Tankstellenbau mit anspruchsvollen Planungsvorgaben

Gütezeichen sichert Fachkompetenz des Dienstleisters

Tankstellenbau mit anspruchsvollen Planungsvorgaben

Foto: Fotolia / D.S. (No. 5898)

sup.- Das Risiko einer Umweltbelastung durch wassergefährdende Stoffe steigt mit der Anzahl und dem Volumen der Behälter, in denen solche Stoffe gelagert werden. Deshalb sind Tankstellen mit ihren umfangreichen unterirdischen Rohrleitungen und Tanks unter dem Aspekt des Gewässerschutzes besonders sensible Bereiche. Im Gegensatz zu anderen gewerblichen Tankanlagen, die meistens besonders gesichert und für Außenstehende unzugänglich sind, erfordert der Tankstellenbetrieb Publikum und eine Vielzahl fremder Fahrzeuge. Sicherheitsanforderungen wie z. B. Anfahrschutz gelten auch für die so genannten Eigenverbrauchstankstellen von Firmen, die eine Betriebsflotte unterhalten. Alle Zapfsäulen, Armaturen, Leitungssysteme und Sicherheitseinrichtungen müssen hier ebenfalls so ausgelegt sein, dass es selbst bei Störungen oder unsachgemäßer Bedienung nicht zu einer Verunreinigung von Erdreich und Grundwasser kommen kann. Die Pflicht zur absoluten Dichtigkeit und Undurchlässigkeit gegenüber Kraft- und Schmierstoffen erstreckt sich dabei auch auf die Fahrbahnen und Stellplätze rund um die Zapfsäulen.

Solch ein Vorsorgekonzept für den Tankstellenbau verlangt von den Planern eine hohe technische Fachkompetenz und die Kenntnis aller einschlägigen Gesetze. Dazu gehören neben den wasserrechtlichen Vorschriften unter anderem auch die gesetzlichen Richtlinien zum Umwelt-, Brand- und Explosionsschutz sowie zur Arbeitssicherheit und zum Eichwesen. Fuhrparkbetreiber mit eigener Betriebstankstelle wie z. B. Taxi-, Pflege- oder Paketdienste sind bei diesen anspruchsvollen Planungsvorgaben meist auf fachkundige Unterstützung angewiesen. Nach Angaben des Bundesverbandes Behälterschutz e. V. (Freiburg) gibt es dafür speziell qualifizierte Tankstellentechniker, deren Schulungsstand stets mit den technischen Neuerungen auf diesem Gebiet Schritt halten muss. Der Verband empfiehlt, mit der Planung und Baustellenkoordination einen Fachbetrieb mit dem RAL-Gütezeichen Tankschutz und Tanktechnik zu beauftragen. Dann ist gewährleistet, dass dieser Betrieb über die erforderliche wasserrechtliche Zulassung verfügt. Darüber hinaus stehen die Tankstellentechniker auch für anschließende Überwachungs- und Wartungsaufgaben zur Verfügung. Unter www.bbs-gt.de erlaubt eine Filterfunktion bundesweit die gezielte Suche nach Betrieben mit Gütezeichen, zu deren Tätigkeitsschwerpunkten die Errichtung bzw. Revision von Tankstellen gehört. Dieses Auswahlverfahren kann auch versicherungsrechtlich relevant sein: Im Falle eines Unfalls muss der Betreiber gegebenenfalls nachweisen, dass er bei der Auftragsvergabe für die technischen Installationen auf die Fachkompetenz des Dienstleisters geachtet hat.

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Redaktion Ilona Kruchen

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