Mandy Ebisch

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In zahlreichen Haushalten und Wohnungen kommt ein Durchlauferhitzer zum Einsatz, um das Wasser für die Dusche zu erwärmen. Doch wie findet man das ideale Gerät für die eigenen Bedürfnisse?

Funktionsweise eines Durchlauferhitzers

Ein Durchlauferhitzer ist ein Gerät zur Erzeugung von Warmwasser, das das Wasser erst dann erhitzt, wenn es benötigt wird. Kaltes Wasser fließt an der Entnahmestelle durch einen Wärmetauscher, der elektrisch betrieben wird. Die Wärme wird vom Wärmetauscher auf das Wasser übertragen. Anschließend strömt warmes Wasser aus dem Gerät und kann zum Duschen, Kochen oder Waschen verwendet werden.

Im Haushalt gibt es hauptsächlich zwei Arten von Durchlauferhitzern: elektronische und hydraulische. Sie unterscheiden sich in der Art, wie sie das Wasser erhitzen.

Hydraulische Geräte nutzen einen mechanischen Differenzdruckschalter, der kontinuierlich den Durchfluss und den Wasserdruck überwacht. Treten Druckunterschiede auf, gibt er das Signal zur Wassererwärmung.

Elektronische Durchlauferhitzer verwenden Sensoren zur Messung der Kaltwassertemperatur und des Durchflusses. Anhand dieser Werte passt das Gerät die Heizleistung präzise an.

Welche Leistung braucht ein Durchlauferhitzer für die Dusche?

Ein Durchlauferhitzer für die Dusche mit ausreichender Leistung ist entscheidend, um das Wasser schnell und konstant auf die gewünschte Temperatur zu bringen. Bei einem zu schwachen Gerät kann es vorkommen, dass das Wasser erst nach einiger Zeit warm wird oder nicht konstant warm bleibt, wenn man die Dusche aufdreht. Dies kann zu einem unangenehmen Duscherlebnis führen.

Durchlauferhitzer sind mit Leistungen von 18, 21, 24, 27 und 33 Kilowatt (kW) erhältlich. Ein 18-kW-Gerät kann normalerweise zehn Liter Wasser pro Minute auf eine angenehme Temperatur erwärmen, was für die Dusche eine ausreichende Warmwasserversorgung darstellt. Die meisten Duschköpfe haben jedoch einen höheren Wasserdurchfluss, oft zwölf Liter pro Minute. Daher empfiehlt es sich, bei der Leistungsberechnung zu einem Gerät mit höherer kW-Leistung zu greifen, um die Wassertemperatur auf 40 Grad Celsius zu erhöhen. Am besten vergleicht man dazu den Wasserdurchfluss des Duschkopfs mit der Leistung des Durchlauferhitzers.

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Die Mindestleistung für einen Durchlauferhitzer für die Dusche beträgt 18 kW. Es wird jedoch empfohlen, direkt zu einem Gerät mit 21 kW oder 24 kW Heizleistung zu greifen, da es andernfalls dazu führen kann, dass das Wasser langsamer warm wird und möglicherweise nicht konstant warm bleibt – insbesondere, wenn die Dusche voll aufgedreht wird.

Die höhere Leistung kann auch dann sinnvoll sein, wenn im Haushalt eine größere Anzahl von Wasserentnahmestellen und Personen vorhanden sind und die Zapfstellen gleichzeitig verwendet werden. Wasserentnahmestellen sind neben der Dusche auch die Waschbecken. Wenn die Leistung für die benötigte Wassermenge zu gering ist, können Temperaturschwankungen auftreten.

Vorteile und Nachteile eines Durchlauferhitzers für die Dusche

Durchlauferhitzer bieten im Vergleich zur Alternative der dezentralen Warmwasserbereitung über Warmwasserspeicher (Boiler) einige Vorteile, wenn sie für die Dusche verwendet werden. Zum einen erwärmt das Gerät das Wasser sofort, wenn man den Wasserhahn aufdreht. Dadurch bleibt die Wassertemperatur immer konstant, unabhängig von der Wassermenge, die man verbraucht. Daher benötigen Durchlauferhitzer keinen Warmwasserspeicher.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Durchlauferhitzer das Wasser nur dann erwärmen, wenn man unter der Dusche steht. Dies verhindert die Bereithaltung von Warmwasser, auch wenn die Dusche nicht benutzt wird. Im Gegensatz dazu bleiben bei Boilern Warmwasservorräte im Tank stehen, wenn gerade kein Warmwasser benötigt wird, die sich dann allmählich abkühlen und somit ständig wieder aufgeheizt werden müssen. Dies verursacht einen unnötigen Energieverbrauch und kann die Energieeffizienz mindern. Mit einem Durchlauferhitzer wird das Warmwasser dagegen nur dann erzeugt, wenn man es benötigt, was ressourcenschonender ist.

Außerdem gibt es bei Durchlauferhitzern kein Risiko bezüglich Legionellen, da das Wasser auf hohe Temperaturen erhitzt wird und Legionellen stehendes, warmes Wasser benötigen, um sich optimal zu vermehren Da Durchlauferhitzer das Wasser nur dann erwärmen, wenn der Warmwasserhahn geöffnet ist, ist die Wahrscheinlichkeit einer Legionellenbildung äußerst gering. Dies stellt einen klaren Vorteil gegenüber anderen dezentralen Warmwasserbereitungssystemen dar.

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Ein weiterer Vorteil: Durchlauferhitzer lassen sich auch an weiter entfernt liegenden Zapf- und Entnahmestellen installieren. Dies erhöht die Flexibilität des Systems und ermöglicht es, Warmwasser dort verfügbar zu machen, wo es benötigt wird, ohne den Bedarf an zusätzlichen Warmwasserleitungen oder großen Warmwasserspeichern.

Dennoch gibt es auch einige Nachteile bei der Verwendung von Durchlauferhitzern. So benötigt jeder Durchlauferhitzer einen eigenen Stromanschluss. Dies muss bereits bei der Planung des Stromnetzes berücksichtigt werden.

Hinzu kommt, dass bei Mehrpersonenhaushalten die erwärmte Wassermenge unter Umständen nicht ausreicht: Wird also gerade geduscht und jemand entnimmt an einer anderen Zapfstelle ebenfalls warmes Wasser, kann es vorkommen, das mit kaltem Wasser weitergeduscht werden muss (wenn keine weiteren Durchlauferhitzer an jeder Entnahmestelle installiert sind).

Auch das Aufheizen des Wassers dauert bei Durchlauferhitzern mitunter etwas länger. Benötigt man ausschließlich warmes Wasser, fließt somit anfangs kaltes Wasser ungenutzt die Rohre hinunter.

 

Fazit: Ein Durchlauferhitzer für die Dusche ist eine praktische Lösung zur Erzeugung von Warmwasser, da er das Wasser erst dann erwärmt, wenn es benötigt wird. Bei der Auswahl des passenden Geräts ist die Leistung entscheidend, um das Wasser schnell und konstant auf die gewünschte Temperatur zu bringen. Die Mindestleistung für einen Durchlauferhitzer für die Dusche beträgt 18 kW, jedoch wird empfohlen, ein Gerät mit 21 kW oder 24 kW Leistung zu wählen, um optimale Ergebnisse zu erzielen, insbesondere wenn mehrere Wasserentnahmestellen gleichzeitig genutzt werden.

 

Bildnachweis: ©freepik

 

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