Der größte Industrieskandal in der jüngsten Geschichte der Bundesrepublik ist noch immer nicht komplett aufgearbeitet. Im sogenannten Abgasskandal sind jetzt Strafrechtsurteile ergangen, die nicht unerhebliche Strafen verhängt haben. Der Deutsche Bundestag hatte schon im Jahr 2016 einen Untersuchungsausschuss eingesetzt, der zwar nicht die Arbeit der Strafgerichte übernehmen konnte, aber versuchte, die politische Dimension dieses Skandals aufzuarbeiten.
Die Krise und der dadurch entstandene Schaden, der in den betroffenen Unternehmen entstanden ist, ist enorm. Und auch wenn gerade in Deutschland die Kennzahlen gerne im Vordergrund stehen, sind es letztlich tiefer liegende Ursachen, die solche Krisen produzieren. Dabei geht es um Konflikte und deren Lösung, es geht um gelebte Fehlerkultur, um Zusammenarbeit und die Führung von Teams, kurz: es geht um gelebte Unternehmenspolitik und -kultur.
Was gilt es zu vermeiden?
Die drei Fehler, die es zu vermeiden gilt, sind schnell aufgezählt: „Das haben wir schon immer so gemacht.“ ist Nummer 1. Nummer 2 lautet: „Da könnte ja jeder kommen.“ und Nummer 3 lautet: „Wo kämen wir denn da hin!“
Das sind tatsächlich die Grundsätze, die das Handeln der deutschen Verwaltung seit dem vorletzten Jahrhundert geprägt haben und auch immer noch prägen. Diese Grundsätze sitzen aber nicht nur in der Verwaltung tief, sie prägen auch unsere gesamte gesellschaftliche Matrix immer noch. Ohne Frage sind wir mit unserer Demokratie dem Obrigkeitsstaat entwachsen, den diese Sätze geformt haben. Aber das deutsche Mindset hat noch immer viel von dieser Prägung in sich.
Diese drei Sätze kommen kurz und knapp daher, aber es verbergen sich ganze Universen an Handlungsoptionen dahinter und sie alle haben ein gemeinsames Potenzial: das Bestehende zu zementieren, Veränderung und Transformation zu verhindern und Innovation hinten an zu stellen.
Unternehmen, die im Rahmen ihrer Unternehmenspolitik zukunftsweisend und erfolgreich handeln wollen, sollten sich also an anderen Leitsätzen orientieren.
Unternehmenspolitik ist Alltagsgeschäft, in so herausfordernden Zeiten wie aktuell hat sie existenzielle Bedeutung. Denn kommen Dinge, die lange gut funktioniert haben unter Veränderungsdruck, dann darf sich auch die Unternehmenspolitik bzw. -kultur transformieren. Wer dann nach alten Hüten greift, hat eigentlich schon verloren.
Die begeisternde Keynote Speakerin Dr. Caroline Dostal geht in ihrer Keynote „1×1 der erfolgreichen Unternehmenspolitik“ dem Erfolg versprechenden alt Bewährten auf den Grund. Sie zeigt, wie es auch in diesen von Krisen und Konflikten geprägten Zeiten möglich ist, eine Unternehmenskultur zu etablieren, die eine gute Zusammenarbeit im Sinne von Teamgeist und psychologischer Sicherheit ermöglicht. In ihrer Keynote legt sie dar, wie es auch in schwierigen Zeiten gelingt, mit einer gut gelebten Fehlerkultur Produktivität und Innovation voran zu treiben. Das Fundament von erfolgreicher Unternehmenspolitik sind dabei die Führungskräfte. Denn wie sagt es die altbewährte Volksweisheit so treffend: „Der Fisch fängt vom Kopf an zu stinken.“
Die (Welt)Politik begeht gerade einen großen Fehler: Altbewährtes streicht sie als erstes. In den USA und auch hierzulande. Werte wie Aufrichtigkeit, Wertschätzung, Authentizität, Nahbarkeit, Integrität, Teilhabe, Inklusion, Chancengleichheit und Fairness stehen auf der Abschussliste unter dem Kampfbegriff DE&I oder Diversität.
Wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmen setzen dabei genau auf diese Werte und erreichen damit eines: erfolgreiche Bewerbungsprozesse, hohe Firmenzugehörigkeit, das Meistern von wirtschaftlichen Herausforderungen oder erfolgreiche Innovationen.
Dr. jur. Caroline Dostal ist Keynote-Speakerin und Vortragsrednerin zu den Themen Macht, Demokratie, Politik und Freiheit. Im Sinne des Empowerments und der Future Skills spricht sie über Resilienz, Souveränität und Durchsetzungskraft und wie es gelingt, im Arbeits- und privaten Umfeld in herausfordernden Zeiten in die gute Richtung zu schauen.
Dabei greift sie auf einen reichen, praktisch erprobten Wissensschatz aus mehr als 20 Jahren (inter)nationaler Politik- und Verhandlungserfahrung zurück. Sie war als Französische Botschaftsrätin bei der OECD tätig, im Krisenmanagement der Bundesregierung während der Finanzkrise 2008, hat die Bundesregierung im Deutschen Bundestag vertreten und als Führungskraft ihre berufliche Laufbahn bei der NS-Verfolgtenentschädigung begonnen.
Caroline Dostal ist Juristin, Master of European Governance, Mediatorin, Psychotherapeutischer HP, Coach und Weltreisende.