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akz-o Carsharing, Couchsurfing, Crowdsourcing – ein Trendname jagt den nächsten. Man teilt sich das Auto mit anderen Bundesbürgern, die Couch mit einem Gast aus der Fremde oder die Kosten für eine Spielfilmproduktion. Beim Housesharing, dem sogenannten Wohnungstausch, hört die Leidenschaft für das Teilen bei den meisten Bundesbürgern jedoch auf: Das ergab eine repräsentative Umfrage der tns Emnid mit über 1.000 Personen in Deutschland im Auftrag der Gagfah Group, Deutschlands größtem börsennotiertem Wohnungsunternehmen. Preiswerter Urlaub und neue Freunde finden „Wer kein Problem damit hat, seine Wohnung mit derjenigen von wildfremden Menschen irgendwo auf der Welt für ein paar Wochen zu tauschen, kann einen preiswerten Urlaub verbringen und womöglich neue Freunde finden“, so die Stiftung Warentest. Doch satte 85 Prozent der Deutschen haben genau damit ein Problem. Mit 91 Prozent können sich vor allem Befragte im Osten nicht vorstellen, einen Haustauschurlaub zu machen. Im Westen sind es zwar weniger, aber immer noch gut 84 Prozent. Die höchste Bereitschaft, sich auf das Wohnungstauschexperiment einzulassen, findet sich bei Schülern (24 Prozent) und Studenten (23 Prozent) sowie in der Altersgruppe zwischen 14 und 29 Jahren (20 Prozent). Auf regionaler Ebene sticht lediglich Berlin als etwas tauschfreudiger mit einer Bereitschaft von 22 Prozent hervor. Überhaupt keine Freunde des Urlaubs per Wohnungstausch leben in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Hier können sich ganze 95 Prozent der Befragten nicht vorstellen, eine Wohnung mit einer fremden Person zu Urlaubszwecken zu tauschen. So funktioniert die Urlaubsalternative Für die mutigen 15 Prozent, die sich durchaus vorstellen könnten, mit einer anderen Person oder Familie ihre Wohnung zu tauschen, empfehlen sich diverse Internetseiten. Zunächst registriert man sich als Mitglied und zahlt in der Regel einen Mitgliedsbeitrag. Dann stellt man sein Haus respektive seine Wohnung mit Bildern und den jeweiligen Tauschterminen online. Um den Wohnungstausch gegen Reiserücktritt oder Sachbeschädigung abzusichern, bieten die Tauschbörsen diverse Versicherungen an. Prominente Vertreter sind unter anderen Homelink, Haustauschferien und Home for Home. 1.003 Personen in Deutschland wurden befragt, ob sie sich vorstellen könnten, mit einer anderen, ihnen vorher nicht bekannten Person, ihre Wohnung für einen Urlaub zu tauschen. Sie konnten zwischen den Antworten ja, nein oder weiß nicht/keine Angabe wählen. BU: Wohnungstausch ist keine Alternative zum Pauschalurlaub. Foto: fotolia.com/Stefan Körber/akz-o ![]()