KI steigert Produktivität – doch Führungslücken bremsen Unternehmen

Zum „World Productivity Day“ am 20. Juni rückt die Frage in den Fokus, wie Unternehmen produktiver arbeiten können. KI-Tools sorgen in vielen Organisationen bereits für messbare Produktivitätsgewinne. Das zeigt der DHR Global Workforce Trends Report 2026, für den 1.500 wissensbasierte Büroangestellte ab 21 Jahren in Nordamerika, Europa und Asien befragt wurden. Demnach berichten 39 Prozent der Befragten weltweit von spürbaren Produktivitätsgewinnen durch KI, in Europa sind es 40 Prozent. Gleichzeitig sagen nur 34 Prozent, ihr Unternehmen habe sehr klar kommuniziert, was KI für ihre Aufgaben, Rollen und Fähigkeiten bedeutet. Während 69 Prozent der C-Suite die KI-Kommunikation als sehr klar bewerten, sagen das nur 12 Prozent der Berufseinsteiger:innen. Auch sinkendes Engagement wirkt sich auf die Produktivität aus: Weltweit bezeichnen sich nur 64 Prozent der Befragten als sehr oder extrem engagiert, in Europa sind es 68 Prozent, in Nordamerika 67 Prozent und in Asien 59 Prozent. DHR Global sieht Produktivität deshalb zunehmend als Führungsfrage – und nicht allein als Ergebnis neuer Technologien.

Gerlinde Berger, Managing Partner, European Industrial Practice bei DHR Global: „Damit verschiebt sich die Produktivitätsdebatte: Nicht die Verfügbarkeit von Technologie ist der Engpass, sondern ihre organisatorische Übersetzung. KI kann Prozesse beschleunigen, aber sie ersetzt keine Klarheit über Verantwortlichkeiten, Skill-Profile, Entscheidungswege und Zusammenarbeit. Genau hier wird Produktivität zur Führungsfrage.“

Stefan Diemer, Partner bei DHR Global: „Produktivität wird damit zu einem strategischen Leadership-Thema. Unternehmen müssen nicht nur neue Rollen besetzen, sondern Führungsteams so aufstellen, dass sie Technologie, Kultur, Kommunikation und Leistung zusammenführen. Wir positionieren uns genau an dieser Schnittstelle: als Leadership Advisor für Organisationen, die ihre Führungsteams für KI-getriebene Transformation, neue Arbeitsmodelle und steigende Anforderungen an Resilienz neu ausrichten müssen.“

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