Die Kerze – vom Verbrauchsgut zum Dekoartikel

RAL Gütezeichen garantiert heute hohe Qualität

Die Kerze - vom Verbrauchsgut zum Dekoartikel

Schätzungen zufolge ist die Geschichte der Kerze mindestens 5.000 Jahre alt. In den Anfängen bestanden Kerzen aus Stroh, Hanf oder Schilfrohr, das in Fett oder Harz getränkt wurde, um es brennbar zu machen. Im Antiken Rom wurden sie weiterentwickelt, indem gerollte Papyrusblätter in flüssigen Talg oder Bienenwachs getaucht wurden. Es gibt auch historische Hinweise darauf, dass „Kerzen“ aus gerolltem Reispapier und brennbaren Wachsen von verfügbaren Pflanzen oder Insekten hergestellt wurden. So wurde Wachs beispielsweise aus Baumnüssen oder durch das Kochen der Früchte des Zimtbaumes gewonnen.

In den westlichen Kulturen bestanden Kerzen zunächst hauptsächlich aus Talg, und damit aus tierischem Fett. Erst im Mittelalter kamen die Bienenwachskerzen auf, die nicht nur rein und sauber brannten, sondern auch ihren angenehm süßen Duft verbreiteten. Sie waren aber sehr teuer und wurden entsprechend nur für kirchliche Zeremonien oder reichen Häusern genutzt. Für den „normalen Gebrauch“ waren weiterhin Talgkerzen gebräuchlich.

Im 19. Jahrhundert führte die Entdeckung von Stearin zu einer bedeutenden Entwicklung in der Kerzenherstellung. Stearin ist hart und unverderblich und die daraus hergestellten Kerzen brennen sauber ab. Dem folgte die Entwicklung des Paraffin, bevor die Entdeckung der Glühbirne im Jahr 1879 die Kerzenherstellung zunächst in den Hintergrund rücken ließ.

Seit ihren Anfängen hat die Kerze eine bewegte Geschichte durchgemacht – von der unerlässlichen Lichtquelle über den Luxusartikel bis hin zum Dekorationsmittel für Alle. Ihre Beliebtheit ist ungebrochen. Und mit der Entwicklung der Ölindustrie entstand das Nebenprodukt Paraffin, was der Grundstoff für viele Kerzen ist. Heutzutage steht auch eine große Palette von nachhaltigen Brennmassen zur Verfügung, in Europa voran zu nennen Palmwachs. Eine riesige Vielfalt an Formen und Farben sorgt heute dafür, dass Kerzen in allen Lebenslagen und für alle Menschen ein beliebtes Gebrauchsgut geworden sind.

Und so wie die Vielfalt steigt, steigen auch die Unterschiede in Herstellung und Qualität, und damit auch in der Sicherheit – immerhin handelt es sich um einen Brennstoff. So entstand in Europa das RAL Gütezeichen. Steht es auf einer Kerzenverpackung, dann entspricht das Produkt den Vorgaben der Gütegemeinschaft Kerzen. Die Kerzen werden auf ihre Inhaltsstoffe, ihr Brennverhalten und die Brenndauer untersucht und die ständige Einhaltung der strengen Regeln wird dauerhaft durch DEKRA fremdüberwacht. Eine zusätzliche Eigenüberwachung der Hersteller anhand standardisierter Prüfverfahren sichert laufend die hohe Qualität.

Das kleine Zeichen steht für drei Dinge: „Tropft nicht, ruß- und raucharm, hochwertige Rohstoffe“. Mit diesen wenigen Worten wird kurz und knapp umrissen, worauf es ankommt und was der Kunde beim Kauf des Produkts erwarten darf:

-„Tropft nicht“ – bei richtigem Gebrauch brennt eine Kerze mit RAL Gütezeichen gleichmäßig und mit minimiertem Tropfverhalten.

-„Ruß- und raucharm“ – durch die strenge Überwachung der Inhaltsstoffe und die Verwendung hochwertiger Dochte brennt eine mit dem Gütezeichen versehene Kerze praktisch ohne Rußentwicklung und ohne zu rauchen ab. Das garantiert auch eine verlässliche Brenndauer und ein schönes und sicheres Abbrennen.

-„Hochwertige Rohstoffe“ – die Herstellung unterliegt strengen gesundheits- und umweltorientierten Grenzwerten für alle Inhaltsstoffe.

Der Gütegemeinschaft Kerzen gehören derzeit 35 Hersteller aus ganz Europa an, 19 davon aus Deutschland. Zusammen stehen sie für die überwältigende Mehrheit der in Europa hergestellten Kerzen.

Informationen zur Gütegemeinschaft Kerzen
Die Gütegemeinschaft Kerzen ist ein Interessenverband europäischer Hersteller. Ihr gehören derzeit 35 Hersteller an, davon 19 aus Deutschland.
Gemeinsam produzieren sie jährlich etwa 580.000 Tonnen Kerzen – das sind mehr als 50 Prozent der europäischen Gesamtproduktion. Die
Europäische Gütegemeinschaft e.V. für Kerzen steht für Qualität und Fortschritt im Bereich der Kerzenherstellung.
Informationen zum RAL Gütezeichen Kerzen
Verliehen wird das Gütezeichen Kerzen von der Europäischen Gütegemeinschaft Kerzen e.V.. Der Gütezeichenstandard ist allgemein in der Branche
anerkannt und wurde teilweise in die Europäische Norm 15426 übernommen.
Hersteller dürfen ein Produkt nur dann mit dem RAL Gütezeichen ausloben, wenn es den strengen Anforderungen der Gütegemeinschaft Kerzen im
Hinblick auf Rohstoffe, Brenndauer und -verhalten entspricht. Die Einhaltung dieser Normen wird durch unabhängige Überprüfungen durch die
Experten der DEKRA Umwelt GmbH überwacht.
Das Gütezeichen Kerzen ist im Jahr 1997 vom RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. anerkannt worden. Der RAL sorgt
für die Akzeptanz der Gütezeichen in allen Wirtschaftskreisen und deren regelkonformen Verwendung.

Firmenkontakt
Gütegemeinschaft Kerzen e. V.
Angelina Schneider
Heinestr. 169
169 169
+4971199529722
angelina.schneider@komfour.de
http://guetezeichen-kerzen.com/

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Freitag, 24. März 2017 von