Die beliebtesten Finanzmärkte sind jene für Aktien und Devisen (auch Forex genannt, kurz für Foreign Exchange). Obwohl es zwischen diesen beiden Märkten Gemeinsamkeiten gibt, so sind sie doch sehr unterschiedlich.

Wenn Sie sich fragen, ob Sie lieber mit dem Devisen- oder Aktienhandel beginnen sollten, dann sollten Sie die Unterschiede zunächst kennenlernen. Damit können Sie ein Gesamtbild erhalten, um zu wissen, was Ihnen und Ihrem Handelsstil entspricht.
Zugang zu den Märkten
Der Zugang zum Markt ist wichtig, da sich dies auf die Zeit auswirkt, die für die Marktbeobachtung benötigt wird. Außerdem ist es relevant, wie schnell man auf Marktbewegungen, Stimmungslagen und grundlegende Einflussfaktoren reagieren kann.
Forex is der weltweit größte Finanzmarkt und wird hauptsächlich auf dem Freiverkehrsmarkt (OTC-Markt) gehandelt, ohne eine physische Börse. Es ist ein völlig globaler Markt und er ist 24 Stunden am Tag, fünf Tage die Woche verfügbar.
Um auf dem Devisenmarkt zu handeln, muss man die beliebtesten Handelszeiten berücksichtigen – und zwar in Bezug auf das Währungspaar. Das ist meist jene Zeit, wenn sich die Handelszeiten der beiden Ländern überschneiden. Dies wird wahrscheinlich die Liquidität des Währungspaars erhöhen und die Kosten des Spreads verringern.
Die Zugänglichkeit des Devisenmarkts bietet viele Anlagemöglichkeiten, aber es gibt auch Risiken, wenn Sie den Markt nicht überwachen können. Sie können dem jedoch entgegenwirken mit einer Risikomanagement-Strategie; dazu gehört unter anderem, entsprechende Stopps und Limits auf Ihrem Online-Handelskonto zu verwenden.
Der Aktienhandel hat hingegen feste Handelszeiten, die von der Börse abhängen, an der die Aktien notiert sind. So öffnet zum Beispiel die London Stock Exchange (LSE) um 8:00 Uhr (GMT) und sie schließt um 16:30 Uhr, wobei zwischen 12:00 und 12:02 eine Pause eingelegt wird.
Die Londoner Börse hat die längesten Handelszeiten, wobei die anderen großen Börsen auf der Welt alle unterschiedliche Handelszeiten aufweisen.
Die verschiedenen Einflussfaktoren
Es gibt eine ganze Reihe an Faktoren, die Einfluss auf den Devisen- bzw. Aktienmarkt haben können.
Im Vergleich zu den Tausenden von Aktien, die auf dem Markt verfügbar sind, gibt es nur acht große Währungen. Diese sind vielleicht leichter zu überwachen als eine große Anzahl an Aktien, aber die Faktoren, die einen Einfluss auf ihren Wert haben, können komplexer sein.
Sie müssen über die wirtschaftlichen und politischen Ereignisse in jedem Lande des Währungspaars Bescheid wissen. Dazu zählen etwa die Arbeitslosenquote, die Inflation sowie die Zinssätze, die alle den Devisenkurs beeinflussen können.
Beim Aktienhandel gibt es zwar mehr Vermögenswerte zu beobachten, aber zugleich müssen weniger Faktoren beachtet werden. Ihr Fokus wird mehr auf der Leistung des Unternehmens und dem Zustand der Branche liegen. Dazu können Gewinnberichte, Umsätze, Cashflows und der Verschuldungsgrad zählen.
Mit einem Wirtschaftskalender können Sie sich auf die Variablen vorbereiten, die den Finanzmarkt beeinflussen können und dementsprechend handeln, da geplante und organisierte Ereignisse darin genannt werden.
Sie können auch die Informationen nutzen, die auf Ihrer gewählten Handelsplattform bereitgetellt werden. Beim Aktienhandel können Sie zum Beispiel Artikel finden, die Ihnen grundlegende Fragen beantworten – zum Beispiel „wie handelt man den DAX?“. Beim Devisenhandel können Sie eine Anleitungen zu den Unterschieden zwischen wichtigen und weniger wichtigen Währungspaaren finden.
Liquidität und Volatilität
Das Handelsvolumen ist der größte Unterschied zwischen dem Devisen- und Aktienmarkt. An einem durchschnittlichen Tag können auf dem Devisenmarkt Währungen im Wert von rund 5 Billionen Dollar gehandelt werden – um einiges mehr als die 200 Milliarden Dollar, die der Aktienmarkt pro Tag verbucht.
Das große Handelsvolumen des Devisenmarktes bedeutet, dass er liquider ist als der Aktienmarkt. Die Devisentransaktionen werden in der Regel einfacher durchgeführt, mit engeren Spreads und geringeren Gebühren.
Da Devisen jedoch so leicht gehandelt werden können, bedeutet das, dass der Markt im Vergleich zu Aktien eine größere Volatilität aufweist. Die Devisenkurse können sich schnell und dramatisch ändern, und das in kürzester Zeit. Währenddessen folgen die Aktienkurse einem stabileren Bewegungsmuster.
Die Händler können diese Volatilität zu ihrem Vorteil nutzen, aber wie bei jeder Investition gibt es auch hier Risiken. Wie immer sollte der Markt, in den Sie investieren möchten, Ihrer Handelsstrategie entsprechen.
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