Montag, 24. Juli 2017 von pr-gateway

ARAG Experten über ein lange verdrängtes Thema

Sexuelle Ausbeutung: Kinder brauchen Schutz - weltweit!

Seit vielen Jahren setzt sich ECPAT Deutschland – ein Netzwerk zivilgesellschaftlicher Organisationen, das sich für die Beendigung der kommerziellen sexuellen Ausbeutung von Kindern stark macht – mit anderen Partnern und nicht zuletzt der Polizei gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus ein. Gerade in der Haupturlaubszeit weist der Verein auf Möglichkeiten hin, über die jeder Reisende Verdachtsmomente oder Straftaten melden kann. ARAG Experten berichten.

Nicht wegsehen
Der sexuelle Missbrauch von Kindern ist eine Straftat. Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit! Sextouristen aus Deutschland können für ihre im Ausland begangenen Taten auch in Deutschland angeklagt und verurteilt werden. Eine strafrechtliche Verfolgung ist nötig; sie ist aber nur möglich, wenn die kriminellen Vorgänge auch hier bekannt werden. Deswegen ist es entscheidend, dass Reisende eventuelle auffällige Beobachtungen melden. Die im Auftrag von ECPAT erstellte Studie „Viele Fälle – wenig Verurteilungen!“ unterstreicht die ersten Erfolge einer Online-Meldemöglichkeit unter www.nicht-wegsehen.net. In den ersten anderthalb Jahren seit der Schaltung der Seite sind 58 Meldungen eingegangen, bei 29 Meldungen handelte es sich um Kindeswohlgefährdungen aufgrund von Gewalteinwirkung. Der begründete Verdacht auf sexuelle Ausbeutung Minderjähriger war in 21 Fällen gegeben. Davon handelte es sich bei knapp der Hälfte um Vorkommnisse mit deutschen Reisenden oder Touristen als Täter. Bevor die Meldeplattform im Jahr 2014 eingerichtet wurde, erreichten ECPAT nur zwischen fünf und zehn Meldungen pro Jahr.

Auffälligkeiten und Straftaten melden
Wer im Ausland Straftaten beobachtet, scheitert oft an der Sprachbarriere oder schreckt ganz einfach davor zurück, den eigenen Urlaub auf einer fremden Polizeiwache zu verbringen. Wenn Sie allerdings Zeuge von Kindersextourismus werden, ist es möglich, dies direkt online beim Bundeskriminalamt (BKA) anzuzeigen. Oft haben Touristen in der Vergangenheit auffällige Situationen beobachtet, in denen Kinder gefährdet sein könnten. Sie waren sich dann aber vielfach nicht sicher, ob das Beobachtete bereits als eine Straftat galt. In solchen Fällen helfen die Seiten der Kinderschutzorganisation ECPAT Deutschland e.V. weiter – auf Wunsch auch anonym.

Weitere Informationen zum Thema Kindesmissbrauch finden Sie im Faltblatt „Kleine Seelen, große Gefahr…“. Das Faltblatt ist kostenlos bei jeder Polizeilichen Beratungsstelle erhältlich oder kann hier heruntergeladen werden.

Download des Textes und verwandte Themen:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/sonstige/

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 17 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Mit über 3.900 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von rund 1,6 Milliarden EUR.

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Freitag, 21. Juli 2017 von pr-gateway

Wen soll das Gericht als Vormund für Ihr Kind einsetzen?

Sorgerechtsverfügung: Für den Ernstfall vorsorgen

Wer jung und gesund ist, macht sich oft keine Gedanken über eine ernste Krankheit oder gar den eigenen Tod. Oft ist es dann ein Beinahe-Unfall oder ein Todesfall im Bekanntenkreis, der Eltern nachdenklich werden lässt: Was passiert eigentlich mit unseren Kindern, wenn uns etwas zustößt? Können wir Einfluss darauf nehmen, wo die Kinder aufwachsen und wer sich um ihre Belange kümmert, wenn wir das nicht mehr tun können? Tatsächlich gibt es für Sie als Eltern eine Möglichkeit, all diese Dinge für den Ernstfall festzulegen: In einer sogenannten Sorgerechtsverfügung können Sie bestimmen, wen das Gericht als Vormund für Ihr Kind einsetzen soll. Diese Frage ist besonders für Alleinerziehende von großer Bedeutung, weil das Sorgerecht unter Umständen auf den anderen Elternteil übergeht, wenn sie es nicht mehr ausüben können. Wie entscheiden die Gerichte, wenn keine Verfügung vorliegt? Und was müssen Sie beachten, wenn Sie Ihre Wünsche rechtlich sicher festlegen wollen? Die ARAG Experten beantworten die wichtigsten Fragen zum Thema.

Ohne Verfügung entscheidet das Familiengericht
Liegt keine Sorgerechtsverfügung der Eltern vor, muss laut Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) das Familiengericht nach Anhörung des Jugendamtes einen geeigneten Vormund auswählen. Sind Verwandte von Ihnen – etwa die Großeltern, ein Onkel oder eine Tante des Kindes – bereit und in der Lage, die Vormundschaft zu übernehmen, werden diese in der Regel vom Gericht beauftragt. Weil die persönlichen Bindungen des Kindes ein wichtiges Kriterium für die Entscheidung sind, kann das Gericht aber auch familiennahen Freunden der Eltern den Vorzug geben. Auch die persönlichen und finanziellen Verhältnisse der in Betracht kommenden Personen sind entscheidend. Nur wenn sich in Ihrem Verwandten- oder Freundeskreis kein passender Vormund findet, bestellt das Gericht einen Vormundschaftsverein oder das Jugendamt als Vormund für Ihr Kind. Wichtig zu wissen für Alleinerziehende: Stand Ihnen das alleinige Sorgerecht für Ihr Kind zu, ist das Gericht verpflichtet, die elterliche Sorge dem überlebenden Elternteil – sprich: Ihrem Ex-Partner – zu übertragen. Nur wenn diese Regelung dem Wohl Ihres Kindes widerspricht, wird ein anderer geeigneter Vormund benannt. Konkret bedeutet das: Selbst wenn der andere Elternteil gleich nach der Geburt Ihres Kindes aus Ihrem Leben verschwunden ist, kann es passieren, dass er nach Ihrem Tod sorgeberechtigt wird.

Die eigenen Wünsche in einer Verfügung festlegen
Weil die gerichtliche Anordnung nicht immer dem Willen der verstorbenen Eltern entspricht, sollten Sie möglichst frühzeitig festlegen, wer die Vormundschaft für Ihr Kind übernehmen soll. So können Sie verhindern, dass zum Beispiel der Bruder, mit dem Sie sich vor langer Zeit zerstritten haben, vom Gericht als Vormund eingesetzt wird. Oder Sie können als Alleinerziehende sicherstellen, dass der Vater Ihres Kindes nach Ihrem Tod nicht sorgeberechtigt wird. Eine Sorgerechtsverfügung – das Gesetz spricht von „Benennungsrecht der Eltern“ – muss in Testamentsform erstellt werden. Sie haben also die Wahl, ob Sie Ihre Wünsche hinsichtlich eines Vormunds handschriftlich niederlegen und mit Ort, Datum und Unterschrift versehen oder die Verfügung von einem Notar aufsetzen lassen. In der Verfügung sollten Sie Namen und Geburtsdatum der Kinder genau nennen und festlegen, wer im Falle Ihres Todes zum Vormund berufen sein soll. So vorhanden, sollten Sie auch einen Ersatzvormund benennen. Auch, wer unter keinen Umständen Vormund der Kinder werden soll, können Sie dort regeln – am besten mit entsprechender Begründung. Damit das Familiengericht nach dem Tod von der Verfügung auch Kenntnis erlangt, sollten Sie sie entweder bei einem Notar oder bei der von Ihnen als Vormund benannten Person hinterlegen. Alternativ können Sie die Sorgerechtsverfügung – wie ein Testament – auch gegen eine Gebühr beim zuständigen Nachlassgericht hinterlegen.

Wann das Gericht widerspricht
All diese Festlegungen sind für das Familiengericht grundsätzlich bindend. Nur in einigen wenigen, im Gesetz ausdrücklich genannten Fällen darf der Richter entgegen Ihren Wünschen entscheiden. Das kann etwa der Fall sein, wenn Sie die selbst noch minderjährige Tante des Kindes als Vormund benannt haben. Denn: Minderjährige können keine Vormundschaft übernehmen. Oder die von Ihnen genannte Freundin ist selbst schwer erkrankt und kann deshalb die Vormundschaft nicht ausüben. Und auch, wenn die in der Verfügung benannte Person die Vormundschaft gar nicht ausüben will, wird das Gericht jemand anderen auswählen. Um das zu vermeiden, sollten Sie mit dem Betroffenen unbedingt vorher abklären, ob er im Ernstfall auch bereit und in der Lage ist, sich um Ihre Kinder zu kümmern. Auch eine gelegentliche Überprüfung der Verfügung ist sinnvoll. Schließlich könnte die früher kinderlose Freundin inzwischen selbst mehrfache Mutter und damit nicht mehr in der Lage sein, noch weitere Kinder zu versorgen.

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Freitag, 21. Juli 2017 von pr-gateway

ARAG Experten über die verschärften Reisehinweise für die Türkei

Türkeiurlauber sind verunsichert!

Nach dem gewaltsamen Putschversuch am 15.07.2016 hat die türkische Regierung den Notstand ausgerufen. Dieser wurde erneut verlängert und gilt zumindest bis zum 19. Oktober 2017 in allen 81 türkischen Provinzen. Das ist ein Grund warum das derzeitige Verhältnis zwischen Deutschland und der Türkei alles andere als entspannt ist. Politische Beobachter reden von einer handfesten diplomatischen Krise. Darum hat die Bundesregierung als Reaktion auf die jüngsten Verhaftungen des deutschen Menschenrechtlers Peter Steudtner und anderer die Reisehinweise des auswärtigen Amtes für das Land verschärft. Was das in der Hauptreisezeit für Urlauber bedeutet, sagen ARAG Experten.

Das sagt das auswertige Amt
In den aktuellen Reisehinweisen für die Türkei heißt es: „Personen, die aus privaten oder geschäftlichen Gründen in die Türkei reisen, wird zu erhöhter Vorsicht geraten und empfohlen, sich auch bei kurzzeitigen Aufenthalten in die Listen für Deutsche im Ausland bei Konsulaten und der Botschaft einzutragen.“ Zuletzt waren in der Türkei in einigen Fällen Deutsche in Untersuchungshaft geraten. Der Grund und die Dauer der Inhaftierungen ist für die deutschen Behörden in keiner Weise nachvollziehbar. Zum Teil wird der konsularische Zugang zu den Inhaftierten seitens der türkischen Justiz verweigert. Das widerspricht laut ARAG Experten eindeutig völkerrechtlichen Verpflichtungen. Auch bei Reisen über Land wird zu besonderer Vorsicht geraten. Das türkische Militär hat vor fast einem Jahr mit militärischen Aktionen in Syrien begonnen. Das auswertige Amt warnt darüber hinaus vor möglichen terroristischen Anschlägen. Dazu ist es in der Türkei, insbesondere seit Mitte 2015, wiederholt gekommen. Es ist nicht auszuschließen, dass terroristische Gruppierungen auch weiterhin versuchen werden, Anschläge, insbesondere in den großen Metropolen, durchzuführen. Diese können sich auch gezielt gegen Ausländer richten.

Angst vor Terror ist kein Rücktrittsgrund
Es ist durchaus verständlich, wenn man eine gebuchte Reise aus Angst vor terroristischen Anschlägen lieber absagen möchte. Die Angst vor Terroranschlägen ist jedoch nicht zwingend ein Rücktrittsgrund, und der vorsichtige Tourist muss die Stornokosten in der Regel selber zahlen. Nur wenn so genannte Höhere Gewalt vorliegt, beispielsweise Krieg, Kriegsgefahr, innere Unruhen oder instabile Verhältnisse im Reiseland, kann der Urlaub kostenlos storniert werden. Einzelne terroristische Anschläge reichen hingegen nicht aus urteilte das Amtsgericht Bonn (AG Bonn, Az.: 18 C 47/98).

Reise stornieren?
Die derzeitige Lage berechtigt laut ARAG Experten noch nicht zum kostenlosen Stornieren von Türkeireisen, da das Auswärtige Amt bislang keine Reisewarnung für die Türkei ausgegeben hat. In Berlin wird jedoch laut Presseberichten darüber nachgedacht, ab wann nach den jüngsten Festnahmen und Provokationen die Schwelle erreicht ist, eine offizielle Reisewarnung für die Türkei auszusprechen. Dann können geplante Urlaubs- und Geschäftsreisen in die Türkei kostenfrei storniert werden. Pauschalreisende, die ihre Reise schon angetreten haben und vor Ort von einer Reisewarnung ereilt werden, können den Reisevertrag wegen höherer Gewalt kündigen. Dann verliert der Reiseveranstalter seinen Anspruch auf den vollständigen Reisepreis. Bereits beanspruchte Leistungen müssen in der Regel allerdings trotzdem bezahlt werden. Fallen für den vorzeitigen Rücktransport zusätzliche Kosten an, so werden diese meist zwischen Reiseveranstalter und Reisendem hälftig geteilt.

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Donnerstag, 20. Juli 2017 von pr-gateway

ARAG Experten über selten gelesene und beachtete Allgemeine Geschäftsbedingungen

AGB: Ein Häkchen mit fatalen Folgen

Zugegeben, sie sind meist schwer verständlich, viel zu klein gedruckt und deutlich zu lang. Dennoch sind sie wichtig: Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). In ihnen definiert ein Unternehmen sämtliche Vertragsbedingungen. Leider werden die meisten AGB bei Vertragsabschluss aber ungelesen akzeptiert. Insbesondere im Internet, wo es nur eines schnellen Klicks bedarf, um die AGB als gelesen zu akzeptieren, macht sich kaum einer die Mühe, einen genauen Blick auf die Vertragsbedingungen zu werfen. Und das kann böse Folgen nicht zuletzt für die Datensicherheit haben.

Gestaltungsvorgaben
Eindeutige Vorgaben, wie AGB drucktechnisch gestaltet werden müssen, gibt es nicht. Daher ist auch die Rechtsprechung zu diesem Thema durchaus unterschiedlich. Während Kölner Richter in einem konkreten Fall der Ansicht waren, dass eine Schriftgröße von unter 12 Punkt für den Leser unzumutbar sei (Landgericht Köln, Az.: 18 O 351/08), kam das Saarländische Oberlandesgericht zu einem anderen Ergebnis: Hier waren Leasingbedingungen trotz kleiner Schriftgröße (1 mm) wirksam in den Vertrag einbezogen worden, weil sie in schwarzer Farbe auf weißem Grund gedruckt waren und die Lesbarkeit durch fettgedruckte Überschriften und größere Zeilenabstände zwischen den einzelnen Bedingungen gegeben war (Az.: 8 U 380/07).

Inhaltliche Vorgaben
Nach dem so genannten Transparenzgebot müssen Klauseln in AGB für den Durchschnittsverbraucher klar und verständlich sein. Ansonsten sind sie unwirksam. Klingt nicht nur nach einer dehnbaren Auslegung, ist es auch. Der Streit zwischen Käufer und Verkäufer ist also vorprogrammiert. Hinzu kommt, dass AGB oftmals zu massiv in die gesetzlich garantierten Rechte der Kunden eingreifen. Und so hat längst nicht jede Klausel vor Gericht Bestand.

Formelle Vorgaben
AGB gelten nur unter bestimmten Voraussetzungen als wirksam vereinbart. So muss ein Kunde bei Vertragsabschluss ausdrücklich auf die Bedingungen hingewiesen werden und er muss genügend Zeit haben, sie zur Kenntnis zu nehmen und ihnen natürlich auch zustimmen. Wer Verträge kennt, weiß um deren Länge. Die AGB bilden meist das tückische Ende des Vertrages, stehen also auf der allerletzten Seite. In diesem Fall muss es aber auf der ersten Vertragsseite einen Hinweis zu den folgenden AGB geben.

AGB und Datensicherheit
In der digitalen Welt finden Allgemeine Geschäftsbedingungen von Unternehmen noch weniger Beachtung als auf dem Papier. Der Mausklick, der bestätigt, dass man die AGB gelesen und akzeptiert hat, ist schnell gemacht. Dass man damit aber Unternehmen erlaubt, die personenbezogenen Daten zu verwenden und womöglich auch an Dritte weiterzugeben, wird scheinbar ignoriert. Um Verbraucher besser zu schützen, müssen daher Unternehmen in Deutschland ab Mai 2018 die Datenschutz-Grundverordnung anwenden, die die bisherige Datenschutz-Richtlinie von 1995 ersetzt. Damit soll das Recht von Konsumenten bei der Datenverarbeitung und -verwendung gestärkt werden. Neben extrem hohen Strafen bei Datenschutzverletzungen sieht es unter anderem vor, dass die Einwilligung zur Datenverarbeitung in AGB nicht mehr nur ein Unterpunkt sein darf, der leicht überlesen werden kann. Solange Konsumenten es allerdings vermeiden, das Kleingedruckte zu lesen, wird auch die neue Verordnung nicht dafür sorgen können, persönliche Daten besser zu schützen.

Mehr zum Thema unter:
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Mittwoch, 19. Juli 2017 von pr-gateway

Aktuelle Gerichtsurteile auf einen Blick

ARAG Recht schnell...

+++ Rechtsverletzung durch Weiterleitung der Kontakte per WhatsApp +++
Wer über WhatsApp die Telefonnummern seiner Kontakte automatisch an das Unternehmen weiterleitet, ohne die Betroffenen vorher um Erlaubnis zu fragen, begeht laut ARAG eine Rechtsverletzung (AG Bad Hersfeld, Az.: F 120/17 EASO).

+++ Verkehrssicherungspflicht durch Sichtprüfung von Bäumen +++
Eigentümer von Bäumen müssen darauf achten, dass durch die Bäume keine Schäden entstehen. Handelt es sich um Privatleute, beschränkt sich die Verkehrssicherungspflicht allerdings auf eine äußere Sichtprüfung, die in zeitlich angemessenen Abständen vorzunehmen ist. Erst, wenn sich hierbei für einen Laien erkennbare Probleme zeigen, muss laut ARAG ein Baumfachmann hinzugezogen werden (OLG Oldenburg, Az.: 12 U 7/17).

Langfassungen:

Rechtsverletzung durch Weiterleitung der Kontakte per WhatsApp
Wer über WhatsApp die Telefonnummern seiner Kontakte automatisch an das Unternehmen weiterleitet, ohne die Betroffenen vorher um Erlaubnis zu fragen, begeht eine Rechtsverletzung. Im konkreten Fall hatte ein Junge den Ausführungen zufolge ein eigenes Smartphone zum 11. Geburtstag bekommen und dieses nach Auffassung der Eltern exzessiv genutzt. Auf dem Gerät gespeichert waren über 20 Kontakte, darunter Familienangehörige, Mitschüler, Freunde und Nachbarskinder. Laut Geschäftsbedingungen von WhatsApp ist die Nutzung allerdings erst ab dem 13. Lebensjahr gestattet, das der Sohn noch nicht erreicht hatte. Mit dem Urteil wurde die Mutter verpflichtet, von allen Personen, die aktuell im Adressbuch des Smartphones ihres Sohnes gespeichert sind, schriftliche Zustimmungserklärungen einzuholen, ob diese Personen mit der Weitergabe an WhatsApp auch einverstanden sind. Zudem wurde der Mutter eine persönliche Weiterbildung zur digitalen Mediennutzung aufgetragen. Wer durch seine Nutzung von WhatsApp „diese andauernde Datenweitergabe zulässt, ohne zuvor von seinen Kontaktpersonen aus dem eigenen Telefon-Adressbuch hierfür jeweils eine Erlaubnis eingeholt zu haben, begeht gegenüber diesen Personen eine deliktische Handlung und begibt sich in die Gefahr, von den betroffenen Personen kostenpflichtig abgemahnt zu werden“, heißt es laut ARAG Experten in dem Urteil (AG Bad Hersfeld, Az.: F 120/17 EASO).

Verkehrssicherungspflicht durch Sichtprüfung von Bäumen
Eigentümer von Bäumen müssen darauf achten, dass durch die Bäume keine Schäden entstehen. Eine Frau hatte im verhandelten Fall ihr Auto unter einer Rotbuche an einer Wohnanlage geparkt. Als sie zum Auto zurückkam, war ein Ast heruntergefallen und hatte das Auto beschädigt. Der Sachschaden betrug rund 9.000 Euro. Die Frau verlangte das Geld von der Hausverwaltung, die von den Eigentümern mit der Unterhaltung der Wohnanlage beauftragt worden war. Sie argumentierte, die Hausverwaltung habe den Baum nicht ausreichend untersucht und überwacht. Ein im Prozess eingeholtes Sachverständigengutachten ergab, dass die Rinde an einer Astgabelung länglich verdickt war, was ein Anzeichen für eine mögliche Instabilität ist. Die Klägerin war der Auffassung, die Hausverwaltung hätte deswegen fachmännischen Rat einholen müssen. Das Gericht wies die Klage ab. Zwar müsse der Eigentümer eines Baumes grundsätzlich dafür Sorge tragen, dass von dem Baum keine Gefahr ausgehe. Er müsse daher auch die Bäume auf seinem Grundstück auf Schäden und Erkrankungen und auf ihre Standfestigkeit regelmäßig untersuchen. Dies gelte in erhöhtem Maße, wenn der Baum im Bereich von Verkehrsflächen stehe und damit potenziell andere Personen gefährde. Privatleute müssten nicht laufend, sondern nur in angemessenen zeitlichen Abständen eine äußere Sichtprüfung durchführen. Vorliegend sei die Instabilität der Rotbuche nur für einen Baumfachmann mit forstwirtschaftlichem Wissen, nicht aber für einen Laien erkennbar gewesen. Der Hausverwaltung sei daher kein Vorwurf zu machen – die Frau müsse daher ihren Schaden selbst tragen, erklären ARAG Experten (OLG Oldenburg, Az.: 12 U 7/17).

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Montag, 17. Juli 2017 von pr-gateway

ARAG Experten zur Handy-Nutzung auf einem Kreuzfahrtschiff

Kreuzfahrer telefonieren zu Höchstpreisen!

Die Gebühren für das Mobilfunk-Roaming aus dem Ausland wurden zum 15. Juni 2017 endgültig abgeschafft. Das sind für Urlauber eigentlich gute Nachrichten. Aber Vorsicht! Für den Handy-Gebrauch auf hoher See gelten andere Regeln; Telefonieren kann auf den sieben Weltmeeren mächtig ins Geld gehen. ARAG Experten sagen, was bei der Handy-Nutzung auf Kreuzfahrten zu beachten ist.

Satellitenverbindungen sind teuer
Auf hoher See gelten die gewohnten Tarife für die Handy-Nutzung im Ausland nicht. Dafür bedarf es des Empfangs via Mobilfunkmast an Land. Das ist aber nur in einem Hafen oder höchstens noch in Küstennähe möglich. Auf hoher See stellen die Kreuzfahrtschiffe die Verbindung in die weltweiten Telefon- und Datennetze per Satellit her. Dazu haben die Reedereien Verträge mit den Betreibern dieser Satellitennetze abgeschlossen. Der Handy-Provider hat oft ebenfalls Verträge mit dem Satellitenbetreiber abgeschlossen. Welche Minuten-, SMS- und Megabytepreise nun für jeden einzelnen Gast an Bord gelten, hängt davon ab, welcher Satellitenbetreiber das Kreuzfahrtschiff versorgt, und mit welchem Provider der jeweilige Nutzer einen Handy-Vertrag abgeschlossen hat. So zahlen die Passagiere bis zu fünf Euro pro Gesprächsminute und noch wesentlich mehr für ein Megabyte heruntergeladene Daten aus dem mobilen Internet. Auch ankommende Gespräche kosten oft mehr als einen Euro pro Minute. Weil so auch ohne lange Telefonate schnell ordentliche Summen zusammenkommen, raten die ARAG Experten den Passagieren von Kreuzfahrtschiffen, beim Verlassen der Häfen die Mailbox ganz auszuschalten. Da Smartphones unter Umständen auch ohne Zutun des Besitzers online gehen, um etwa Daten im Hintergrund zu synchronisieren, sollte man außerdem die Datenverbindung deaktivieren.

W-LAN an Bord
Die Kreuzfahrtschiffe bieten in der Regel auch W-LAN an. Die Preise hierfür sind aber ebenfalls sehr hoch und somit keine Alternative zum Telefonieren. Für eine Minute zahlen Passagiere zwischen 0,19 und 0,49 Euro. Da die Bandbreite stark von der Qualität der Satellitenverbindung abhängt, kann das simple Abrufen der eingegangenen E-Mails schon mal deutlich länger als eine Minute dauern. Auch die Stunden- oder Tagespakete, welche viele Schiffe anbieten, sind eine kostspielige Angelegenheit. Eine der führenden Kreuzfahrt-Flotten bietet auf seinen Schiffen Datenpakete zwischen 250 Megabyte und 3 Gigabyte für Preise zwischen 25 und 99 Euro an.

Vorher Informationen bei der Reederei einholen
Wer weder auf das Vergnügen einer Kreuzfahrt noch auf die Erreichbarkeit via Handy und E-Mail verzichten möchte, sollte sich vorher bei der Reederei oder dem Kreuzfahrt-Anbieter nach den Preisen erkundigen. Eine Reederei gibt es derzeit, die W-LAN kostenlos zur Verfügung stellt. ARAG Experten hoffen, dass andere Anbieter bald diesem Beispiel folgen. Dann kann die auf der Seereise gewonnene Erholung auch nach Erhalt der Handyrechnung weiter anhalten.

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Freitag, 14. Juli 2017 von pr-gateway

ARAG Experten sagen, wie man den permanenten Körperschmuck wieder los wird

Tattoos entfernen: Adieu, Arschgeweih!

Professionell gestochene Tätowierungen halten ein Leben lang. Die Freude an selbigen ist aber in manchen Fällen mit einer sehr viel kürzeren Lebensdauer behaftet. Was Sie tun können, wenn auf Ihrem Körper der Name Ihrer großen Liebe prangt, diese aber schon längst über alle Berge ist oder wenn Ihnen der Schmetterling auf der linken Pobacke einfach nicht mehr gefällt, sagen ARAG Experten.

Körperschmuck für die Ewigkeit?
Tattoos sind Motive, die mit Tinte in die Haut eingebracht werden. Dazu wird die Tinte mit Hilfe einer oder mehrerer Nadeln (Tätowiermaschine) in die zweite Hautschicht gestochen. Das so entstandene Bild hält, solange keine selbstauflösende Farbe verwendet wird, ewig; auch wenn es in vielen Fällen mit der Zeit ein wenig ausbleicht. Man kann den ungeliebten Körperschmuck aber wieder loswerden. Dazu gibt es verschiedene ganz unterschiedliche Methoden. Was alle Methoden gemeinsam haben? Sie sind kostspielig, langwierig, schmerzhaft und unter Umständen bleiben sogar Narben oder sichtbare Farbreste unter der Haut.

Welche Methoden gibt es?
Manche Tattoostudios bieten an, die Tätowierung mit sogenannten Blitzlampen zu entfernen. Diese Lampen können aber die Haut beschädigen. So kann es zu Verbrennungen kommen und es können sich unschöne Narben bilden. ARAG Experten raten daher von dieser Methode ab. Es gibt auch flüssigen Tattoo-Entferner, vor dem warnt aber das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin. In den Entfernern ist demnach Milchsäure enthalten, die oft für Entzündungen sorgt. Zu empfehlen ist wirklich nur die Laserbehandlung beim Hautarzt.

Der Laser
Die Entfernung einer Tätowierung mit einem Laser ist Sache eines Arztes. Sie gilt in vielen Bundesländern allerdings nicht als medizinischer Eingriff. Weil sie stattdessen als sogenannter ästhetisch-kosmetischer Eingriff angesehen wird, darf rechtlich gesehen jeder die Behandlung durchführen. Deshalb bieten neben Hautärzten auch vereinzelt Kosmetikstudios und Tätowierer die Laser-Entfernung an. Davon raten die ARAG Experten allerdings ab: Der Dermatologe hat in der Regel erheblich gründlichere Kenntnisse und kann helfen, wenn Komplikationen bei der Tattoo-Entfernung auftreten. Bei der Behandlung wird der Laserstrahl auf die tätowierte Haut gerichtet. Dabei strahlt der Laser Energie in die Farbkörper und sprengt sie. Die zersplitterten Farbkörper werden dann ausgeschwemmt und abtransportiert. Die Farbe bleicht aus, die Tätowierung wird immer heller und ist in der Regel am Ende ganz weg. Hierfür sind aber mehrere Sitzungen nötig. Die Haut muss zwischen den einzelnen Behandlungen regenerieren und die Lymphe die zerstörten Farbpigmente abtransportieren. Das benötigt Zeit. Die Behandlung ist darüber hinaus mit Schmerzen verbunden.

Die Kosten für die Laserentfernung
Wer die Farbe unter der Haut loswerden will, kann nicht davon ausgehen, dass die Krankenkasse die Kosten übernimmt. Tattoos sind keine Krankheit, ihre Entfernung folgt aus ästhetischen Gründen. Demnach müssen die Behandlungen auch beim Arzt aus eigener Tasche bezahlt werden. Je nachdem, wie viele Sitzungen mit dem Laser nötig sind, übersteigen die Kosten für die Entfernung die ursprünglichen Kosten für das Tattoo oft um ein Vielfaches. Und ganz ungefährlich ist das Ganze auch nicht: Es kann auch bei sachgemäßem Umgang mit dem Laser zu Narbenbildungen kommen. Außerdem stehen die Restpigmente einiger Farben im Verdacht, Allergien oder sogar Krebs auslösen zu können.

Die Alternative: Cover Up!
Wem nur das Motiv nicht mehr gefällt, der kann sich auch für die Cover-Up-Methode entscheiden. Dabei wird das alte mit einem neuen Motiv „überstochen“. Gute Tätowierer machen so aus dem ungeliebten Tattoo doch noch das ersehnte Kunstwerk, so die ARAG Experten.

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Donnerstag, 13. Juli 2017 von pr-gateway

ARAG Experten sagen, was zu beachten ist, wenn EC- oder Kreditkarte den Dienst versagen

Urlaub: Was tun, wenn EC- oder Kreditkarte streiken

Die EC-Karte wird eingezogen, die Kreditkarte streikt – nichts geht mehr. Besonders ärgerlich ist das im Urlaub. Alternative Zahlungsmittel liegen im Hotel-Safe oder zu Hause in Deutschland. Dazu kommen Sprachbarriere und die unbekannte Bank mit fremden Gepflogenheiten. Manchmal meint die eigene Bank oder das Kreditkartenunternehmen, dass sich das Plastikgeld oder die darauf enthaltenen Daten in fremden Händen befinden. Selbst wenn es nicht so sein sollte – das Plastikgeld verwehrt jegliche Abbuchungen. ARAG Experten kennen die verdächtigen Bezahlmuster, die leicht für Alarmstimmung bei Kreditkartenunternehmen sorgen können und meist für die Sperrungen verantwortlich sind.

Dubletten
Kriminelle fischen die auf dem Magnetstreifen hinterlegten Informationen an Geldautomaten, in Läden oder Restaurants von den Originalkarten ab und kopieren diese auf Kartenrohlinge. Innerhalb von Europa fliegen solche Dubletten sofort auf, weil die Informationen auf dem Magnetstreifen für Transaktionen nicht ausreichen. Das geht inzwischen nur noch mit dem goldenen Chip auf der Karte. In Ländern außerhalb der EU ist der Magnetstreifen aber immer noch sehr wichtig, weil die modernere Chiptechnik nicht überall verbreitet ist. Dort gehen organisierte Banden mit den geklauten Daten einkaufen.

Tageslimit
Manchmal hat man Glück und es bleibt dabei, dass man zusätzlich zur Kreditkarte seine Ausweispapiere zum Bezahlen dabei haben muss. Denn bestimmte Länder gelten wegen ihrer geringen Sicherheitsstandards als bevorzugte Einsatzgebiete von gefälschten Kreditkarten. Dazu gehören die USA, Mexiko, Brasilien und Thailand. Entsprechend haben einige Banken Tageslimits für einzelne Problemregionen festgelegt. Werden diese bei einer Karte überschritten, wird der Händler vor Ort aufgefordert, sich einen Ausweis vorlegen zu lassen.

An vielen Orten gleichzeitig
Wenn plötzlich eine teure Handtasche in Brasilien oder eine Spiegelreflexkamera in Neuseeland mit der Karte bezahlt werden, kann dies schon für Unruhe beim Karteninstitut sorgen. Wenn am gleichen Tag auch noch mit der Karte eine Tankrechnung in Berlin beglichen werden soll, besteht kein Zweifel mehr: Kriminelle sind mit fremden Daten unterwegs, die Karte wird gesperrt.

Den Kundenberater informieren
Grundsätzlich kennen Kartenunternehmen das Zahlungsverhalten ihrer Kunden anhand der Abrechnungen aus der Vergangenheit genau. Jede abweichende Transaktion gilt dann als Warnzeichen und kann zumindest zu telefonischen Rückfragen beim Karteninhaber führen. ARAG Experten empfehlen Kreditkarteninhabern deshalb, den eigenen Kundenberater zum Beispiel über eine anstehende Reise zu informieren. Steht ein entsprechender Vermerk im System, erklärt sich eine außerordentliche Abbuchung schnell.

Kennung
Datendiebe nutzen für ihre Einkäufe oft dieselbe Plattform im Internet. Weil jeder größere Händler einen Code für die Zahlungen hat, können die Kartenanbieter ihn leicht herausfiltern. Wird ein Betrugsfall bekannt, werden vorsichtshalber andere Transaktionen mit dem entsprechenden Händlercode untersucht und die Transaktionen entsprechend ausgesiebt.

Der Kleingeld-Test
Bevor Betrüger einen gestohlenen Datensatz für größere Einkäufe nutzen, probieren sie die Karten häufig mit kleinen Beträgen aus, meist mit nicht mehr als einem Euro. Sie gehen davon aus, dass solche Abbuchungen nicht auffallen. Wird die gleiche Summe jedoch mehrfach innerhalb kurzer Zeit von verschiedenen Karten abgebucht, werden die Zahlungen gestoppt.

Fazit
Am häufigsten findet der Datenklau derzeit im Internet statt. Ein großer Teil entfällt aber auch auf gestohlene Kreditkarten oder auf Dubletten, die in fernen Ländern eingesetzt werden. Grundsätzlich fordern Banken und Kreditkartenunternehmen ihre Kunden deshalb auf, die Abrechnungen genau zu prüfen und auch fragwürdige Kleinstbeträge zu melden. Denn das kann darauf hindeuten, dass die Kartendaten geklaut und für eine Dublette verwendet wurden.

Sperr-Notruf: Wenn die EC- oder Kreditkarte weg ist!
-EC-Karten und Kreditkarten
Tel.: +49 116 116 (kostenfrei in Deutschland, abweichende Gebühren aus dem Ausland)
EC-Karten und Kreditkarten aus dem Ausland
Tel.: +49 30 4050 4050.

-MasterCard
In Deutschland: Tel.: 0800 819 1040 (kostenfrei)
Aus dem Ausland: Tel.: +1 636 7227 111 (R-Gespräch)

-Visa
In Deutschland: Tel.: 0800 811 8440 (kostenfrei)
Aus dem Ausland: Tel.: +1 303 967 1096 (R-Gespräch)

-American Express
Tel.: +49 69 97 97 2000

-Diners Club
Tel.: +49 69 900 150-135

Mehr zum Thema:
https://www.arag.de/rund-ums-recht/rechtstipps-und-urteile/reise-und-freizeit/

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 17 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Mit über 3.900 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von rund 1,6 Milliarden EUR.

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Donnerstag, 13. Juli 2017 von pr-gateway

ARAG Experten sagen, was bei der Autovermietung im Urlaub zu beachten ist

Hauptsache unabhängig - Urlaub im Mietwagen

Endlich Urlaub! Der Roadtrip im eigenen Wagen liegt bei vielen Urlaubern voll im Trend. Und wer kein Auto sein Eigen nennt, nimmt sich kurzerhand einen Mietwagen. Das hat auch den Vorteil, dass man die An- und Abreise zum ersehnten Urlaubsziel bequem per Flugzeug oder mit der Bahn hinter sich bringen kann und vor Ort trotzdem mobil ist. Doch Vorsicht: Wer den Vertrag nicht genau liest, kann unliebsame Überraschungen erleben! Darum geben ARAG Experten wertvolle Tipps für einen entspannten Urlaub.

In Deutschland buchen! Das ist zwar nicht immer die billigste Lösung, schützt aber vor unliebsamen Überraschungen, die zum Beispiel aus einem unverständlichen Vertrag in einer fremden Sprache resultieren.

Früh buchen! Vor Ort zu buchen ist zwar oft die etwas preiswertere Alternative; meist lässt sich der Preisunterschied aber durch Frühbucherrabatte ausgleichen, die viele deutsche Anbieter im Programm haben. An beliebten Urlaubsorten kommt es in den Ferien auch oft zu Engpässen. Wer sich darauf verlassen will, dass das Wunschauto auch tatsächlich zur Verfügung steht, sollte möglichst früh, am besten 20 Wochen vorher, buchen.

Angebote studieren! Preisvergleich ist schön und gut. Aber sind die Angebote auch identisch? Oft fehlt es bei Schnäppchenangeboten an Extras, die dann teuer dazugebucht werden müssen. Die meisten unvorhergesehenen Aufpreise müssen für Versicherungen, Navigationssyteme, Klimaanlagen und Kindersitze bezahlt werden.

Vorsicht Selbstbehalt! Günstige Kaskoversicherungen beinhalten in der Regel einen Selbstbehalt. Liegt dieser bei 500 Euro oder mehr, kann der Urlaub schon bei einem ansonsten harmlosen Auffahrunfall zu Ende sein, weil die Reparaturkosten die Urlaubskasse verschlingen. ARAG Experten raten daher zu einer etwas teureren Versicherungsvariante mit geringer oder gar keiner Selbstbeteiligung.

Schadenversicherung! Sie ist neben der Haftpflichtversicherung obligatorisch. Ob Teil- oder Vollkasko-Police, auch hier lohnt sich ein Blick ins Kleingedruckte: Denn Schäden durch Vandalismus, Glasbruch oder am Unterboden sind nicht immer gedeckt.

Fahrerwechsel inklusive? Viele besonders günstige Versicherungsangebote gelten nur für den Vertragsnehmer als Fahrer. Wer sich auf längeren Strecken mit dem Beifahrer abwechseln möchte, sollte den Versicherungsschutz gegebenenfalls schon bei Vertragsabschluss erweitern.

Tankregelung beachten! Hier gilt nämlich: Andere Länder – andere Sitten! Hierzulande ist es üblich, ein vollgetanktes Fahrzeug zu mieten und dieses auch wieder vollgetankt abzugeben. Wer das verschwitzt, zahlt oft den sehr hohen vermietereigenen Spritpreis. In Griechenland beispielsweise oder Italien ist es wiederum gang und gäbe, die erste Tankfüllung vom Autovermieter zu kaufen und das Auto dann leer zurückzugeben. Da man den Tank nur selten zur Gänze leer fährt, schenkt man dem Autovermieter immer einen Teil der Tankfüllung.

Fahrzeugzustand überprüfen! Bei Übernahme ist der Fahrzeugzustand kritisch zu überprüfen. Alle Schäden müssen in das Übernahmeprotokoll aufgenommen werden, ansonsten könnte man später für fremd verursachte Schäden haftbar gemacht werden.

Übergabeprotokoll anfertigen! Auch bei Rückgabe des Autos muss der Fahrzeugzustand dokumentiert werden. Eine Durchschrift des Protokolls sollte man sich aushändigen lassen.

Download des Textes und verwandte Themen:
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Mittwoch, 12. Juli 2017 von pr-gateway

ARAG Experten zu den Versicherungen im Festzelt und auf der Kirmes

Kirmes: Mit Sicherheit viel Spaß!

Ob Cannstatter Wasen in Stuttgart, das Weinlesefest in Neustadt an der Weinstraße oder das Stadtteilfest in der Straße um die Ecke: Kettenkarussell und Achterbahn müssen ebenso versichert sein wie das Bierzelt. ARAG Experten sagen, welche Versicherungen bei allem Spaß für Sicherheit sorgen.

Haften Fahrgeschäfte, wenn etwas passiert?
Der Inhaber oder Betreiber eines Fahrgeschäfts muss im Rahmen seiner Verkehrssicherungspflicht alles Notwendige tun, damit die Fahrgäste nicht zu Schaden kommen. Dafür reichen die regelmäßigen Überprüfungen (Erstabnahme, Gebrauchsabnahme u.s.w.) in aller Regel aus. Passiert trotzdem ein Unfall, muss der Betreiber beweisen, dass dieser auf die Fahrlässigkeit der Fahrgäste zurückzuführen ist; andernfalls haftet er bzw. seine Versicherung. Allerdings kann bei der Nutzung eines Fahrgeschäfts wie einer Schiffschaukel eine absolute Sicherheit nicht verlangt werden. Typische Eigenart vieler Fahrgeschäfte ist nämlich ein gewisser Nervenkitzel, der durch das Bemühen um absolute Risikofreiheit verloren gehen würde (OLG Frankfurt am Main, Az.: 13 U 141/08). Die Verkehrssicherungspflicht gilt selbstverständlich nur für das Minimieren einer Unfallgefahr. Ansonsten heißt es für die Gäste von Kettenkarussell, Autoscooter und Achterbahn: Betreten auf eigene Gefahr! Der Betreiber hat keine Möglichkeit, den Gesundheitszustand jedes einzelnen Fahrgastes zu überprüfen. Schwangere Frauen und ältere Kirmesgäste mit Herzschrittmacher sollten von sich aus so vernünftig sein und auf den ganz großen Nervenkitzel verzichten. Eltern müssen darüber hinaus darauf achten, dass ihre Kinder das Mindestalter und die Mindestgröße für das jeweilige Fahrgeschäft mitbringen. Täuschen sie den Betreiber oder das Personal eines Fahrgeschäftes und rutscht ein Kind unter Umständen durch einen zu großen Haltebügel, zahlt die Haftpflichtversicherung des Fahrgeschäftbetreibers unter Umständen nicht.

Haftung im Bierzelt
Immer wieder kommt es vor, dass sich bei Hochbetrieb in der Volksfest-Gastronomie Fremdkörper im Essen befinden und sich der Gast durch beherztes Zubeißen seine Zähne beschädigt. Geschieht derartiges ist derjenige im Vorteil, der den Gegenstand des Übels noch vorweisen kann – zwecks Beweismittelsicherung. Ohne einen Beweis nämlich kann nicht davon ausgegangen werden, dass sich beispielsweise im Fleisch ein Stein oder ähnliches verbarg, der Schuld am Verlust des ausgebissenen Zahnes war (BGH, Az.: VIII ZR 283/05). Auch beim Feiern sind Festzelte kein rechtfreier Raum: In einem konkreten Fall war eine Dame zum besonders ausgelassenen Schunkeln auf die Sitzbank geklettert. Dummerweise konnte der Gleichgewichtssinn der Feiernden nicht mit ihrem Bewegungsdrang mithalten; die Darbietung endete, wen mag es wundern, mit einem Sturz. Dabei landete sie auf einem anderen Festzeltbesucher, der gerade seinen Maßkrug an die Lippen führen wollte. Dies bezahlte der Unglücksrabe mit einer erheblichen Zahnverletzung. Die folgende Schmerzensgeldforderung mochte die Gestürzte nicht bezahlen; vielmehr gab sie an, von einer unbekannten dritten Person von der Bierbank gestoßen worden zu sein. Die Richter sprachen dem Geschädigten trotz der plausiblen Ausrede 500 Euro Schmerzensgeld zu. Rempler können im Festzelttrubel nie ganz ausgeschlossen werden, finden auch die ARAG Experten. Daher müssen Besucher darauf gefasst sein, dass sie selbst, aber auch andere, das Gleichgewicht verlieren können (AG München, Az.: 155 C 4107/07).

Haftung auf dem gesamten Areal der Kirmes
Oberirdische Versorgungsleitungen für Kirmesbetriebe müssen mit möglichst geringem Stolper- und Sturzrisiko für Kirmesbesucher und Anlieger verlegt werden. In einem aktuellen Fall stürzte eine Anwohnerin während der alljährlich stattfindenden Pflaumenkirmes auf dem Bürgersteig vor ihrem Wohnhaus. Für den Sturz machte sie oberirdisch verlegte Kabelversorgungsleitungen des Kirmesbetriebs verantwortlich. Die lose verlegten Kabel waren nicht abgedeckt. Die Klägerin musste operativ versorgt und stationär behandelt werden – und verlangte vom beklagten Betrieb Schadensersatz und Schmerzensgeld in Höhe von 40.000 Euro. Das Oberlandesgericht entschied, dass der beklagte Betrieb auf Schadensersatz hafte, da er die ihm obliegende Verkehrssicherungspflicht verletzt habe. Dem durch die Leitungen gegebenen Stolper- und Sturzrisiko müsse mit einer sorgfältigen Verlegung beziehungsweise Abdeckung der Leitungen entgegengewirkt werden, weil der Kirmesbereich mit seinen wechselnden Attraktionen die Aufmerksamkeit des Besuchers auf sich ziehe und sie vom Bodenbereich ablenke. Ohne erkennbare Streckenführung, lose und ohne Abdeckung verlegte Leitungen erhöhten das Stolper- und Sturzrisiko und begründeten eine abhilfebedürftige Gefahrenquelle. Im konkreten Fall musste sich die Klägerin allerdings ein mit 50 Prozent zu bemessendes Mitverschulden entgegenhalten lassen, weil die Kabel bereits seit einigen Tagen vor ihrem Grundstück gelegen hätten und der Klägerin der unzureichende Verlegungszustand bekannt gewesen sei, so die ARAG Experten (OLG Hamm, Az.: 9 U 114/14).

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