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akz-o Sobald die Tage kürzer werden, lässt die nächste Grippewelle nicht lange auf sich warten. Der Mix aus nasskaltem Wetter und trockener Heizungsluft schwächt in den Herbst- und Wintermonaten unser Immunsystem und ebnet Viren den Weg in den Körper. Das kann gefährliche Folgen haben. Doch mit einfachen Tipps lässt sich die Gefahr einer Infektion reduzieren. Eine echte Grippe, Influenza genannt, ist alles andere als harmlos: Sie geht oft mit hohem Fieber einher, fesselt Erkrankte tagelang ans Bett und kann schwere Komplikationen nach sich ziehen. Für durchschnittlich 8.000 bis 11.000 Deutsche endet sie jedes Jahr tödlich. Die Viren werden meist von Hand zu Hand weiter gegeben, zum Beispiel über Türklinken oder Griffe im Bus. Fassen wir uns ins Gesicht, gelangen die Viren über die Schleimhäute in den Körper. Kleiner Piks, große Wirkung „Um das zu vermeiden, sollte man die Hände vom Gesicht fernhalten und sie mehrmals täglich gründlich mit Seife waschen“, sagt Dr. Petra Sandow, niedergelassene Ärztin aus Berlin. Die Gefahr einer Infektion ist dort groß, wo viele Menschen zusammen kommen − etwa im Großraumbüro: „Hier hilft Stoßlüften mehrmals am Tag, um verbrauchte Luft auszutauschen.“ Wer über den Tag verteilt genug trinkt, hält die Schleimhäute feucht und abwehrbereit. Gegen trockene Nasenschleimhäute hilft ein Nasenspray mit Meerwasser. „Die beste Maßnahme, eine Grippe-Infektion zu vermeiden, ist nach wie vor die jährliche Schutzimpfung“, sagt Dr. Sandow. Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (STIKO) empfiehlt sie chronisch Kranken und über 60-Jährigen, denn ihr Immunsystem ist anfälliger für Infekte. Auch Schwangere, Bewohner von Pflegeeinrichtungen, medizinisches Personal oder Berufstätige mit viel Kundenkontakt sollten sich impfen lassen. Für diese Gruppen übernehmen die gesetzlichen Kassen die Kosten; alle anderen sollten bei ihrer Kasse nachfragen. Als optimale Zeit für eine Impfung gelten Oktober und November; aber auch in den Folgemonaten ist eine Immunisierung noch möglich. Bis der volle Schutz erreicht wird, dauert es rund zwei Wochen. Die Grippe-Impfung muss jedes Jahr wiederholt werden. „Die Virus-Stämme verändern sich ständig, daher müssen wir die Impfstoffe immer wieder anpassen“, erklärt Dr. Sandow. Übrigens: Dass eine Grippeimpfung den Ausbruch der Krankheit begünstigt, ist ein Irrtum. „Bei der Impfung nutzt man unschädliche Virusteile, die keine Grippe mehr auslösen können.“ Leichte Kopf- und Gliederschmerzen als Anzeichen, dass das Immunsystem aktiviert ist, sind möglich, klingen aber nach ein bis zwei Tagen wieder ab. Weitere Infos unter: www.guter-grippeschutz.de. BU Bild1 + Bild2: Foto: MCG/akz-o ![]()