Lisa Rosenberger

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Aktuelle Studie zur Bedeutung von Mitarbeiterbenefits zeigt: Unternehmen setzen auf
Zusatzleistungen, die am Bedarf ihrer Mitarbeiter*innen vorbeigehen

Berlin, März 2022. Die Zusatzleistungen deutscher Arbeitgeber gehen an den Bedürfnissen
ihrer Belegschaften vorbei. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie für die das
HR-Startup voiio gemeinsam mit dem Arbeitgeberbewertungsportal kununu 1.500
Beschäftigte sowie 109 Arbeitgeber befragte. Demnach ist die betriebliche Altersvorsorge
derzeit die gängigste Zusatzleistung in deutschen Unternehmen. 50,6% der befragten
Beschäftigten geben an, diese zu erhalten. Auf dem zweiten Platz folgen Impfangebote an
die Mitarbeiter*innen (38,5%), vor der betrieblichen Kantine (33,7%), Rabatte für
Mitarbeitende (27,4%), Jobtickets (27,2%) sowie kostenloses Obst (26,7%). Dieses
konventionelle Angebot stößt allerdings auf wenig Gegenliebe. Denn statt klassischer
Benefits wünschen sich Mitarbeiter*innen ganz andere Unterstützung. In einem Ranking,
inwieweit welche Benefits sich auf ihre Arbeitgeberzufriedenheit auswirken, setzen 46% von
ihnen Zusatzleistungen für Familie und Work-Life-Balance auf Platz 1 – mit Abstand das
höchste Votum. Das Problem daran: Gerade solche Angebote sind in den wenigsten
Unternehmen Standard. Denn gerade einmal 11,8% der Mitarbeiter*innen profitieren von
Zusatzleistungen zur familiären Freizeitgestaltung. Nur jede*r Zehnte wird in der Pflege von
Angehörigen unterstützt und in den Genuss von sogenannten Concierge-Serviceleistungen
(Umzugshilfe oder Haushaltsdienstleistungen) kommen gerade einmal 3,4%.

Mitarbeiter würden Budget anders verteilen, als Unternehmen das aktuell tun
Statistische Erhebungen besagen, dass deutsche Unternehmen derzeit im Schnitt ein
jährliches Benefit-Budget von etwas mehr als 1.000 Euro pro Mitarbeiter*in veranschlagen.
Im Rahmen der Studie wurden die Befragten daher gebeten, diesen finanziellen Spielraum
selbst für ihr gewünschtes Mitarbeiterprogramm einzusetzen. Das Ergebnis: Den
Löwenanteil von 293 Euro (29,3%) würden sie für die Kategorie „Familie und
Work-Life-Balance“ ausgeben, knapp 15% für Gesundheitsprogramme sowie 13% für
Angebote zur Mobilität. Für den Bereich „Finanzen und Recht“, dem zum Beispiel
betriebliche Altersvorsorge oder vermögenswirksame Leistungen zugeordnet werden,

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würden die Befragten dagegen nur 9% des Budgets locker machen. Die parallele
Unternehmensbefragung ergab indes eine tatsächliche Praxis, die dem Wunschbild der
Belegschaften völlig entgegensteht. Denn mehr als die Hälfte der Unternehmen investiert
tatsächlich weniger als 5% des Budgets in familienfreundliche Zusatzleistungen. Am meisten
geben Arbeitgeber stattdessen für Benefits in den Kategorien Gesundheit, Mobilität und
Sport aus.

Bewerber*innen suchen zunehmend nach Informationen zu Mitarbeiter-Benefits
Eine exklusive Erhebung des Arbeitgeberbewertungsportals kununu zeigt, dass
Mitarbeiter-Benefits in der Jobsuche von Bewerber*innen eine immer größere Rolle spielen.
„Bei der Analyse unserer mehr als 5 Millionen Bewertungen sehen wir, dass die
Thematisierung von Zusatzleistungen in den letzten drei Jahren um 62% anstieg. Das zeigt:
Mitarbeitende befassen sich intensiv mit arbeitgeberseitigen Zusatzleistungen und ziehen sie
in Betracht, wenn sie eine neue berufliche Herausforderung suchen“, so Chesran Glidden
von kununu.

Ausflüge und Events mit der Familie sind auch Arbeitgebersache
Wenn es darum geht, was die Beschäftigten unter familienfreundlichen Zusatzleistungen
verstehen, haben sie eine klare Vorstellung. Von den genannten 293 Euro, die sie in diese
Benefit-Kategorie investieren würden, gingen 41% in die Unterstützung von
familienfreundlicher Freizeitgestaltung wie Ausflüge oder spezielle Events – fast dreimal
mehr als Unternehmen eigenen Angaben zufolge gegenwärtig dafür investieren. Für die
direkte Kinderbetreuung würden sie genau ein Viertel des Familien-Benefit-Budgets
veranschlagen. Der Pflege von Angehörigen würden 14% zugeordnet und der Unterstützung
in besonderen Lebenslagen etwa durch psychologische Betreuung 12%. “Obstkörbe oder
vermögenswirksame Leistungen sind keine Attraktivitätsmerkmale, sondern leider nur ein
arbeitgeberseitiges Alibi. Wer aber über die vielbeschworene New Work spricht, muss auch
Zusatzleistungen neu denken und zwar so, dass diese den Nerv von umworbenen
Arbeitskräften treffen. Denn nur wer sich von standardisierten Benefits verabschiedet, kann
gefragte Kandidat*innen als Arbeitgeber überzeugen,“ so Björn Wind, CEO einer der
voiio-Gründer.

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Über die Studie
Für die repräsentative Benefit-Studie befragte das Marktforschungsunternehmen respondi im
Auftrag von voiio 1.500 Arbeitnehmende in Deutschland. Der Befragungszeitraum lag im Januar 2022. 51% der Teilnehmenden waren männlich, 49% weiblich. Das Durchschnittsalter
betrug zum Zeitraum der Befragung 43 Jahre. In einer gespiegelten Umfrage befragte voiio
109 Arbeitgeber, um so die Sicht der Unternehmen abzudecken.

Über voiio

voiio ist die einzige All-in-one-Lösung für Unternehmen, denen die Verbesserung von Berufs-
und Privatleben ihrer Mitarbeitenden am Herzen liegt. Das Berliner Unternehmen wurde 2018 als Plattform für Kinder- und Ferienbetreuung gegründet. Heute können Mitarbeitende
über die voiio-Plattform unkompliziert tausende Angebote buchen, so zum Beispiel
Familienaktivitäten, Sport- und Wellbeing-Angebote sowie Unterstützung in Krisen und
schwierigen Situationen. voiio arbeitet inzwischen mit über 300 Unternehmen zusammen und
unterstützt so über 350.000 Nutzer:innen in allen Lebenslagen.

Pressekontakt
Sascha Theisen – HR-Präsenz
st@hr-praesenz.de
Tel. 0175 / 245 35 12