Stephan Praus, LEWO Unternehmensgruppe über das zögerliche Vorgehen bei der Schaffung neuer Immobilien

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Verbände kritisieren zu geringes politisches Engagement

 

Leipzig, 06.06.2018. „Die deutlich gestiegene Zahl an Nebenjobs schreibt der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele auch den gestiegenen Mieten zu. Viele Haushalte könnten ihre Miete nur noch aufbringen, indem sie dazuverdienen“, sagt Stephan Praus, der Geschäftsführer der LEWO Unternehmensgruppe aus Leipzig. Angekommen ist dies in der Politik auch, die einen Wohnungsgipfel angeregt hat. Zu verhindern, dass es dabei nicht nur bei leeren Versprechungen bleibt, hat sich Dr. Andreas Mattner, der Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss vorgenommen.

 

Fertigstellungen legen zu – aber nicht genug

 

„Nach einer aktuellen Mitteilung des Statistischen Bundesamtes wurden 2017 in Deutschland insgesamt 284.800 Wohnungen fertig gestellt. 2,6 Prozent beziehungsweise 7.100 Wohnungen mehr als im Vergleich zum Vorjahr“, erklärt der Geschäftsführer der LEWO Unternehmensgruppe, Stephan Praus. Eine höhere Zahl an fertig gestellten Wohnungen gab es zuletzt nur im Jahr 2002 mit 289.600 Einheiten. Doch Mattner beurteilt dies als „Tropfen auf den heißen Stein“. „Das Niveau bliebe insgesamt unter dem, was nötig wäre, den Wohnungsbedarf zu erfüllen“, meint Stephan Praus von der LEWO Unternehmensgruppe.

 

Effizienz in den Behörden sollte gesteigert werden

 

Brancheneinheitlich wird dabei gefordert, dass die Situation nur verbessert werden kann, wenn Genehmigungsprozesse verschlankt und beschleunigt werden. „Die Behörden müssten weg von der klassischen Papierbeantragung hin zu einer digitalen Bearbeitung. Die Baukosten gehörten gesenkt, auch indem man die Bewilligungskriterien entschlackt. Und schließlich müsste das Personal in den Baubehörden und Kommunen verstärkt werden“, erklärt der Geschäftsführer der LEWO Unternehmensgruppe, Stephan Praus. Nur so sei es halbwegs realistisch, die Neubauzahlen zu erhöhen und damit eine Entspannung am Immobilienmarkt einzuleiten. Und die wäre dringend gefragt in Anbetracht der Tatsache, dass sich Mieten und Immobilienpreise immer weiter von den Einkommen entfernten.

 

Anreize schaffen

 

Auch Axel Gedaschko, der Präsident des Spitzenverbands der Wohnungswirtschaft GdW sieht das Ziel der Bundesregierung, 400.000 neue Wohnungen jährlich in den Ballungszentren zu schaffen, in die Ferne gerückt. Die Regierung solle den „Motor anwerfen“ und Anreize schaffen. „Die Idee des Baukindergeldes – allerdings bevorzugt für die betroffenen Regionen und der Sonderabschreibung zur Schaffung von Wohnraum, sind in diesem Zusammenhang sicher wichtige Maßnahmen“, weiß der Geschäftsführer der LEWO Unternehmensgruppe, Stephan Praus. Dies auch vor dem Hintergrund, als mehrere Analysen davon ausgehen, dass die Baugenehmigungszahlen unter den jetzigen Bedingungen in den kommenden Jahren eher zurückgehen als steigen. „Denn diese sind in 2017 gegenüber 2016 bereits gesunken“, erklärt der Praus. Bundesbauminister Horst Seehofer zeigt Einsehen und signalisiert, die Empfehlungen der Baukostensenkungskommission anzupacken. Nur so könne Bauen wieder einfacher, schneller und kostengünstiger werden. „Dies wäre eine zentrale Voraussetzung für eine nachhaltige Trendwende in der Immobilienpolitik in Deutschland – und die sollte lieber heute als morgen erfolgen“, so der Geschäftsführer der LEWO Unternehmensgruppe abschließend.

 

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