Leistungsbestätigung vor der Elternzeit

Darauf haben werdende Mütter Anspruch

Leistungsbestätigung vor der Elternzeit
txn.

txn. Martina Blum, 29 Jahre, ist voller Vorfreude. Die Sachbearbeiterin in der Finanzbuchhaltung eines kleinen, mittelständischen Handwerkbetriebs ist schwanger und freut sich auf ihr erstes Kind. Ihr bleiben nur noch ein paar Wochen bis zum Beginn des Mutterschutzes; sie hat die Elternzeit bereits beantragt und arbeitet gerade ihre Vertretung ein. Was jetzt noch fehlt ist ein Zwischenzeugnis, um ihre bisherigen Leistungen, ihre aktuellen Tätigkeitsschwerpunkte, individuellen Fähigkeiten und Kenntnisse vor der geplanten Auszeit bestätigen zu lassen. Doch hat Frau Blum ein Anrecht auf das Ausstellen eines Zwischenzeugnisses?

Dazu Petra Timm, Unternehmenssprecherin beim Personaldienstleister Randstad Deutschland: „Eindeutig ja! Auch wenn es keine gesetzliche Regelung für einen Anspruch auf die Erteilung eines Zwischenzeugnisses gibt, müssen Arbeitgeber bei triftigen Gründen dennoch ein solches ausstellen. Verlässt ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin für einen längeren Zeitraum das Unternehmen, ist dies ein triftiger Grund, da zu diesem Zeitpunkt nicht klar ist, ob er oder sie wieder in den Betrieb zurückkehrt bzw. ob der Vorgesetzte nach Rückkehr des Mitarbeiters noch in der Abteilung bzw. dem Unternehmen tätig ist.“

Für Arbeitgeber ist das Erstellen eines Zwischenzeugnisses zwar mit zusätzlicher Arbeit verbunden, denn hier ist Sorgfalt bei der Dokumentation der Tätigkeiten und der persönlichen Beurteilung wichtig. Jedoch hat das Ausstellen von Zeugnissen schon eine lange Tradition. Bereits seit dem 16. Jahrhundert wurden sogenannte „Atteste für ordnungsgemäßes Ausscheiden“ erstellt. Es ist also nicht verwunderlich, dass Zeugnisse bis heute teilweise altmodisch klingende Formulierungen nutzen und merkwürdige Verschlüsselungen beinhalten, auf die besonders geachtet werden sollte.

Besonders wichtig ist die Schlussformulierung, der traditionell die größte Bedeutung zukommt – enthält sie doch die zusammenfassende Beurteilung. Dabei gilt: „vollste Zufriedenheit“ steht für ein „sehr gut“, volle Zufriedenheit meint „gut“. Wer das Zeugnis schreibt, sollte sich dieser Gesamtbeurteilung und der Wirkung der einzelnen Formulierungen sehr bewusst sein. Ungeschickte und ungünstige Formulierungen können vermieden werden, wenn Profis bei der Formulierung einbezogen werden.

„Schwangere Frauen tun gut daran, sich ein Zwischenzeugnis vor der Babypause ausstellen zu lassen. Damit haben sie eine gute Planungsgrundlage für die Rückkehr in den Job, so Petra Timm von Randstad weiter. „Mütter sind als Fachkräfte gefragter denn je und mit einer guten Beurteilung ihrer Kompetenzen und Fähigkeiten gelingt die Rückkehr in den Arbeitsmarkt leichter.“

Bildunterschrift:
txn. Arbeitsmarktexperten raten werdenden Müttern,
sich ein Zwischenzeugnis ausstellen zu lassen:
Denn vor der Geburt ist niemand sicher, wann
die Rückkehr an den Arbeitsplatz erfolgt und ob der
Vorgesetzte dann noch im Unternehmen ist.

Bildrechte: Randstad/fotolia Bildquelle:Randstad/fotolia

Randstad – Die Nummer 1 in Deutschland.
Mit durchschnittlich rund 68.000 Mitarbeitern und 500 Niederlassungen in rund 300 Städten ist Randstad der führende Personaldienstleister in Deutschland. Beschäftigt und gesucht werden Mitarbeiter mit ganz unterschiedlichen Qualifikationen, vom Industriemechaniker über Buchhalter und kaufmännische Mitarbeiter bis hin zu Ingenieuren oder IT-Spezialisten. Während der wechselnden Einsätze in Kundenunternehmen sammeln die Arbeitnehmer von Randstad wertvolle Praxiserfahrungen und lernen verschiedene Unternehmen, Aufgabengebiete und Kollegen kennen. Für viele ist die Beschäftigung bei Randstad auch ein Sprungbrett in den Traumjob: Im Schnitt werden rund 30 Prozent der überbetrieblichen Mitarbeiter vom Kundenunternehmen übernommen.

Randstad Deutschland
Helene Schmidt
Helfmann-Park 8
65760 Eschborn
06196 4081701
Helene.Schmidt@de.randstad.com
http://randstad.de

Donnerstag, 27. März 2014 von