Ein Firmenumzug ist wie ein Staffellauf durchs ganze Unternehmen: Jede Abteilung trägt ein Stück Verantwortung, und nur wenn alle Staffetten sauber übergeben werden, kommen Sie am Ziel ohne Stolpern an. Damit das gelingt, brauchen Sie mehr als Kartons – Sie brauchen einen Plan, der vom ersten Kostenposten bis zum letzten LAN-Kabel reicht.

UmzugshelferEin Firmenumzug ist wie ein Staffellauf durchs ganze Unternehmen: Jede Abteilung trägt ein Stück Verantwortung, und nur wenn alle Staffetten sauber übergeben werden, kommen Sie am Ziel ohne Stolpern an. Damit das gelingt, brauchen Sie mehr als Kartons – Sie brauchen einen Plan, der vom ersten Kostenposten bis zum letzten LAN-Kabel reicht.

Früh anfangen, Stress vermeiden

Je größer die Firma, desto länger die Vorlaufzeit. Spezialisten empfehlen, schon 12 bis 18 Monate vor dem Umzug mit der Detailplanung zu starten – so lassen sich Mietverträge kündigen, Fristen klären und Meilensteine sauber takten. Denn anders als bei Privatimmobilien gilt beispielsweise bei Gewerbeimmobilien eine Kündigungsfrist von 6 Monaten (§ 580a BGB). Wer hier nicht aufpasst, riskiert am Ende eine doppelte Miete.

Ein zweiter Blick lohnt sich sechs bis zwölf Monate vorher: In diesem Zeitraum sollten Sie Ihren neuen Standort auf Herz und Nieren prüfen. Anschließend können Sie bereits erste Angebote Ihres Umzugstaxis einholen. Sie schicken häufig dann einen Experten, der sich vor Ort ein Bild von der Lage macht. Anschließend erhalten Sie ein Festpreisangebot. ,

Team aufstellen, Budgets puffern

Jetzt braucht es ein Kernteam – idealerweise vertreten Geschäftsführung, IT, HR und Logistik alle Perspektiven. Vergessen Sie nicht die tatkräftigen Umzugshelfer, die Kabel lösen, Regale abbauen oder spontan Schrauben suchen.

Weitere Meldungen:  Der Backprofi - Christian Ofner präsentiert neues Brotbackbuch

Selbstverständlich können Sie auch nur einen Transport bei einem Umzugsunternehmen buchen und suchen auch für diesen eigenständig nach Umzugshelfern. Einfacher ist es häufig, aber ein Gesamtpaket zu buchen. Planen Sie außerdem einen finanziellen Airbag: Viele Profis raten zu 10 bis 15 % Budgetpuffer für Unvorhergesehenes wie Express-Transport oder Zusatz­versicherungen.

IT doppelt sichern, bevor der Laster rollt

Ein Server, der nicht startet, kostet mehr als jeder Möbelschaden. Bevor die IT also im Umzugskarton landet, sollten Sie redundante Back-ups erstellen und vor Abfahrt testen. So lassen sich Datenverlust und Ausfallzeiten auf ein Minimum reduzieren. Prüfen Sie am Zielort vorab Bandbreite und Stromkreise – sonst steht das Team im neuen Büro, aber das WLAN sagt noch „Ich ziehe gerade um“.

Je nach vorherigem Anschluss ist es auch möglich, dass dieser sofort freigeschaltet wird. Sie müssen also nicht mühselig einen Technikertermin buchen und darauf hoffen, dass an diesem Tag alles klappt. Ob das bei Ihnen möglich ist, kann Ihnen Ihr Telefonanbieter mitteilen.

Behörden & Partner rechtzeitig informieren

Zwischen Kartons und Paletten gerät Papierkram schnell unter die Räder. Es gibt allerdings wichtige Institutionen, die über Ihren Betriebsumzug Bescheid wissen sollten. Dazu gehören beispielsweise:

  • Gewerbeamt
  • Handelsregister
  • Finanzamt
  • Sozialversicherung

Für innerstädtische Umzüge genügt meist eine Gewerbe­ummeldung beim zuständigen Amt – praktisch geht das mittlerweile online. Auch wenn das Gewerbeamt, diesen Punkt sehr entspannt entgegentritt. Sie können das Gewerbe nämlich bis zu 60 Monate rückwirkend ummelden. Gleiches gilt für Kunden: Eine kurze E-Mail mit „Wir sind dann mal hier“ spart lange Sucherei.

Einzug ist erst der Anfang – kontrollieren & justieren

Weitere Meldungen:  Qualität und Wert: Tipps zum Kauf einer hochwertigen Goldkette für Männer

Sind die Stühle entwirrt und die letzten Kabel verlegt, folgt die Feinarbeit: Inventar prüfen, Transportschäden sofort melden und alle Geschäfts­papiere (vom Impressum bis zur Visitenkarte) aktualisieren. Die Berliner IHK fasst das pragmatisch zusammen: Neue Anschrift überall einpflegen, sonst geht Post verloren oder Rechnungen kommen nicht an. Erst wenn das erledigt ist, kann Ihr Team am neuen Standort durchstarten, als wäre nichts gewesen – nur mit frischem Blick aus dem Fenster.

Von PR-Echo