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Mehr als 150 führende Organisationen, die das Ökosystem des studentischen Wohnens, Arbeitens und Lernens mitgestalten, trafen sich auf der Class Conference. Darunter auch HousingAnywhere, Europas größte Buchungsplattform für Mietunterkünfte. An der bekannten jährlichen Veranstaltung für studentisches Wohnen in Europa nahmen globale und europäische renommierte Immobilieninvestoren, -entwickler und -betreiber bis hin zu Anbietern von technischen Lösungen, Universitäten, Stadtverwaltungen, Architekten und Stadtplanern teil.

Die Class Conference befasste sich mit der grundlegenden Ursache des kontinuierlichen Preisanstiegs für Studentenwohnungen: dem strukturellen Mangel an Wohnraum. Für Städte wird es dadurch immer schwieriger, globale Talente zum Leben, Arbeiten und Lernen langfristig unterzubringen. Laut aktuellem International Rent Index Report von HousingAnywhere ist der durchschnittliche Mietpreis in europäischen Großstädten im Vergleich zum Vorjahr um 16,5 Prozent gestiegen. Der zunehmende Wunsch der Studenten, dort zu leben, wo es für ihre Lebenssituation gerade passt, lässt die Nachfrage kontinuierlich steigen. Durch das mangelnde Angebot wird die Mietanforderung in den beliebtesten Studienorten jedoch fast unerreichbar.

„Studentenmobilität und Talentbindung sind zwei Seiten einer Medaille. Mit dem Ziel, gut gebildete Nachwuchskräfte anzuziehen, haben viele Städte die Herausforderung aus den Augen verloren, wie man diese in Städten halten kann – besonders wenn das Angebot an Mietwohnungen so knapp ist wie heute. Die Bindung von Nachwuchskräften mit Potenzial erfordert die Aufmerksamkeit eines komplexen Geflechts von Akteuren, da politische Maßnahmen miteinander verknüpft sind und Entscheidungen voneinander abhängen“, so Djordy Seelmann, CEO von HousingAnywhere.

Im Jahr 2022 haben Studierende aus der ganzen Welt über Probleme bei der Suche nach verfügbarem, erschwinglichem und zugänglichem Wohnraum berichtet. Einige konnten sogar ihr Studienjahr 2022-2023 nicht antreten, weil sie keine Unterkunft finden konnten. In Berlin haben zum Beispiel im September noch mehr als 3.800 Studierende auf einen Wohnheimplatz gewartet und in Hannover waren es im Oktober noch 1.600.

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„Was sind die wichtigsten Voraussetzungen dafür, dass sich Studierende in Universitätsstädten wohlfühlen? Vielleicht braucht es nur eine glückliche Fügung und Verbindungen“, sagt Frank Uffen, Mitbegründer der The Class Foundation. „Genau das wollten wir auf der Class Conference ’22 diskutieren. Wir haben eine gemeinsame Verantwortung für die künftige Generation, und es gibt noch viel zu tun, um Räume zu gestalten und zu erhalten, die die nächsten Generationen inspirieren und neugierig machen. Für unsere Gemeinschaft ist es jetzt an der Zeit, Prioritäten zu setzen und unsere Visionen in die Tat umzusetzen.“

 

Für Städte sind drei Faktoren entscheidend, um die Herausforderungen der Studentenmobilität und der Talentbindung zu bewältigen

 

  1. Evidenzbasierte datengestützte Prognosen mit Hilfe von Technologie

Wann immer Menschen bleiben oder umziehen wollen, brauchen sie einen Platz zum Leben. Den Städten fehlt es jedoch an einheitlichen und umfassenden Daten als Basis. HousingAnywhere ist davon überzeugt, dass die Technologie den Schlüssel dazu liefert, und hat seit seiner Gründung vor 13 Jahren in ganz Europa umfangreiche Daten über Angebot und Nachfrage gesammelt, wobei der Schwerpunkt auf der internationalen Mobilität liegt. Die Daten ermöglichen es dem Unternehmen, mehr als 100.000 Menschen bei der Wohnungssuche zu helfen, und zwar mit einhundertprozentigen technischen Lösungen, die auf die sich ändernden Bedürfnisse und Wünsche von Studenten und jungen Berufstätigen, Immobilieneigentümern und über 300 Partneruniversitäten abgestimmt sind.

Da immer mehr Universitäten internationale Studenten davor warnen, ohne gesicherte Unterkunft zu kommen, sind die Daten der Schlüssel, um die Kapazitäten der Städte und die Mobilitätserwartungen der Studenten zu antizipieren.

  1. Lebensräume für Studenten und junge Berufstätige
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In der diesjährigen Class Conference wurde die Notwendigkeit des Baus von Wohnungen, die auf Studenten und junge Berufstätige zugeschnitten sind, mehr denn je hervorgehoben. Ein Fokus lag auch auf den steigenden Trends neuer Wohnkonzepte, wie zum Beispiel Co-Living. In Spanien lagen die Investitionen in Co-Living im ersten Halbjahr 2022 bereits bei 233 Millionen Euro, und nahmen damit 18 Prozent der Gesamtinvestitionen im Wohnungsmarkt entspricht.

In dieser Hinsicht werden zweckmäßig gebaute Studentenwohnheime (PBSA, „Purpose Built Student Accomodation“) in den kommenden Jahren ein Schlüsselelement darstellen. Nach Angaben des britischen Immobiliendienstleisters Savills wird die Zahl der internationalen Studenten bis 2027 um 5,8 Prozent steigen, so dass noch mehr und vielfältigere Optionen für die Unterbringung internationaler Nachwuchskräfte benötigt werden.

  1. Gemeinsamer Lösungsvorschlag mit gemeinsamer Verantwortung

„Die Hauptursache für die derzeitige Wohnungskrise ist der strukturgegebene Angebotsmangel. Diese Konferenz hat erfolgreich viele verschiedene Interessengruppen zusammengebracht und es ist an der Zeit, dass wir uns alle ehrgeizig dieser Herausforderung stellen. Wir müssen anstreben, den drei wichtigen Faktoren, Verfügbarkeit, Erschwinglichkeit und Zugänglichkeit, noch Verantwortlichkeit hinzuzufügen. Die Herausforderungen von heute verlangen von uns allen, dass wir uns anstrengen, die Lösungen für morgen zu finden“, sagt Djordy Seelmann, CEO von HousingAnywhere. „Von öffentlichen Einrichtungen bis hin zu Technologieplattformen, die potenzielle Mieter mit Wohnungsanbietern zusammenbringen, von Bauunternehmern bis hin zu Vermietern und Universitäten – ein komplexes Problem erfordert eine gemeinsame und transnationale Antwort“, fügt Seelmann hinzu.

Viele der europäischen Universitätsstädte befinden sich in einer schwierigen Lage. Der Wohnungsbestand hat mit einer immer mobileren Welt nicht Schritt gehalten. Die Mietpreise steigen schneller als die Inflation. Die Konsequenz: Studenten legen ihre Träume auf Eis, weil es in ihrer Universitätsstadt zu wenig Wohnraum gibt. Das Unterkunftsangebot ist zersplittert und der Mietmarkt nach wie vor intransparent. „Es ist an der Zeit, dass die Städte und die beteiligten Akteure die Verantwortung für die Zukunft der jungen Generation übernehmen und sie in die Lage versetzen, fundierte Entscheidungen über ihr künftiges Leben zu treffen“, betont Djordy Seelmann.