Noch auf der Suche nach einem kostengünstigen Hotel?

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Der Sommerurlaub naht mit riesigen Schritten …. Hier ein etwas abenteuerlicher Reisetipp für alle, die etwas knapp bei Kasse sind: In diesem preisgünstigen Hotel sind Sie jederzeit gut aufgehoben, und momentan sind gerade noch Zimmer frei!

Luhg Holiday
Dieser Sammelband vereint zwei spannende Geschichten:
Willkommen im Luhg Holiday
Als Familie Kohlmann wegen eines vorausgesagten Schneesturms ganz spontan im Hotel Luhg Holiday einkehrt, ahnt sie noch nicht, was sie dort erwartet. In dem alten unheimlichen Haus scheint nichts mit rechten Dingen zuzugehen, und schon bald finden sich die drei Kinder und ihre Eltern im unglaublichsten Abenteuer ihres Lebens wieder.
Auf Wiedersehen im Luhg Holiday
Auf einer Urlaubsreise in den Süden fahren Sabrina, Gudrun und Betty im Nebel gegen einen Baum und müssen im Luhg Holiday einkehren. Das Hotel hat sich verändert, denn es sind 7 Jahre vergangen, seitdem Sabrina mit ihrer Familie dort unfreiwillig ihre Ferien verbrachte.
Wer ist der nette junge Mann, der sich nach dem Unfall so rührend um sie kümmert und doch ein düsteres Geheimnis mit sich trägt? Und was ist aus den Ghulen geworden, die das Luhg Holiday verwalteten? Ein spannendes Abenteuer wartet auf die Freundinnen. Werden sie der Gefahr entkommen, die dort hinter den düsteren Mauern auf sie lauert?
Eine Gruselkomödie der Sonderklasse und ein besonderes Lesevergnügen für die ganze Familie.

Taschenbuch
ISBN-10: 3743152622
ISBN-13: 978-3743152625

Auch in Einzelbänden als E-Books erhältlich!

Leseprobe:
Willkommen im Luhg Holiday
Das Luhg Holiday lag einsam am Waldrand und es war das einzige Hotel weit und breit. Wäre das morsche Holzschild mit den Lettern Luhg Holiday nicht gewesen, hätten wir es wohl gar nicht entdeckt. Und vielleicht wäre das besser gewesen.
Da es bereits dämmerte und ein Schneesturm angesagt war, entschlossen wir uns jedoch, dort einzukehren und nach zwei Doppelbettzimmern zu fragen. Also parkten wir direkt vor dem recht verkommen aussehenden Haus und stiegen zögernd aus dem Wagen. Alle bis auf einen. Mein kleiner Bruder Jan grinste und hüpfte vorwitzig auf einem Bein die alte Holztreppe hoch, auf die verschlossene Eingangstür zu.
“Sieht nach Abenteuer aus”, stellte er zufrieden fest.
Nachdenklich folgte ich ihm und betrachtete mit eher gemischten Gefühlen den alten Türklopfer aus Messing, der wie eine Teufelsfratze aussah. Irgendetwas in mir schien mich zu warnen. Meine Eltern waren da weniger skeptisch und schoben mich energisch vorwärts, zumal sich gerade ein starker Wind aufmachte. Jan betätigte wie wild den Türklopfer.
“Es scheint niemand da zu sein. Da brennt ja auch gar kein Licht”, murmelte er enttäuscht.
Tatsächlich rührte sich nichts im Haus.
“Wahrscheinlich wird das Hotel nur im Sommer genutzt. Wer außer uns ist auch so verrückt, bei solch einem Wetter durch diese Einöde zu fahren?”, murrte Angela, die als Letzte ausgestiegen war. Sie war mit ihren vierzehn Jahren das älteste von uns drei Kindern, dann folgte ich, gerade mal elf Jahre jung und schließlich unser neunjähriges Nesthäkchen Jan.
Angela war die Vernünftige und in meinen Augen auch die Langweilige. Eben wollten wir schon umdrehen und uns zurück auf den kurzen Weg zum Auto machen, da tat sich plötzlich doch noch was. Knarrend öffnete sich die Tür und ein kleines verhutzeltes Männchen stand da mit einer Laterne in der Hand. Ja, es war wirklich eine Laterne mit einem Kerzenstummel darin. Entgeistert schaute ich auf ihn hinab, er war nicht viel größer als Jan und stand in schlechter Haltung leicht vornübergebeugt.
“Der Glöckner”, wisperte Jan kichernd hinter vorgehaltener Hand.
Das Männchen hatte einen blau-weiß gestreiften Pyjama an und trug dazu eine passende Zipfelschlafmütze, unter der ein zerknittertes Gesicht mit überdimensional großen Lauschlöffeln hervorlugte.
“Was wollt ihr?”, fragte es unfreundlich mit leicht krächzender Stimme.
“Wir suchen eine Unterkunft für die Nacht”, erwiderte Papa, nachdem er sich von seinem ersten Schrecken erholt hatte.
“Natürlich wollen wir keine Unannehmlichkeiten bereiten …”
“Unannehmlichkeiten, papperlapapp”, unterbrach ihn das Männlein verärgert.
“Erst wird man mitten in der Nacht aus dem Bett geholt und dann heißt es: keine Unannehmlichkeiten bereiten. Pah!”
“Es tut uns sehr leid”, setzte Papa erneut an, doch der Zwerg unterbrach ihn abermals.
“Der Besitzer des Hotels ist nicht da, ich bin nur der Verwalter hier. Aber ich kann euch ein Zimmer geben für die Nacht.” Er fuchtelte wild mit seiner Laterne, als Jan an ihm vorbeistürmte.
“Langsam, junger Mann.” Ich hatte Angst, dass die Kerze jeden Moment ausging und wir den Weg im Dunkeln fortsetzen müssten. Statt dessen betraten wir einen kleinen Raum, der wohl eine Art Empfangshalle darstellen sollte. Auch hier gab es nur altmodische Leuchter mit Kerzen an den Wänden, die alles in ein spärliches und gespenstisches Licht tauchten. Außerdem roch es seltsam, irgendwie muffig oder sogar gammlig. Ich rümpfte angewidert die Nase.
“Immer diese Stromausfälle, nicht wahr”, meinte Papa mitfühlend. Mama warf mir einen bedeutungsvollen Blick zu. Uns beiden war klar, dass es hier überhaupt keinen Strom gab.

Leserstimmen:

Wegen eines Schneesturmes muss Familie Kohlmann ihre Fahrt zur Tante, mit der sie eigentlich das Weihnachtsfest verbringen wollten, unterbrechen und bittet im Hotel Luhg Holiday um Quartier. Ein kleiner seltsamer Mann führt sie in ihre Zimmer. Von Anfang an liegt eine mystische Stimmung über dem Haus, dem die beiden jüngeren Kinder auf den Grund gehen wollen. Sie sind sehr erstaunt darüber, was sie entdecken, denn dies hätten sie sich nie im Traum einfallen lassen. Die Geschichte ist spannend und sehr unterhaltsam. Ein Buch, das ich bestens empfehlen kann.

Ich habe mir dieses E-Book ohne große Erwartungen aufgrund einer Empfehlung bestellt und wurde positiv überrascht.
Die Autorin schafft es, innerhalb eines verwunschen anmutenden Hotels eine wirklich schöne Geschichte zu inszenieren. Ein bisschen gruselig, ein wenig schauderhaft aber mit ganz viel Herz und wichtigen Botschaften!
Nicht nur für junge Leser ein kleines Juwel. Die Figuren sind ungewöhnlich und sympathisch, wenn auch ein wenig sonderbar. Eine liebenswerte kleine Geschichte, die leider viel zu schnell ausgelesen ist.
Für mich eine wunderbare Entdeckung und ein schöner Begleiter über einige amüsante Stunden!
Klare Leseempfehlung!

©byChristineErdiç

Christine Erdic Firmeninformation:
Die deutsche Buchautorin Christine Erdic lebt zur Zeit hauptsächlich in der Türkei.
Beruflich unterrichtet sie in der Türkei Deutsch für Schüler (Nachhilfe), sie gab
Sprachtraining an der Uni und machte Übersetzungen für türkische Zeitungen.

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