Die Künstliche Intelligenz hat in den vergangenen Jahren den Sprung von einer Zukunftsvision zum festen Bestandteil des Alltags geschafft. Auch die Öffentlichkeitsarbeit ist davon nicht mehr ausgenommen.
Die Künstliche Intelligenz hat in den vergangenen Jahren den Sprung von einer Zukunftsvision zum festen Bestandteil des Alltags geschafft. Auch die Öffentlichkeitsarbeit ist davon nicht mehr ausgenommen.
Ob Monitoring, Content-Erstellung oder Analyse: KI-Systeme verändern Prozesse spürbar. Für Unternehmen eröffnet das neue Perspektiven. Zugleich entstehen aber auch wichtige Fragen hinsichtlich Transparenz, Verantwortung und Qualität.
Analyse in Echtzeit erleichtert die Arbeit
Noch vor wenigen Jahren waren manuelle Pressespiegel oder mühsam zusammengestellte Clippings der Standard. Heute übernehmen innovative Programme die Durchsicht tausender Artikel, Posts und Kommentare in kürzester Zeit. Die Ergebnisse liegen nicht nur schneller vor, sie erlauben auch tiefere Einblicke, zum Beispiel in Stimmungen oder Themenverläufe.
So lassen sich Trends frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen gezielt planen. Entscheidend ist dabei jedoch, dass die Interpretation weiterhin in menschlicher Hand bleibt. Denn: Zahlen allein erzählen noch nicht die ganze Geschichte.
Kreative Unterstützung in Anspruch nehmen
Generative Anwendungen liefern mittlerweile vielfältige Ideen für Texte, Bildvorschläge oder sogar Videokonzepte.
Laut einer internationalen Umfrage des Kommunikationsdienstleisters Cision aus dem Jahr 2024 setzen bereits rund zwei Drittel der befragten PR-Fachleute solche Tools zumindest gelegentlich ein. Ein Viertel nutzt sie sogar regelmäßig im Arbeitsalltag.
Damit entsteht eine neue Form der Arbeitsteilung: Die KI gibt Impulse, doch die Menschen prüfen, schärfen und passen an. Externe Partner wie die erfahrene Werbeagentur Bielefeld kombinieren in diesem Prozess strategische Beratung mit kreativer Umsetzung, um den Einsatz sinnvoll einzubetten.
Risiken und Grenzen anerkennen
So hilfreich die Technologie auch ist, sie birgt auch Gefahren. Fehlerhafte oder voreingenommene Inhalte sind heute noch nicht ausgeschlossen. Zudem wirkt ein maschinell erzeugter Text oft glatt, aber dafür wenig authentisch.
Glaubwürdigkeit zählt in der Öffentlichkeitsarbeit jedoch nach wie vor mehr als Geschwindigkeit. Wer ausschließlich auf Automatisierung setzt, läuft damit Gefahr, Vertrauen bei den Medien und Zielgruppen zu verspielen.
Darüber hinaus verlangt auch die rechtliche Lage Aufmerksamkeit: Urheberrechte, Datenschutz und Nachvollziehbarkeit stellen immer wichtigere Faktoren bei der Nutzung von KI.
Regulierung im Blick behalten
Mit der europäischen KI-Verordnung, die 2024 beschlossen wurde, entsteht erstmals ein umfassender Rahmen für den Umgang mit dieser Technologie. Die Vorgaben reichen von Transparenzpflichten bis zur Einordnung nach Risikoklassen.
Für Kommunikationsabteilungen bedeutet das, den Einsatz nicht nur detailliert zu dokumentieren, sondern auch ihre internen Prozesse kritisch zu hinterfragen. Wird offengelegt, wo maschinelle Unterstützung genutzt wird, lässt sich Vertrauen schaffen und spätere Konflikte vermeiden.
Unternehmen, die diesen Schritt frühzeitig gehen, positionieren sich als glaubwürdig und verantwortungsbewusst.
Die menschliche Verantwortung nicht vernachlässigen
Trotz aller Fortschritte bleibt klar: Öffentlichkeitsarbeit ist weit mehr als nur irgendwelche Inhalte zu generieren. Die Beziehungen zu Journalist:innen, das richtige Fingerspitzengefühl für Sprache und die Fähigkeit, komplexe Themen verständlich aufzubereiten, sind nach wie vor menschliche Stärken.
KI kann durchaus Arbeit abnehmen und den Blick freimachen für das Wesentliche, sie ersetzt diese Kompetenzen aber nicht. Erfolgreiche Kommunikation entsteht also erst im Zusammenspiel von technischer Unterstützung und persönlicher Verantwortung.
Vertrauen nicht riskieren
Die kommenden Jahre werden zeigen, wie sich die Balance zwischen Automatisierung und Menschlichkeit entwickelt. Sicher ist schon heute: Der Einsatz von KI wird zunehmen und die Werkzeuge werden leistungsfähiger.
Gleichzeitig wächst die Erwartung an Unternehmen, ehrlich mit dieser Technologie umzugehen. Wer KI verantwortungsvoll integriert, profitiert von Effizienzgewinnen und neuen kreativen Möglichkeiten. Wird jedoch auf eine blinde Automatisierung gesetzt, wird der Kernwert der Öffentlichkeitsarbeit riskiert: das Vertrauen.