Die Runde wurde von RTP Global angeführt. Unternehmen wie JPMorgan Chase, Toyota, BHP und Crédit Agricole setzen Kestra bereits als Standard für die Koordination geschäftskritischer Workflows in den Bereichen Daten, KI und Infrastruktur ein.
Kestra, die Open-Source-Orchestrierungsplattform für Daten, KI, Infrastruktur und Geschäftsprozesse, hat heute den Abschluss einer Series-A-Finanzierungsrunde über 25 Millionen US-Dollar bekannt gegeben. Die Runde wurde von RTP Global angeführt, mit erneuter Beteiligung von Alven, ISAI und Axeleo. Die Gesamtfinanzierung von Kestra beläuft sich damit auf 36 Millionen US-Dollar. Seit der Seed-Finanzierungsrunde vor 18 Monaten hat Kestra seinen Umsatz um das 25-Fache gesteigert. 2025 wurden über zwei Milliarden Workflows ausgeführt, zwanzigmal so viele wie im Vorjahr. Mit über 26.000 GitHub-Stars und mehr als 30.000 Organisationen weltweit ist Kestra die am schnellsten wachsende Open-Source-Orchestrierungsplattform der Branche. Die Finanzierung treibt die Einführung von Kestra 2.0 voran, dem bislang wichtigsten Produktmeilenstein des Unternehmens, und beschleunigt die Expansion in Nordamerika und Europa.
Die Orchestrierungskrise im Kern des Unternehmens
Die Unternehmensautomatisierung hat einen Wendepunkt erreicht. Unternehmen betreiben Workflows über Cloud- und On-Premises-Infrastrukturen, KI-Agenten, Echtzeit-Datenpipelines und verteilte Microservices hinweg. Zusammengehalten werden sie von Schedulern, Cron-Jobs und selbst entwickelten Skripten, die für diese Komplexität nie ausgelegt waren. Das Ergebnis: stille Ausfälle, wochenlange Compliance-Prüfungen und geschäftskritische Logik, die nur in den Köpfen einzelner Mitarbeiter existiert. KI hat diese Situation unhaltbar gemacht. Ein einzelner Produktions-KI-Workflow umfasst Datenabruf, Modellversionierung, Human-in-the-Loop-Schritte, Retry-Logik und Rückkopplung an Live-Systeme, multipliziert über Teams und Umgebungen hinweg. Kestra begegnet diesem Problem mit einer einheitlichen Orchestrierungs-Steuerungsebene: deklarativ im Design, erweiterbar über mehr als 1.200 Plugins und entwickelt für die hybriden und isolierten Umgebungen, in denen Unternehmen tatsächlich arbeiten.
Bewährt, wo es zählt
Die Einführung von Kestra folgt einem klaren Muster: Ingenieure entscheiden sich für Kestra, weil es unter komplexen Produktionsbedingungen funktioniert. Unternehmen standardisieren darauf, sobald dieser Vorteil strategisch relevant wird.
- Apple: Hunderte von KI-Ingenieuren orchestrieren Pipelines zwischen Data Warehouse und KI-Plattform und verarbeiten kontinuierlich Daten aus dem App Store, Apple Music und der Gerätediagnose, ohne die zugrunde liegende Infrastruktur verwalten zu müssen.
- Toyota: Kestra vereinheitlichte Daten- und KI-Pipelines, die zuvor in Silos liefen, und schuf eine zentrale Steuerungsebene über alle Plattformen und Umgebungen hinweg.
- ITZBund: Kestra löste eine fragile, proprietäre On-Prem-Automatisierungssuite ab. An ihre Stelle trat eine selbst gehostete Orchestrierungsplattform, die zuvor unzuverlässige und intransparente Prozesse in stabile, überprüfbare IT-Abläufe überführt.
- Dataport: Kestra ersetzte fragile, Skript- und CI-basierte Automatisierung durch eine selbst gehostete Orchestrierungsplattform und machte intransparente Infrastrukturprozesse zu vollständig kontrollierten, überprüfbaren Cloud-Operationen im öffentlichen Sektor.
- Bauhaus: Kestra zentralisierte fragmentierte Terraform-Workflows und etablierte eine IaC-Kontrollschicht, die Standardisierung und operative Autonomie in hybriden Infrastrukturen sicherstellt.
„Die meisten Anbieter von Unternehmenssoftware versuchen, ihre Produkte top-down zu verkaufen, und hoffen, dass Entwickler sie annehmen. Wir haben dieses Modell umgedreht. Ingenieure haben Kestra nicht übernommen, weil wir es ihnen verkauft haben, sondern weil sie frustriert waren und Kestra funktioniert hat. Alles, was wir seitdem aufgebaut haben, basiert auf diesem Vertrauen. Das ist der einzige Weg, um 2026 eine dauerhafte Unternehmensinfrastruktur aufzubauen.” — Emmanuel Darras, CEO und Mitgründer von Kestra
„Die Automatisierung in Unternehmen durchläuft gerade einen grundlegenden Wandel. Da Workflows zunehmend verteilt und KI-gestützt sind, können ältere Scheduler und fragmentierte Tools nicht mehr mithalten, und die Kosten dieser Lücke sind längst nicht mehr theoretisch. Kestra entwickelt sich zu der Orchestrierungsebene, die moderne Unternehmen brauchen. Emmanuel, Ludovic und das Team verbinden eine tiefgreifende technische Vision mit einer beeindruckenden Unternehmensentwicklung, und wir sind überzeugt, dass Kestra auf dem besten Weg ist, der globale Standard für Workflow-Orchestrierung zu werden.” — Thomas Cuvelier, Partner bei RTP Global
Ein Blick in die Zukunft
Die Series-A-Finanzierung treibt drei zentrale Prioritäten voran, beginnend mit dem wichtigsten Produktmeilenstein in der Geschichte von Kestra.
- Kestra 2.0: In Kürze stellen wir Kestra 2.0 vor, eine neue verteilte Execution Engine, die auf unternehmenskritische Zuverlässigkeit in jeder Größenordnung ausgelegt ist und umfassende Echtzeit-Überwachung für jede Integration bietet. Mit nativer agentenbasierter Orchestrierung können Unternehmen KI-Agenten zusammen mit Datenpipelines und Infrastruktur-Workflows in einer zentralen Steuerungsebene koordinieren. Dazu kommt eine dedizierte Oberfläche für Daten-, KI- und Infrastrukturteams.
- Kestra Cloud: Ein vollständig verwaltetes SaaS-Angebot mit nutzungsbasierter Preisgestaltung. Damit wird die Plattform für Teams zugänglich, die schnell vorankommen wollen, ohne selbst Hosting zu betreiben.
- Expansion: Ausbau der Präsenz in Nordamerika und Europa mit deutlichem Personalaufbau in den Bereichen Field Engineering, Partnerschaften und Customer Success in den nächsten 18 Monaten.
- Open-Source-Investment: Weiterentwicklung der Kernfunktionen, Verbesserung der Entwicklererfahrung, Ausbau des Plugin-Ökosystems und Stärkung des Wegs vom lokalen Experimentieren bis zur Unternehmensbereitstellung.
Über Kestra
Kestra Technologies steht hinter Kestra, der Open-Source-Orchestrierungsplattform, die die Automatisierung komplexer Systeme in Unternehmen neu definiert. 2021 von Emmanuel Darras und Ludovic Dehon gegründet, vereint Kestra Datenpipelines, KI-Workflows, Infrastrukturautomatisierung und Geschäftsprozesse in einer zentralen Steuerungsebene für moderne verteilte Architekturen.
Die Plattform wird von mehr als 30.000 Organisationen weltweit eingesetzt, darunter Bloomberg, Toyota, BHP, Crédit Agricole, JPMorgan Chase, Apple und Xiaomi. 2025 wurden über 2 Milliarden Workflows ausgeführt.
Über RTP Global
RTP Global ist eine Frühphasen-Venture-Capital-Gesellschaft, die Gründer unterstützt, die mithilfe von Technologie die Welt verändern. Seit 2000 hat RTP Global weltweit über 150 Investitionen getätigt, von denen jede zehnte zum Milliarden-Unternehmen wurde. Zu den Investments zählen Datadog, DeliveryHero, Cred und SumUp. RTP Global hat Büros in New York, London, Paris, Dubai und Bangalore.
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