Michael Oehme: Christian Lueth wird aus der AfD geschmissen

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Christian Lueth wurde aus der Partei (AfD) geschmissen aufgrund von antisemitischen und rassistischen Aussagen, die geleakt wurden.

St.Gallen, 30.09.2020. Christian Lueth von der rechtsextremen Partei Alternative für Deutschland (AfD) wurde entlassen, nachdem er Berichten zufolge erwischt wurde, als er sagte, Migranten, die in das Land kommen, „könnten später noch erschossen werden … oder vergast werden“. Am Montag bestätigte die Partei, dass Christian Lueths Vertrag gekündigt wurde. „Lueth wurde bereits im April von seinem Posten als Parlamentssprecher suspendiert, nachdem er sich als „Faschist“ bezeichnet hatte“, erklärt Kommunikationsexperte Michael Oehme.

Die AfD und ihre Mitglieder hatten sich schon oft gegen Einwanderung und den Islam ausgesprochen – die Rhetorik dabei immer hasserfüllt und offensichtlich rassistisch. „Trotzdem verzeichnete die Partei einen Anstieg der Unterstützung, als Hunderttausende Flüchtlinge 2015 nach Deutschland kommen durften. Es ist derzeit die größte Oppositionspartei im nationalen Gesetzgeber“, so Oehme weiter. Die AfD wurde vom deutschen Geheimdienst einer genaueren Prüfung unterzogen, da befürchtet wurde, dass einige Fraktionen klar extremistisch sind. Am Montag hat der parlamentarische Caucus der AfD im südwestlichen Bundesland Baden-Württemberg den Gesetzgeber Stefan Raepple rausgeschmissen, nachdem er Berichten zufolge den gewaltsamen Sturz der Regierung gefordert hatte.

„Unterdessen hat die nordostdeutsche Stadt Neuruppin hat erklärt, dass sie trotz der Beliebtheit der AfD in der umliegenden Region Flüchtlinge in ihrer Gemeinde willkommen heißen will. Die Stadt hat gesagt, dass sie Platz für bis zu 75 Flüchtlinge hat. Neuruppins Erklärung kommt, nachdem ein Feuer das überfüllte Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos verwüstet hat“, betont Michael Oehme.

Jens-Peter Golde, der Bürgermeister von Neuruppin, glaubt, dass es das Richtige ist: „Wenn wir die Bilder von Moria sehen, geht es nicht darum, über wichtige politische Entscheidungen zu widersprechen, es geht um Moral. Wir haben die Möglichkeit.“ Martin Osinski, Leiter der Kollektivallianz “Neuruppin bleibt bunt” und ehemaliger Leiter der 18 Unterkünfte für Asylsuchende im Distrikt, sagt, Neuankömmlinge seien gut für die Stadt. „Es gibt tausende positive Beispiele von Leuten, die Deutsch gelernt und hier Arbeit gefunden haben. Beispielsweise rekrutiert die Krankenpflegeschule ihre Auszubildenden unter den Flüchtlingen, denn nur wenige junge Deutsche diese Pflegeberufe wählen“, so Kommunikationsexperte Michael Oehme abschließend.

 

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