Berlin – Prof. Dr. Paul U. Unschuld, renommierter Medizinhistoriker, langjähriges Mitglied der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft für Medizin (DCGM) sowie Träger der Erich-Paulun-Medaille, hat am 24. November 2025 im Konfuzius-Institut Berlin sein jüngstes Buch „Geschichte der Akupunktur in China. Theorie und Praxis von der Antike bis in das frühe 20. Jahrhundert“ (Cygnus-Verlag, Berlin 2025) präsentiert. Das Werk untersucht erstmals systematisch die antiken Ursprünge der Akupunktur sowie deren Entwicklung bis in das frühe 20. Jahrhundert.
Unschuld beleuchtet anhand von Grabfunden der Vor-Han- und Han-Zeit, frühen Belegen klassischer Texte und historischer Fachliteratur die praktischen Erfahrungen, theoretischen Grundlagen und die gesellschaftliche Bedeutung der Nadelstich-Therapie über zwei Jahrtausende hinweg. Das Buch eröffnet damit einen einzigartigen Einblick in die historische Praxis und Theorie der chinesischen Medizin.
Im Rahmen der Buchvorstellung empfing Unschuld den Geschäftsführer der DCGM, Dr. Wolfgang Reuter, und überreichte ihm ein persönliches Exemplar des Werkes. Diese Begegnung unterstreicht die enge Verbindung zwischen wissenschaftlicher Forschung, historischer Medizinaufarbeitung und der Förderung des deutsch-chinesischen medizinischen Austauschs.
Die DCGM freut sich über die Veröffentlichung dieses bedeutenden Werkes, das nicht nur die Geschichte der Akupunktur detailliert dokumentiert, sondern auch Impulse für die interkulturelle Zusammenarbeit und den wissenschaftlichen Dialog zwischen Deutschland und China setzt.
Prof. Paul Unschuld
Paul U. Unschuld ist Professor für Theorie, Geschichte und Ethik chinesischer Lebenswissenschaften sowie Direktor des 2006 gegründeten Instituts für Chinesische Lebenswissenschaften (ICL) an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Im Zentrum seiner Forschung stehen zwei Schwerpunkte: Zum einen die Analyse politischer und gesundheitlicher Systeme, insbesondere der Vergleich zwischen den Gesundheitssystemen Chinas und Europas im historischen Kontext. Zum anderen widmet er sich der philologischen Übersetzung und historischen Interpretation antiker Grundlagentexte der chinesischen Medizin und Pharmazie. Mit seiner umfassenden und kommentierten Übersetzung des „Ben Cao Gang Mu“ hat Unschuld maßgeblich dabei geholfen, den Inhalt des Standardwerkes der Chinesischen Medizin für westliche Wissenschaft und Öffentlichkeit zugänglich zu machen, was auch die Aufnahme ins UNESCO Weltdokumentenerbe 2011 unterstützte.
Deutsch-Chinesische Gesellschaft für Medizin
Die Deutsch-Chinesische Gesellschaft (DCGM) für Medizin und ihre Partnergesellschaft in Wuhan nehmen als Non-Profit-Organisationen seit mehr 40 Jahren eine wichtige Brückenfunktion zwischen Deutschland und China wahr, insbesondere über gemeinsame Veranstaltungen und den Austausch zu wissenschaftlich-medizinischen sowie zu gesundheitsökonomischen und gesundheitspolitischen Themen. Die DCGM wurde 1984 durch die Bundesärztekammer und deren Hans-Neuffer- Stiftung gegründet. Die Gesellschaft verfolgt den Zweck, die deutsch-chinesischen Beziehungen in der medizinischen Wissenschaft insbesondere durch den Austausch von Wissenschaftlern/Wissenschaftlerinnen, Ärzten/Ärztinnen und Studierenden, sowie den Austausch von Erfahrungen im Auf- und Ausbau der medizinischen Versorgung der Bevölkerung zu fördern. Als Fachgesellschaft berät sie das Bundesgesundheitsministerium beim bilateralen Gesundheitsdialog im Rahmen der Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen.
Birgit Pscheidl, Dipl.-Chem.
Chief Communication Officer DCGM
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Deutsch-Chinesische Gesellschaft für Medizin (DCGM), c/o Bundesärztekammer
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