Experten fordern Aorten Aneurysma Screening bei Risiko-Patientinnen

Aorten Aneurysma bei Frauen oft unentdeckt

EIn Aortenaneurysma kommt zwar seltener bei Frauen vor, ist aber gefährlicher.

Oft handelt es sich um einen Zufallsbefund: Erweiterungen der Hauptschlagader ( Aortenaneurysmen) verursachen normalerweise keine Beschwerden, stellen aber dennoch ein beträchtliches Gesundheitsrisiko dar. Denn an den Folgen eines Einrisses sterben in Deutschland jährlich rund 2.000 Menschen. Dr. med. Ahmed Koshty, Chefarzt der Gefäßchirurgie am Klinikum Jung Stilling in Siegen, hat sich auf die Behandlung von Aorten Aneurysmen spezialisiert. Er weiß: “Frauen und Männer sind unterschiedlich betroffen. Aus verschiedenen Studien ist bekannt, dass rund zwei Prozent aller Männer zwischen 65 und 75 Jahren ein Aneurysma an der Bauchaorta entwickeln. Bei Frauen derselben Altersgruppe sind es nur rund 0,5 Prozent.”

Aorten Aneurysma ist bei Frauen zwar seltener, aber gefährlicher

Allerdings: Leiden Frauen unter einem Aorten Aneurysma, dann sterben sie daran wesentlich häufiger als Männer. “Das liegt an der Struktur der Aortenwand, die bei Frauen anders beschaffen ist. Bei ihnen reißt ein bestehendes Aneurysma rund viermal häufiger als bei Männern. Auch eine Notoperation überleben Frauen seltener”, erklärt Dr. med. Ahmed Koshty. Die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) fordert daher, Frauen künftig bei Screening-Programmen mit einzubeziehen. Denn bisher bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen Vorsorge-Untersuchungen nur für Männer über 65. “Gerade Risiko-Patientinnen wie Raucherinnen sollten sich einem Screening unterziehen”, appelliert Dr. med. Ahmed Koshty an Betroffene.

Nicht immer ist bei Aorten Aneurysma eine Operation erforderlich

Doch was können Ärzte tun, wenn ein Aneurysma festgestellt wird? “In manchen Fällen reicht es zunächst, das Aneurysma weiter zu beobachten”, schildert Dr. med. Koshty. Erst wenn die Gefäßaussackung einen Durchmesser von rund fünf Zentimeter überschreite, könne eine Operation sinnvoll sein. Im Diakone Klinikum Jung-Stilling arbeiten Dr. med. Koshty und sein Team mit modernen Stent-Prothesen, die minimalinvasiv über einen Zugang in der Leiste eingesetzt werden können. Stents kleiden die erweiterte Aorta von innen her aus und verhindern so, dass das Gefäß reißt.

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Bei Dr. med. Ahmed H. Koshty, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, liegt der Schwerpunkt auf der Therapie aller Erkrankungen der Aorta. Die Klinik ist in einem Wachstumsprozess und arbeitet eng mit Ärzten, Pflegepersonal und Physiotherapeuten zusammen.

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Diakonie in Südwestfalen gGmbH
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