Dienstag, 18. Juli 2017 von pr-gateway

Widerruf von Autokrediten: So geben Sie Ihren "Schummel-Diesel" einfach zurück!

Dr. Steinhübel Rechtsanwälte

18.07.2017- Verbraucher können in vielen Fällen ihre finanzierten Fahrzeuge zurückgeben. So lässt sich auch ein vom Abgasskandal betroffener „Schummel-Diesel“ loswerden.

Widerrufsmöglichkeit

Bei einem Autokredit hat die kreditgebende Bank den Verbraucher als Kreditnehmer unmissverständlich und deutlich auf sein Widerrufsrecht hinzuweisen. Das Gesetz sieht bestimmte formelle und inhaltliche Anforderungen an eine solche Widerrufsbelehrung vor. Wurde ein Verbraucher unvollständig oder fehlerhaft über sein Widerrufsrecht aufgeklärt, beginnt die Widerrufsfrist erst gar nicht zu laufen. Dies hat zur Folge, dass dem Verbraucher letztendlich ein sog. „ewiges Widerrufsrecht“ zusteht. Hat der Autoverkäufer den Vertrag zur Finanzierung des Fahrzeugs vermittelt, ist mit dem Widerruf des Autokredits auch die Rückabwicklung des Autokaufvertrags verbunden.

Welche Verträge sind betroffen?

Betroffen sind ab dem 11.06.2010 geschlossene Kreditverträge, die durch den Autoverkäufer vermittelt wurden. Extrem lukrativ dürfte ein Widerruf von ab dem 13.06.2014 abgeschlossenen Kreditverträgen sein, denn es sieht danach aus, als müsste der Verbraucher dann nicht einmal mehr Nutzungsersatz zahlen. Nach Recherchen der Kanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte haben u.a. folgende Banken Autokredite vergeben:

– Alfa Romeo Bank
– Audi Bank
– Auto Europa Bank
– BANK11 – Die Autobank
– BMW Bank
– BW Bank Baden-Württembergische Bank
– Commerzbank
– Fiat Bank
– Ford Bank
– Honda Bank
– Jaguar Bank
– Lancia Bank
– Land Rover Bank
– Maserati Bank
– Mercedes-Benz Bank
– MKG Bank
– Nissan Bank
– Opel Bank
– Peugeot Bank
– Renault Bank
– Santander Consumer Bank
– SEAT Bank
– Skoda Bank
– Targobank
– Toyota Kreditbank
– Volkswagen Bank

Rechtsfolgen des erfolgreichen Widerrufs

Nach erfolgtem Widerruf gibt der Verbraucher das Fahrzeug zurück und erhält dafür dann einen Großteil seiner bislang gezahlten Raten, nämlich den Tilgungsanteil, und die komplette Anzahlung zurück. Die finanzierende Bank hat lediglich einen Anspruch auf die in den monatlichen Raten enthaltenen Zinsanteile. Bei den ab dem 13.06.2014 abgeschlossenen Finanzierungsverträgen muss der Verbraucher voraussichtlich nicht einmal Nutzungsersatz für die gefahrenen Kilometer oder Wertersatz für gegebenenfalls vorliegende Schäden am Fahrzeug zahlen.

So entledigen auch Sie sich eines „Schummel-Diesels“

Die Möglichkeit ein Fahrzeug über den Widerruf des verbundenen Kreditvertrages loszuwerden, dürfte vor allem Käufer eines sog. „Schummel-Diesels“ interessieren. Aufgrund zu erwartender Diesel-Fahrverbote in den Städten und dem damit drohenden Wertverlust solcher Fahrzeuge, wollen viele Käufer die erworbenen Fahrzeuge loswerden. Der Widerruf des Autokredits ermöglicht dies auf elegante Art und Weise.

Kann auch ich meinen Vertrag noch widerrufen?

Da die Prüfung der Widerrufsbelehrungen kompliziert ist, muss grundsätzlich eine Prüfung des konkreten Einzelfalls erfolgen. Die Prüfung sollte stets einem in Widerrufsfragen erfahrenen Rechtsanwalt überlassen werden. Die Kanzlei Dr. Steinhübel Rechtsanwälte hat infolge ihrer speziellen Rechtskenntnisse bereits für eine enorme Anzahl an Mandanten Kreditverträge widerrufen und im Anschluss daran erfolgreich Rückabwicklungsansprüche durchgesetzt. Gerne prüfen wir auch Ihre Widerrufsbelehrung, um eine kostenlose Ersteinschätzung der Erfolgsaussichten abzugeben.

Dr. Steinhübel Rechtsanwälte
Konrad-Adenauer-Str. 9, 72072 Tübingen
Telefon (07071) 9 75 80-0, Fax (07071) 9 75 80-60
www.kapitalmarktrecht.de, kanzlei@kapitalmarktrecht.de

Über Dr. Steinhübel Rechtsanwälte:
Dr. Steinhübel Rechtsanwälte ist schwerpunktmäßig im Kapitalanlagerecht tätig. Neben institutionellen Investoren vertritt die Kanzlei vor allem Privatanleger, die durch den Erwerb einer Kapitalanlage einen finanziellen Schaden erlitten haben. Typische Anlageprodukte sind insoweit alle Wertpapierarten, (geschlossene) Fondbeteiligungen (Medien-, Schiffs-, LV- und Immobilienfonds etc.), sog. „Schrottimmobilien“ und (atypisch) stille Beteiligungen. Rechtsanwalt Dr. Steinhübel zählt seit vielen Jahren zu den erfolgreichen Anlegerschutzanwälten. Die Zeitschrift „FOCUS“ (24/2000) nahm ihn bereits im Jahr 2000 in ihre Liste der Spezialisten für Kapitalanlagerecht auf. Die Zeitschrift „Capital“(07/2008) listete ihn als Experten im Bankrecht.

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Montag, 28. Dezember 2015 von pr-gateway

In seinem veröffentlichten Beschluss vom 22.09.2015, AZ: XI ZR 116 / 15 bestätigt der Bundesgerichtshof, dass sich der Nutzungsersatz des Kunden nach Widerruf eines Darlehensvertrages regelmäßig auf 5 % Prozentpunkte über dem Basiszinssatz beläuft.
Zudem verweist der BGH auf sein bereits ergangenes Grundsatzurteil vom 10.03.2009, AZ: XI ZR 33 / 08 und den dortigen Ausführungen.
Mit dem erklärten Widerruf ist grundsätzlich derjenige vertragliche Zustand herzustellen, der bestanden hätte, wenn ein Vertragsverhältnis niemals begründet worden wäre. Das Darlehensverhältnis wandelt sich nach erklärtem Widerruf in ein Rückabwicklungsverhältnis um. Entsprechend haben die Parteien die empfangenen Leistungen einander zurück zu gewähren und die gezogenen Nutzungen herauszugeben.
Darüber hinaus hat der BGH entschieden, dass dem Kläger ein Anspruch auf Zinsen in Höhe von fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz zustehe Der Anspruch folge aus §§ 357, 346 Abs.1 BGB. Zwar sind nach § 346 Abs. 1 BGB nur tatsächlich gezogene Nutzungen herauszugeben. Bei Zahlungen an die Bank besteht aber eine tatsächliche Vermutung dafür, dass die Bank Nutzungen im Wert des üblichen Verzugszinses in Höhe von 5 % Punkten über dem Basiszinssatz gezogen hat, die sie als Nutzungsersatz herausgeben muss.

Als Grundregel gilt damit auch weiterhin:
Solange die Bank nicht lückenlos belegt, wie viel Gewinn sie mit dem Geld ihres Kunden erwirtschaftet hat, gilt die Vermutung eines Gewinns von 5 % über dem Basiszinssatz. Um einen niedrigeren Gewinn belegen, muss die Bank alle relevanten Kalkulationen und Verträge vorlegen und damit vollumfänglich den Gegenbeweis führen. Ein pauschaler Vortrag, dass angeblich keine oder kaum Nutzungen bezogen wurden, reicht dabei nicht aus.

Fazit:
Betroffene Banken können sich fortan nicht mehr darauf berufen, dass es hinsichtlich der Rückabwicklung und des Nutzungsersatzes noch ungeklärte Rechtsfragen gibt.
Der Verbraucher muss sich aufgrund der eindeutigen Rechtsprechung des BGH nicht mit einer häufig von Kreditinstituten niedrigeren, erstatteten Nutzungsentschädigung zufrieden geben.

Welche Vorteile hat der Widerruf, was können Darlehensnehmer tun?
Der Widerruf des Darlehensvertrages aufgrund fehlerhafter Widerrufsbelehrung führt zu erheblichen wirtschaftlichen Vorteilen. Der Darlehensnehmer kann sich nicht nur die Vorfälligkeitsentschädigung ersparen, sondern kann seine Rückzahlungsschuld nochmals erheblich reduzieren.

Hierzu ein vereinfachtes Berechnungsbeispiel:
Ein Verbraucher muss noch EUR 100.000,00 tilgen und zahlt eine Rate von EUR 700,00 bei einem Zinssatz von 4.5 %. Bei Reduzierung des Zinssatzes auf 1, 5 % nach erklärtem Widerruf erspart er sich innerhalb von 5 Jahren EUR 15.000,00!

Darlehensnehmer sollten in jedem Fall ihre in Betracht kommenden Ansprüche detailliert und zeitnah durch einen auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt prüfen lassen.
Nutzen Sie die wirtschaftlichen Vorteile des Widerrufs von alten Darlehensverträgen.
Informieren Sie sich jetzt über Ihre Ansprüche und nutzen Sie unsere kostenlose Erstberatung!
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage https://akh-h.de/news/bgh-bestaetigt-nutzungsersatz-bei-darlehenswiderruf-fuer-den-bankkunden-regelmaessig-bei-5

Kanzlei für Bankrecht und Kapitalmarktrecht – seit 20 Jahren im Dienste des Verbrauchers

Seit der Gründung im Jahre 1995 hat sich unsere Rechtsanwaltskanzlei im Bereich Kapitalanlagerecht und Bankenrecht spezialisiert. Wir haben an zahlreichen positiven obergerichtliche Urteilen auf dem Gebiet des Kapitalanlagerecht und Bankenrecht mitgewirkt. Eine Vielzahl aktueller Urteile konnten wir aufgrund der anlegerfreundlichen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes gegenüber Banken und Sparkassen hinsichtlich verschwiegener Kickbacks/Provisionen erstreiten. Diese Urteile haben dazu geführt, dass uns viele Gegner bereits außergerichtlich Vergleiche anbieten und wir so zeitnah zufriedenstellende Ergebnisse für unsere Mandanten erzielen können. Wir vertreten seit nunmehr 20 Jahren geschädigte Kapitalanleger aus dem gesamten Bundesgebiet und sind ausschließlich auf Verbraucherseite tätig. Unsere Kanzlei organisiert regelmäßig Informationsveranstaltungen zu diversen Kapitalanlagen und klärt Kapitalanleger über ihre Rechte als Verbraucher auf.

Kontakt
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