Ines Rein-Brandenburg

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Humorvolle Kurzgeschichten, aufmerksamer Dialog und kritische Analyse zur Religion

 

Diese drei Buchtitel sprechen Menschen mit unterschiedlichen Vorlieben an – alle mit einem Bezug zum schönsten Fest des Jahres.

Humorvoll, scharfsinnig, respektlos – Gerald Gleichmann spießt kuriose Ereignisse rund um Weihnachten auf. In „Na dann, frohes Fest!“ (ISBN 978-3-95716-337-0) stößt Besinnlichkeit  auf Ironie, Geschäftigkeit auf unfreiwillige Entschleunigung, Tradition auf die Tücken des Unvorhersehbaren. Geschenke sind nie das, was sie zu sein scheinen. Das Wichteln im Seniorenheim endet in einer Verfolgungsjagd. Die Aushilfs- Knusperhexe stürzt eine Opernvorstellung ins Chaos. Ein Opa verschwindet im heftigen Schneetreiben und während des russischen Jolkafestes kommt es zu turbulenten Verbrüderungen. Zufällig geraten die Akteure in haarsträubende Situationen und bemühen sich am Ende, trotz dieser kleinen Katastrophen, die alljährliche Bescherung gemeinsam irgendwie zu überleben.

Na dann, frohes Fest!

Warum fällt es uns oft so schwer, gut miteinander zu kommunizieren? Eva Neuner und Holger Niemeyer haben sich auf den Weg gemacht, das wahre Selbst in der echten Begegnung zu entdecken: Das ist das Anliegen des Buches „Es zünde sich ein Licht am anderen an!“  (ISBN 978-3-95716-334-9).. Die beiden Autoren arbeiten im Bereich Coaching, Beratung und Heilarbeit, beraten und stützen viele Menschen. Sie notieren einen Dialog der achtsamen Wahrnehmung, der sich aus der Entdeckung der Tiefe der eigenen Selle speist. Im Dialog reflektieren sie, wie sie mit sich selbst und den anderen umgehen. Sie schreiben: „Unsere Wahrnehmungsbestätigungen entstanden beim gemeinsamen Assistieren, bei Vorträgen oder anderen Veranstaltungen. Das Teilen unseres jeweils inneren Spürens war uns manchmal wichtiger als die dargebotenen Inhalte und wir haben darauf viel Zeit im Nachhinein verwendet. Es ging dabei nicht um die Beurteilung anderer Menschen, sondern um den Austausch der Wahrnehmungen. Wir haben uns oft erst in unserer Zweier-Begegnung wieder getraut, wirklich wir selbst zu sein und unsere eigentlichen Wahrnehmungen frei mitzuteilen.“

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Wer prägt Normen und Werte? Religiosität rückt einerseits in einer aufgeklärten, säkularen Welt an den Rand, andererseits gehört Religion für zahllose Menschen nach wie vor unverrückbar zu ihrem Leben. Berndt Bleckmann hat sich auf die Spur einer Frau mit einem außergewöhnlichen Lebensweg begeben: Eine Nonne beginnt nach vielen Jahren in einem Benediktinerinnenkloster ein neues Leben in einem indischen Ashram. In „Guru statt Jesus“ (ISBN 978-3-95716-321-9) analysiert Bleckmann die Autobiografie der Frau, die sich nach ihrem Eintritt in die Sektenkolonie Radham Soami Satsang im indischen Beas (Punjab) Shraddha Liertz nennt. Er beleuchtet ihren Weg aus psychologischer Sicht und wirft viele Fragen auf. Ein spannendes und aufschlussreiches Sachbuch für kulturell, religiös und psychologisch Interessierte gleichermaßen. Wie kann es geschehen, dass intelligente und einsichtsfähige Menschen ihre Autonomie, ihre Individualität und Würde freiwillig ablegen? Was geschieht in einer religiösen Gruppe, die ihre Mitglieder zu einer gleichgeschalteten Einheit formt?

Die Frau aus einer oberbayerischen Kleinstadt ist eine ernsthafte und emotionale Gottsucherin. Sie meditiert, erlebt mystische Ekstasen. In Indien begegnet sie Mutter Teresa, dient dem indischen Katholizismus und studiert brahmanische Lehren, bis sie in den Bannkreis eines Gurus gerät, den sie für Jesus hält. Berndt Bleckmann versucht, die Höhen und Tiefen, die Euphorien und Depressionen, die sie in ihrer Autobiografie schildert, psychologisch-naturwissenschaftlich zu verstehen. Insbesondere beschäftigt ihn die Frage, was Menschen dazu bringt, ihren Glauben, ihre Moral und ihre Selbständigkeit so weit aufzugeben, dass sie lieber für ihren Guru sterben würden, als an seinen Worten zu zweifeln.

Alle Bücher sind auch als E-Books erhältlich. Alle Print-Ausgaben können im Online-Shop verlag-kern.de schnell, bequem und portofrei (innerhalb Deutschland) direkt ab Verlag bestellt werden.  Natürlich kann man die Titel des verlag-kern.de auch im Buchhandel vor Ort und Online erwerben. Wer zu Weihnachten noch ein passendes Buch sucht, ist beim Verlag Kern gut bedient. Bis 18. Dezember direkt beim Verlag Kern bestellen – dann liegt es pünktlich auf dem Gabentisch.