Die Proteinlücke zu Zeiten von Corona

Aktuell kommt es aufgrund des Corona-Virus auf der ganzen Welt zu Lieferengpässen. Viele Länder stehen ganz oder teilweise in Quarantäne. In Zeiten einer Krise ist es umso wichtiger, unabhängig die Proteinversorgung sicher zu stellen.

Die Proteinlücke zu Zeiten von Corona

Die Proteinlücke zu Zeiten von Corona

Deutschland hat, wie andere EU-Länder auch, ein Proteinproblem. Eine Proteinlücke entsteht in der Futtermittelindustrie. Die landwirtschaftlich gehaltenen Tiere wie Rinder, Schweine und Hühner müssen bedarfsgerecht ernährt werden und benötigen dafür eine ausreichende Proteinzufuhr. Da in Europa nicht genug proteinhaltige Pflanzen wie zum Beispiel Sojabohnen produziert werden, müssen diese importiert werden.

Die Welternährungsorganisation FAO schließt nicht aus, dass arme, exportabhängige Länder die Lebensmittelversorgung nicht sicherstellen können. Probleme könnte es beispielsweise bei den Lieferketten geben. Argentinien, ein Sojaexporteur, hat die großen Häfen wie Rosario unter Quarantäne gestellt. Der Hafen Rosario gehört zu den wichtigsten Häfen, von denen Sojaschrot exportiert wird. Der Futtermittelsektor befürchtet nun eine Sojaschrotknappheit. Dies könnte auch auf die deutsche Futtermittelindustrie beeinflussen, denn die Nutztiere müssen weiterhin bedarfsgerecht mit Proteinen versorgt werden.

Vorteile heimischer Sojaanbau:
– Gentechnikfrei
– Keine Regenwaldabholzung
– Verringerte Importabhängigkeit
– Nachhaltige Produktion unter strengen deutschen Umweltauflagen und Sozialstandards
– Bereicherung der Fruchtfolgen und Belebung des Bodens
– Binden von Stickstoff aus der Luft
– Besonders wertvolle Körnerleguminose mit hohem Anteil an essentiellen Aminosäuren für die Ernährung von Menschen und landwirtschaftlichen Nutztieren
– Anbau für viele Landwirte in unterschiedlichen Regionen Deutschlands sinnvoll und rentabel

Heute könnte auf deutschem Grund auf ungefähr 780.000 ha Soja angebaut werden, wie der Sojaförderring mit Hilfe der Temperatursummen der Standorte errechnet hat. Mit den dann jährlich produzierten Mengen von zwei Millionen Tonnen Sojabohnen könnten ungefähr ein Drittel der Importe ersetzt werden.

Warum lohnt sich der Rapsanbau immer noch?
Trotz der Rückschläge der letzten Jahre ist der Winterraps eine essentiell wichtige Kultur für unsere Äcker, Fruchtfolge und heimische Landwirtschaft. Rapsöl wird in Deutschland konstant nachgefragt. Der monetäre Wert lässt sich nicht nur mit der Kultur selber erklären, sondern auch mit dem hohen Vorfruchtwert. Die nächste Kultur kann ihr volles Ertragspotenzial ausschöpfen und mehr Ertrag realisieren.

Raps ist nicht nur wichtig für eine weitgestellte Fruchtfolge, es ist auch ein proteinreiches und wertvolles Futtermittel. Für heimische Landwirte muss der Rapsanbau wieder attraktiv werden, damit die Eiweißstrategie des Bundesministeriums aufgeht, denn im Norden Deutschlands kann Soja noch nicht mit anderen Kulturpflanzen konkurrieren. Der Fokus muss deshalb auf einem gemeinsamen Ausbau der Raps- und Sojaanbaufläche liegen. Wenn die Anbaufläche von Raps und Soja deutlich gesteigert werden kann, wäre dies ein großer Schritt in Deutschlands Proteinunabhängigkeit.

Vorteile Rapsanbau:
– Hoher Vorfruchtwert
– Wichtig in getreidelastigen Fruchtfolgen, da keine Übertragung von Halmbruch, Ährenfusarium und Schwarzbeinigkeit
– Förderung von Antagonisten pilzlicher Schaderreger
– Gute Bodenstruktur und erhöhtes Bodenleben nach Raps
– Bioporen bis in 1,8 m Tiefe

EURALIS Saaten GmbH
EURALIS Saaten ist die deutsche Niederlassung der EURALIS Semences S.A.S., das Saatgutunternehmen der französischen Groupe EURALIS und züchtet, prüft und vertreibt Sorten von Mais, Raps, Sonnenblumen, Soja und Sorghum in Zentraleuropa.

Kontakt
EURALIS Saaten GmbH
Nina Becker
Oststrasse 122
22844 Norderstedt
040 608877 52
040 608877 34
nina.becker@euralis.de
http://www.euralis.de/

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