Steffen Kersken

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Lesung und Talk im ausverkauften Stellwerkhof Duisburg

Duisburg. NRZ -E.Wagner. Sonntag, 16.11.2025                                                                                  Am Sonntag war im Stellwerkhof eine echte Schauspiellegende zu Gast: Nick Wilder, bekannt aus Stargate, als Herr Kaiser und aus dem Traumschiff, zog ein ausverkauftes Haus an.

Der Stellwerkhof Duisburg war bis auf den letzten Platz gefüllt. Im ersten Teil des Abends führte Autor Steffen Kersken einen intensiven Talk über Werte, Freiheit und das Menschsein. Mit Witz, Tiefe, kleinen Texten und persönlichen Anekdoten forderte er Nick Wilder thematisch heraus und schuf so einen lebendigen, spannenden Dialog. Die gute Atmosphäre wurde durch humorvolle Kabaretteinlagen von Melanie Zink und die Band Walking Hits unterstützt, die mit ihren Beiträgen für ausgelassene Stimmung, viel Applaus und spürbare Nähe im Saal sorgten.

Im zweiten Teil las Nick Wilder aus seinem Roman „Vaterliebe“, einem Werk mit bedrückender Aktualität. Darin setzt er sich mit verdrängter Schuld, der NS-Vergangenheit, familiärem Schweigen und den Gefahren moderner rechtsextremer Tendenzen auseinander. Erzählt wird die Geschichte von Alex von Stein, dessen lebenslange Suche nach Anerkennung ihn in politische und emotionale Abgründe führt – inspiriert von Wilders eigener Jugend auf Fehmarn. Der Roman verknüpft autobiografische Elemente mit dramatischen, fiktionalen Ebenen und appelliert daran, politischer Leichtgläubigkeit und Spaltung entschieden entgegenzutreten.

Unter den Gästen befand sich auch Wilders Frau Christine Mayn, die sich im Anschluss viel Zeit für das offene Publikum nahm und zahlreiche Gespräche führte. Es wurde kontrovers, aber stets respektvoll diskutiert – ein Spiegel der Kernidee des Abends: Beisammensein, Austausch, Offenheit und das gemeinsame Ringen um Verständnis.

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Möglich gemacht wurde die Veranstaltung durch die Unterstützung regionaler Unternehmen und privater Unterstützer – von der Technik über Saalhelfer bis hin zum Verkaufsstand –, die damit das soziale Miteinander und die Bedeutung eines offenen Dialogs fördern wollten. Am Ende erhob sich der gesamte Saal zu Standing Ovations – ein deutlicher Ausdruck dafür, wie sehr der Abend berührt und bewegt hat.

Dazu kam der gute Zweck: Die Einnahmen gingen an das Aktionsbündnis „Mensch“ für kriegsbetroffene Regionen. Ein Abend voller Haltung, Wertschätzung und menschlicher Verbundenheit.