen der Nutzer bezüglich Benutzerfreundlichkeit, Reaktionsfähigkeit und visuelle Darstellung verbessern. Differenzierte Ziele wie Ladezeiten, Responsivität oder Click-Through-Rate können durch Analysetools ausgewertet werden.

User Experience und extensiven Kaufentscheidungen

Je nach Typ der Kaufentscheidung (impulsiv, habitualisiert, limitiert oder extensiv) liegt beim Kunden eine andere Suchintensität vor.

Spontaner impulsiver Kauf – Suchintensität gering

Habitualisierte und limitierte Kaufentscheidung – mittlere Suchintensität

Extensive Kaufentscheidung – hohe Suchintensität

Wir gehen in diesem Fall von einer extensiven Kaufentscheidung aus. Dies tritt ein, wenn eine hohe Affinität zum Produkt besteht, diese sehr teuer ist oder keine Erfahrung beim Kauf eines Produktes vorliegt. Dies Faktoren bedingen eine hohe Suchintensität, die durch eine gute Sichtbarkeit und Markenbekanntheit im Internet geführt werden kann. Hierzu sollten folgende Online-Marketing-Disziplinen überdacht werden.

Suchmaschinenoptimierung und Contentmarketing

Suchmaschinen-Advertising über Anzeigen und Banner über Google

Social-Media über Facebook, Instagram oder LinkedIn

E-Mail-Marketing

Kundenbewertungen

Wichtig ist die Nutzer über verschiedene Wege auf das Produkt aufmerksam zu machen und über ein gezieltes Content-Marketing an den verschiedenen Touchpoints die richtigen Botschaften zu senden.

Digitale Touchpoints, Customer Journey und User-Experience (UX)

Wer ein gutes Nutzererlebnis schaffen möchte, muss die Customer Journey vom Ursprung aus betrachten und die digitalen Touchpoints bestenfalls optimal hin zu einer Conversion gestalten. Diese kann beispielsweise mit der Google-Suche starten. Hier ist es wichtig durch organische SERPs oder Google-Ads-Anzeigen, den Kunden die richtigen Botschaften zu vermitteln. Der erste Eindruck zählt, denn der Wettbewerb ist nur einen Klick weit entfernt. Die Suchergebnisseiten sind somit der erste Touchpoint, der auf einen der wichtigsten Touchpoints, die Webseite des Anbieters verweist. Natürlich gibt es hier viel Wege, die als Touchpoints auf die Webseite führen und teilweise sogar Touchpoint-Ketten bilden.

Wie beeinflusst User Experience die Suchmaschinenoptimierung?

Die User-Experience wird in Nutzersignalen ausgegeben. Diese Daten werden Google ausgewertet und genutzt, um die Qualität der Sucherfahrung zu bewerten. Die Suchmaschine optimiert ständig ihren Algorithmus, um Nutzersignale auf Websites immer besser zu verstehen. Im Mittelpunkt stehen insbesondere solche Signale, die zeigen, ob Nutzer zufriedenstellenden Content für ihre Suchanfrage finden konnten. Somit ist klar, dass die Nutzersignale eine positive Nutzererfahrung andeuten können und gleichfalls auch ein positiver Einfluss auf das SEO-Ranking haben. Es besteht jedoch die Gefahr, dass die Nutzersignale von Google nicht dem entsprechen, was die restlichen SEO-Faktoren andeuten. Wenn also eine Website exemplarisch ein sehr gutes SEO-Ranking anhand von technischen Faktoren erzielt, jedoch die ausgewertete Nutzererfahrung bei Google das Gegenteil anzeigt, ist dies aus Sicht von Google ein Grund für eine deutlich schlechtere Platzierung der Website. Entsprechend gibt es viele Studien, welche diese Annahme unterstützen, jedoch haben diese, laut Google, nur einen indirekten Einfluss. Wenn man beispielsweise unterschiedliche Seiten nach Updates vergleicht, gewinnen die Seiten mit stärken Nutzersignalen meist an Positionen.

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Customer Engagement – Google setzt auf die Interaktion des Kunden

In der Vergangenheit fokussierte sich Google deutlich stärker auf technische Faktoren, Semantik, der Brand und Backlinks als entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Somit waren Nutzersignale anfänglich irrelevant. Doch wie bereits erwähnt, können diese nun einen entscheidenden Einfluss auf das Ranking einer Website haben. Wie sehr man den Kunden auf der Webseite einbindet, spiegelt die Customer Engagement wider.
Customer Engagement bezeichnet alle Maßnahmen, um eine bessere Kundenbeziehung aufzubauen. Sofern die Inhalte einer Website den Kunden ansprechen und gleichzeitig eine persönliche Ansprache stattfindet, kann ein Festigung der Kundenbindung oder sogar eine dauerhafte Beziehung entstehen. In Universal Analytics wir dies durch die Absprungrate gemessen in GA4 über das Customer Engagement. Schwierig wird es, wenn Kunden nur eine Telefonnummer, wie bei Ärzten, suchen und diese auf der Startseite einer Webseite finden. Dies erhöht die Absprungrate durch vermeintlich niedriges Customer Engagement. In der Regel ist aber festzustellen, das durch hochwertige Inhalte, die den Kundenwünschen voll entsprechen, auch positive Nutzersignale an Google gesendet werden. Auch aktuelle Studien bestätigen: Optimierte Nutzererfahrungen tragen wesentlich zum SEO-Erfolg eurer Website bei.

Wie kann das Customer Engagement gemessen werden?

Customer Engagement (CE) wird durch Nutzersignale gemessen, wie beispielsweise die Klickrate (CTR), die Verweildauer auf der Seite (Time on site), die Absprungrate (Bounce Rate) oder die Return-to serp-Rate (RTS-Rate) oder sie Scrolltiefe. Ein Beispiel für ein Onsite-Nutzersignal ist die Auswertung bezüglich Long Click und Short Click auf einer Website. Als Short Click bezeichnet man einen Klick zurück in die Suchergebnisseite einer Suchmaschine. Wenn ein Short-Click erfolgt, geht Google davon aus, dass die Suchanfrage noch nicht abgeschlossen wurde, respektive das angeklickte Ergebnis unzureichend war. Während der Long Click das Verhalten bezeichnet, bei dem nach einer Online-Suchanfrage (z. B. über Google) lange auf der Website eines der Suchergebnisse verweilen. Letzteres hat einen positiven Einfluss, gibt wieder, dass der Nutzer auf der Webseite zufriedenstellende Inhalte gefunden hat. Google gutiert dies durch ein positives Ranking. Dafür liefert Google Analytics 4 und Universal Analytics die Möglichkeit, messbare Verhalten der Nutzer einzusehen und tabellarisch auszuwerten.

User Experience (UX) und Customer Experience (CX) – Der Unterschied

User Experience (UX) kann man als Teilbereich der Customer Experience (CX) verstehen. Während sich User Experience auf die Informationsarchitektur, das visuelle Design, die Usability und das Content-Marketing bezieht, ist Customer Experience (CX) auf die gesamte Markenerfahrung ausgerichtet. Hierunter fallen auch der Preis, die Werbung, der Kaufabschluss sowie die Produktlieferung und der Service. User Experience (UX) und Customer Experience (CX) ergänzen sich somit gegenseitig und sind für die Touchpoints der der gesamten Customer Journey wichtig.

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10 essenziellen UX-Hacks, die Dein Unternehmen erfolgreich machen

Bei der Entwicklung Deiner Website sollte das primäre Ziel sein, den Usern eines überzeugenden Interneterlebnisses zu bieten und den User zum Surfen auf Deiner Website einzuladen. Der User muss durch eine gute Usability sich auf der Website geborgen fühlen und die Informationen fínden, nach denen er gesucht hat. Folgende UX-Hacks sind für Deine Kunden essenziell und sollten auf jeden Fall berücksichtigt werden.

1. Entwickle ein innovatives nutzerfreundliches Design

Deine Website sollte in einem innovativen Design entsprechend Deiner Zielgruppe gestaltet sein. Hier gilt das Sprichwort: Weniger ist mehr! Meist werden Webseiten mit unnötigen Informationen an den falschen Stellen vollgestopft, wodurch der Nutzer durch zu viele Informationen plötzlich überlastet ist.

2. Baue eine sinnvolle Hierarchie auf Deiner Webseite auf

Baue eine Informationshierarchie basierend auf der Wichtigkeit der Informationen auf. Die wichtigsten Informationen gegenüber den am wenigsten wichtigen müssen priorisiert werden. Schaffe Klarheit durch eine gute Überschriftenhierarchie.

3. Lass Deine Webseite durch Whitespace atmen

Whitespace ist ein wichtiges Werkzeug für alle Webdesigner. Laienhaft ausgedrückt ist es der leere Raum zwischen Absätzen, Bildern, Schaltflächen und Überschriften. Whitespace wird von vielen Designern und vor allem Managern ignoriert und unterbewertet, da sie die Seite mit Informationen vollstopfen wollen.

4. Baue visuelle Hinweise in Deine Seite ein

Im Kontext des digitalen Marketings sind visuelle Hinweise Hilfsmittel wie Pfeile, Zeigefinger oder Linien, die die User auf wichtige Elemente der Webseite, Anzeigen und anderen Kanälen lenken. Anstatt Dein Publikum zu nötigen, die gesamte Website zu durchsuchen, solltest Du Ihnen visuelle Hinweise auf wichtige Informationen geben. So wissen sie genau, wo sie suchen müssen.

5. Mache die Seitengeschwindigkeit zur Priorität Nr. 1

Durch die heutige Internetgeschwindigkeit akzeptieren Internetreisende keine langen Wartezeiten. Laut Studien haben Websites, die für das Laden von Seiten zwei Sekunden benötigen, eine Abbruchrate von bis zu 87 %. Wenn Deine User die notwendigen Informationen nicht innerhalb von Sekunden erhalten, besteht eine wahrscheinliche Chance, dass Deine Marke herabgesetzt wird. Dies ist oft mit einem Vertrauensverlust verbunden.

6. Erhöhe Deine Erreichbarkeit

Effektive UX schreibt vor, dass ein starkes Kontaktformular unerlässlich ist, um Deine Kunden eine einfache und schnelle Möglichkeit zu bieten, mit Deinem Unternehmen in Kontakt zu treten. Auch Chatrooms, um direkt auf Fragen zu antworten und somit eine Entscheidungshilfe zu geben, sind von Vorteil. Der Kunde soll sich hofiert und in Seinem Anliegen wichtig fühlen. Aber achte darauf, Deine potentiellen Kunden nicht zu penetrieren. Stelle Dienste zur Verfügung und überlasse die Aktion Deinen Kunden.

7. Bearbeite Leads innerhalb von einem Tag

Ein Lead ist wie eine Goldnugget und absolute Priorität. Nach der ersten Interaktion Deines Users solltest Du deshalb innerhalb von 24 Stunden mit ihm in Kontakt treten und einen Dialog mit Deinem potenziellen Kunden aufzubauen. Die Nachverfolgung von Leads ist zwar nicht zwingend mit einem Abschluss verbunden, bringt Dir aber wichtige Informationen über Deine Pain- und Gainpoints.

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8. Gehe eine Beziehung mit Deinen Kunden ein

Gehe auf die Probleme und die Bedürfnisse Deiner Kunden ein. Mache Dir Gedanken über die wichtigsten Faktoren Deiner Produkte und Dienstleistungen., die Deine Kunden zu einer Kaufentscheidung veranlassen. Sucht ein Kunde beispielsweise ein Ferngesteuertes Auto, so könnte auf ihrer Webseite eine Clusterung bezüglich des Größenverhältnisses, der Geschwindigkeit, dem Alter der Zielgruppe, der Handhabung der Fernbedienung und vor allem der Spielzeit und Ladezeit der Batterien erfolgen. Ein Mehrwert bezüglich der User Experience der selbst Amazon schlägt.

9. Entferne alle defekten Links

404-Fehler frustrieren Benutzer, behindern die gewünschte Aktion und führen zu einer schlechten UX. Denn 404-Fehler wirken sich nicht nur auf das Userverhalten aus sondern auch auf die Marke selbst. Weiterhin haben 404-Fehker Auswirkungen auf Google-Platzierungen, da die Bounce Rate steigt. Die Conversion-Rate verschlechtert sich gleichermaßen, denn tote Links sind wie ein Hindernis für die geplante Aktion. Bei größeren Webseiten oder Relaunches solltest Du geeignete Tools hinzufügen, mit denen Du die Fehler automatisiert erkennen kannst. Für WordPress gibt es das WordPress-Plugin All 404 Redirect, das die Besucher automatisch auf die Startseite oder eine andere Seite der Website umleitet.

10. Vereinfache die Orientierung auf Deiner Seite

JE einfacher Deine Unser auf Deiner Webseite navigieren können, desto besser ist die Kundenerfahrung. Dies setzt eine intelligente Seitenstruktur voraus, die logische aufgebaut ist. Um immer zu wissen, in welcher Hierarchie man sich gerade befindet sollte ein Brotkrumenpfad (Bread Crum Path) Deinen Usern den Weg zeigen. Bei größeren Seiten sollte eine Suchfunktion eingebaut werden, um schnelle an die gewünschten Informationen zu gelangen. Des Weiteren sollte eine Sitemap hinterlegt werden, die nicht nur Deinen Usern einen guten Überblick gibt, sondern auch dem Googlebot, der kontinuierlich Deine Seite besucht. Denn die Sitemap ist für Google wie das Inhaltsverzeichnis eines Buches.

Fazit:

Der Erfolg einer Website hängt von zahlreichen Faktoren ab. Insbesondere das erwähnte Zusammenspiel zwischen der Customer Experience (CX) und User Experience (UX) muss ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Auch ist für ein positives Gesamterlebnis funktionierendes CX-Design grundlegend, um den Unterschied zwischen anderen Anbietern zu machen. Wenn Du Dich intensiv mit der Customer Experience (CX) und User Experience (UX) auseinandersetzt und unsere Hacks befolgst, wirst Du nicht nur zufrieden Kunden haben, sondern auch Google über eine perfekte Suchmaschinenoptimierung begeistern können.

Unsere Mission ist es, Onlinemarketing und Leadgenerierung für Unternehmen und Selbstständige so einfach und gewinnbringend wie möglich zu machen. Das bedeutet, unsere Kunden erfolgreich im Markt zu positionieren und durch individuelle Digitalstrategien den Wettbewerbern immer einen Sprung voraus zu sein.

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